Montag, 28. November 2022
27.09.2022 13:40
Jura

Leuchtturmanlage für landwirtschaftliches Biogas

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Von: blu

Am 26. September 2022 wurde in Courtemelon (JU) die Grundsteinlegung für eine landwirtschaftliche Biogasanlage, die das Gas direkt ins Netz einspeisen wird, gefeiert. Die Anlage der EcoBioVal Sàrl wird ihre Energie überwiegend aus Hofdünger und Grünabfällen erzeugen.

Wie Ökostrom Schweiz mitteilt, wird die Anlage Ende 2023 in Betrieb gehen. Sie soll jährlich rund 8 GWh fossiles Erdgas ersetzen. Die Einspeisung erfolgt über das Netz der Energie du Jura.

20’000 Tonnen Hofdünger und Grünabfälle

Zu Gas verarbeitet werden Gülle, Mist und Grünabfälle. Letztere stammen aus dem Kanton Jura. «Die landwirtschaftliche Biogasanlage in Courtemelon ist die erste ihrer Art in der Westschweiz und ist bedeutend für die Dekarbonisierung des Kantons Jura», schreibt der Fachverband der landwirtschaftlichen Biogasproduzenten.

Die EcoBioVal Sàrl wird durch die drei Landwirtschaftsbetriebe von Hervé Cattin, Thierry Chételat und Domaine de Courtemelon aus der Region Delémont betrieben. Das Projekt wird seit Jahren entwickelt. Die Biogasanlage wird rund 20’000 Tonnen Hofdünger und Grünabfälle verwerten. Ökostrom Schweiz wird die Biogasproduzenten unter anderem bei der Vermarktung der Biogasproduktion und der damit verbundenen Klimaschutzleistungen unterstützen.

Methanemissionen reduziert

Die Produktion von Biogas aus landwirtschaftlichen Substraten wie Gülle und Mist bietet lautet Ökostrom Schweiz den Vorteil, dass durch die stofflich-energetische Verwertung dieser Stoffe in einem geschlossenen System Methanemissionen reduziert werden. Die bäuerliche Biogasproduktion trage zur Reduktion von Treibhausgasen bei. Es sei daher eine sehr nachhaltige Form der erneuerbaren Energiegewinnung.

Die Anlage im Kanton Jura habe Leuchtturmcharakter. «Die Landwirtschaft verfügt über das weitaus grösste noch ungenutzte Biomasse- und Energiepotenzial in der Schweiz», so Ökostrom Schweiz. Würde dieses Potenzial auf den Bauernhöfen ausgeschöpft, könnten laut dem Verband 10 bis 15 Prozent der Gasimporte ersetzt werden. Aus dem Bio-Methan kann erneuerbare Energie in drei Formen produziert werden: Strom und Wärme, Biogas-Brennstoff oder Biogas-Treibstoff.

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