Sonntag, 24. Oktober 2021
24.09.2021 12:57
Waadt

Zweites Wolfsrudel im Kanton Waadt

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Der Wolf breitet sich auch in der Romandie weiter aus. Im Kanton Waadt hat sich im vergangenen Sommer ein zweites Rudel etabliert.

Die Präsenz des Rudels in der Region Risoud im Vallée de Joux im Waadtländer Jura sei bestätigt worden, nachdem in der Gegend ein Jungtier beobachtet worden sei, teilte der Kanton Waadt am Freitag mit. Aufgrund der Grenznähe wurden auch die französischen Wildtierbehörden informiert. Somit könne das Rudel koordiniert überwacht und seine Zusammensetzung dokumentiert werden.

Erste Rudel 2019 nachgewiesen

Laut der Fachstiftung Kora für Raubtierökologie und Wiildtiermanagment werden neue Rudel im Spätsommer und Frühherbst entdeckt. Dann sind die Jungen mit den Adulttieren unterwegs und können so zum Beispiel durch Fotofallen nachgewiesen werden. Die Kora führt das Wolfsmonitoring zusammen mit dem Kanton Waadt durch.

Das erste Wolfsrudel seit 150 Jahren im Kanton streift seit 2019 in der Region des Marchairuz-Passes umher. Ende August hatte das Bundesamt für Umwelt (Bafu) den Abschuss von zwei Jungwölfen dieses Rudels bewilligt, nachdem in der Region mehrere Viehherden von den Raubtieren angegriffen worden waren.

Auch erwachsene Wölfe im Visier

Es war das erste Mal, dass der Kanton Waadt grünes Licht erhielt, um solche Regulierungsabschüsse durchzuführen. Nach Angaben des Kantons wurden diesen Sommer elf Rinder und vier Ziegen im Waadtländer Jura gerissen. Bislang wurden die Jungwölfe nicht erlegt.

Künftig möchte die Waadtländer auch ältere Tiere ins Visier nehmen. Der Kanton werde beim Bundesamt für Umwelt ein entsprechendes Gesuch einreichen, teilte das kantonale Umweltdepartement mit. Auch sollen die Herden gezielter geschützt werden. Der Kanton will in Zusammenarbeit mit den Tierhaltern eine Risikoanalyse der der jurassischen Bergweiden durchführen.

Mehr zum Thema
Regionen

Grosses Potential in der Speicherung und in der Kompensation von Treibhausgasen werden im Humusaufbau und in der Produktion von erneuerbarer Energie aus Biomasse und Sonne gesehen - zvg Der 1.…

Regionen

Alle Rassensiegerinnen. - Marcel Wipfli Neben Kühen aus dem Gastkanton Schaffhausen wurden an der Olma-Eliteschau vorwiegend Kühe aus der Ostschweiz, aber auch weiteren Landesteilen präsentiert. Im langjährigen Vergleich war die…

Regionen

Die angerückte Patrouille stellte fest, dass der Motor des Autos noch lief und der Lenker hinter dem Steuer schlief. - Stadtpolizei St. Gallen Ein Autofahrer ist am frühen Samstagmorgen in…

Regionen

Für den Eintritt brauchte es ein Covid-Zertifikat. Die Prognosen über die Zahl der Eintritte war deshalb mit verschiedenen Unsicherheiten verbunden. - Michael Huwiler Die Olma, die Schweizer Messe für Landwirtschaft…

3 Responses

  1. Pro gerissenes Nutztier ein wolf entnehmen. Das ist für die Nutztiere eine Genugtuung gegenüber einem Raubtier. Alles andere ist ein menschenversagen. Oder soll man ein Attentäter auch nicht verurteilen und ihn lebenslänglich gewähren ? Das andere Prozedere wäre , jeder wolfsbefürworter verzichtet auf Ernährung von einem Bauer . Dann wäre auch ein grosses Problem in ein paar Tagen gelöst .

  2. Was macht KORA wirklich? Gehört die politisch agierende “Gruppe Wolf“ dazu? KORAs Internetseite wirkt unfertig, ohne Inhalt. KORA hat den Auftrag, verpflichtende Aufgaben des internationalen Artenschutzabkommens „Berner Konvention“ durchzuführen, nämlich fachkompetente Beobachtung, Überwachung und wenn nötig, „letale Herausnahme“, bevor eingewanderte Wölfe sich unkontrolliert vermehren, “Schaden”anrichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE