Dienstag, 27. September 2022
28.09.2021 18:04
Schwyz

Unbekannte zerstören 400 Meter Alpzaun

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Von: blu

Auf der Alp Plangg in der Gemeinde Unteriberg SZ haben Vandalen einen Stacheldraht zerstört. Wer sich am Zaun zu schaffen gemacht hat, ist unklar.

Der Vorfall ereignete sich in der vergangenen Woche. Älpler Josef Dettling wurde von einer Bekannten informiert, dass der Stacheldraht am Boden liegt.

Stacheldraht durchtrennt

Der Älpler machte sich auf den Weg, um den Zaun zu reparieren. Hier wurde das Ausmass erst deutlich. Auf einer Länge von 400 Metern wurde der Stacheldraht mutwillig mehrmals durchtrennt, wie der «Bote der Urschweiz» berichtet.

«Da muss einer mit einer hohen kriminellen Energie am Werk gewesen sein», sagte Dettling zur Zeitung. Er hat bei der Polizei Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. Er kann die Tat nicht nachvollziehen. Die Tiere seien das Kapital der Bauern. Es werde Sorge dazu getragen.

Extremer Fall

«Der Stacheldraht ist ein mildes und wirkungsvolles Mittel, die Tiere auf der Weide zu halten», so der Landwirt weiter. Der Draht am Boden erhöhe das Verletzungsrisiko der Tiere massiv. Diese könnten in ein Loch oder auf den Draht treten, in einen Abgrund stürzen oder von einem Auto angefahren werden, so der verärgerte Bauer.

 Er vermutet, dass sogenannte «Pseudo-Tierschützer» für die Tat verantwortlich sind. Beim Flicken des Zauns möchte Dettling deshalb den Unbekannten den Umgang mit Kühen, Schafen und Ziegen beibringen.

Dass ein Zaun auf so einer Länge zerstört wird, ist aussergewöhnlich. «Von so einem extremen Fall habe ich noch nie gehört», sagte Othmar Schelbert, Präsident des Alpwirtschaftlichen Vereins Kanton Schwyz, zum «Bote der Urschweiz».

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9 Responses

  1. Hab gelernt das Stacheldraht verboten ist und eigentlich schon lange hätte doch schon lange ausgewechselt werden müssen. Mich stört nicht, aber dann muss man halt damit rechnen das es Leute gibt die sich daran stören.
    Uns wurde auch schon mehrere male ein Loch in den Maschendraht auf der Schafweide geschnitten (Schwendi/ Schattenhalb) Angeblich das, dass Wasser vom Wanderweg besser durchläuft…. was gar nicht stimmt. Aber das ist eine andere Geschichte…

  2. Liebe Tania in aller Ehre aber Stacheltraht ist nicht verboten da habe ich mit dem von dir genanntem Schafzaun Maschen mehr mühe da verenden viele Wildtiere das sollte verboten sein !!!Hänsu

  3. Beide Drähte können benutzt werden solange diese nach der Sömmerung wieder entfernt werden. Anderenfalls sind sie tatsächlich eine Gefahr für Wildtiere. Ich habe schon einmal einen Rehbock mit meinem Sohn zusammen aus seiner misslichen Lage befreien können.Es war nicht ganz ungefährlich.

    1. Ich bin kein Pseudo grüner Tierschützer. Habe aber selber schon gesehen, wie sich ein Reh an so einem gefährlichen Stacheldraht verletzt hat. Echt übel!
      Meine Jacke ging auch schon drauf, weil bei einem Wanderwegdurchgang Stacheldraht um den Pfosten gewickelt war. Wahrscheinlich haben diverse Bauern diese doofen Drähte gratis für das Militär entzorgt?

  4. Ich (Jg 54) treffe Stacheldraht-Zäune immer wieder an bei meinen Bergwanderungen, obschon ich meine, dass diese schon seit vielen Jahren verboten sind.
    Was gilt denn eigentlich ?

  5. Es gibt keinen Bundesbeschluss, der Stacheldrahtzäune grundsätzlich verbietet. Die Jägrtschaft empfiehlt, Stacheldrahtzäune zu enfernen und stellt an vielen Orten auch ihre Mithilfe zur Verfügung. In entlegenen Alpgebieten, hat Stacheldraht, immer noch eine gewisse Berechtigung.

  6. Ein generelles Verbot für Stacheldrahtzäune, gibt es nur im Kt.St. Gallen. Im Kt. Bern, gilt Holzinfrastruktur, mit Stacheldraht, als Landschaftsqualität. Zu beachten ist, das Stacheldraht, vorwiegend, für Rindvieh , eingesetzt werden darf. Für Pferde und pferdeartige Tiere verboten. Stacheldrahtzaun ist in Jagd und Tierschützerkreisen stark verpönt, ist aber, wenn er richtig angelegt und gewartet wird, nicht unbedingt gefähtlicher, als andere Zaunarten. Auch in Elektrozaun verheddern sich Tiere

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