Samstag, 12. Juni 2021
15.05.2021 06:01
Trainblog (12/25)

Das eigene Pferd auf den Militärdienst vorbereiten

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Von: ats

Mit dem eigenen Freibergerpferd als Trainsoldatin in der Schweizer Armee: Anja Tschannen erzählt im Trainblog von ihren Erlebnissen während der Sommer-Rekrutenschule 2020. Wenn sie nicht gerade mit dem Trainpferd über Stock und Stein stampft, ist sie als Redaktorin beim «Schweizer Bauer» und als Landwirtin tätig. In diesem Teil geht es um die Vorbereitung für die Rekrutenschule.

Zufrieden kommen Haydo und ich Zuhause an. Die Wiedersehensfreude von Haydo und seiner pferdigen Kollegin Gira-Sol und deren Gewieher ist gross. Mehrere Monate waren sie nur getrennt und es macht Freude, sie wieder gemeinsam auf der Weide zu beobachten.

Vorbereitung ist ja bekanntlich die halbe Miete oder so. Deshalb trainiere ich mit Haydo bis zu meinem RS-Start im Juli. Ausreiten und Einspännig fahren und Spaziergänge an der Hand sind angesagt. Querfeldein und mitten durchs Dickicht, bergauf und bergab, Slalom durch die Bäume, durch den Matsch und über Baumstämme.

Ein Trainpferd muss überall zuverlässig durchlaufen. Haydo macht das zwar, hat aber definitiv Problem mit seiner Koordination. Manchmal scheint er zu vergessen, dass er vier Beine hat und bergab legt er gerne einmal einen schnelleren Schritt zu. Das wird ja lustig im Gebirge. Deshalb Training, Training und nochmals Training.

Die ersten vier Wochen der Rekrutenschule sind eigentlich für alle Rekruten in der ganzen Schweiz mehr oder weniger gleich. Wir lernen den militärischen Alltag kennen, Umgang mit dem Sturmgewehr, Erste-Hilfe, Gasmaskengebrauch und so weiter. Allgemeine Grundausbildung zum Soldaten halt. Konkret heisst das, dass wir erst in der fünften Woche unsere Trainpferde bekommen.

Da ich möchte, das Haydo einigermassen trainiert  und mit einer gewissen Kondition seinen Dienst starten kann, habe ich mich entschieden, ihn während den ersten vier Wochen meiner Rekrutenschule zum Training und zur Ausbildung ins Nationale Pferdezentrum (NPZ) zu geben.

Haydo kennt die Umgebung dort ja bereits und die Ausbilder sind kompetent. Ich kann deshalb beruhigt meinen Dienst antreten, während Haydo «in Schuss» gehalten wird.

Bisherige Einträge:

Teil 11: Ich kaufe Haydo zurück
Teil 10: Armeepferde: Start ins Militärleben
Teil 9: Schlusstest für künftige Militärpferde
Teil 8: Militärpferde auf Inspektion vorbereiten
Teil 7: Trainpferde: Karren ohne Kutscher ziehen
Teil 6: Militärpferde auf das Podest stellen
Teil 5: Trainpferde müssen auch Holz ziehen
Teil 4: Die Königsdisziplin der Trainpferde
Teil 3: NPZ bildet die jungen Militärpferde aus
Teil 2: Sein eigenes Pferd der Armee verkaufen
Teil 1: Mit dem eigenen Pferd in die Armee

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One Response

  1. Um die „Effizienz“ der Militärpferde zu steigern, sollten sie auch für andere folkloristische Veranstaltungen wie Sechseläuten, Fasnachts- und Trachtenumzüge usw. eingesetzt werden.

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