Mittwoch, 28. September 2022
22.06.2021 12:52
Milchvieh

Engagement für Komplementärmedizin zeigt Wirkung

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Von: khe/mgt


Komplementärmedizin kann den Einsatz von Antibiotika in den Milchviehherden markant und die Tierarztkosten um rund die Hälfte reduzieren. Das würden Erfahrungsberichte von Milchproduzenten zeigen, die das Angebot von Kometian nutzen, so die Schweizer Milchproduzenten SMP.

Die Schweizer Milchproduzenten SMP engagieren sich seit 2019 beim 2015 gegründeten Verein Kometian. SMP-Mitglieder erhalten Zugang zu vergünstigten Konditionen beim Bezug von komplementärmedizinischen Beratungsdienstleistungen. Von Anfang 2019 bis Ende April 2021 haben Milchproduzentinnen und Milchproduzenten in 888 Beratungen Dienstleistungen bei Kometian bezogen, an denen sich SMP finanziell beteiligt hat.

Kranke Tiere müssten rasch richtig behandelt werden können. Das gehöre auch zu einer tiergerechten Haltung von Milchkühen, schreibt der SMP in einer Mitteilung .Dabei müssen Resistenzen verhindert werden. Ein auf das nötigste reduzierter Einsatz von Antibiotika sei darum auch das Ziel der Schweizer Milchproduzenteninnen und Milchproduzenten. Aus diesem Grund engagiert sich die SMP seit 2019 beim Verein Kometian als Fördermitglied.

Raschere Behandlung, weniger Antibiotika und tiefere Kosten

Die Bilanz des Vereins Kometian lasse sich sehen. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitung durch das FiBL sind seit 2017 bald 2‘500 Fälle ausgewertet worden (88% beim Rindvieh, davon 1⁄3 Eutergesundheit). Gemäss Rückmeldungen der Tierhalter wurde in knapp 70% der Fälle mit Komplementärmedizin und pflegerischen Massnahmen ein Behandlungserfolg erreicht, das heisst eine Heilung oder eine zufriedenstellende Besserung.

Produzenten, welche die Dienstleistungen von Kometian nutzen, werden unterstützt bei der Beobachtung der Tiere und der Beurteilung der Krankheiten. Sie können sich bei Unsicherheiten während 24 Stunden und 7 Tage telefonisch von Kometian-TierärztInnen und -homöopathInnen beraten lassen. Je nach Verdacht können die Milchviehhaltenden die Erstbehandlung sofort selber umsetzen oder sie ziehen den Bestandestierarzt für eine klare Diagnosestellung und allenfalls zusätzliche oder ergänzende schulmedizinische Behandlung bei. Auf diese Weise werden die Tiere rascher behandelt und der Einsatz von Antibiotika kann stark reduziert werden. Da zudem der Tierarzt weniger auf den Hof kommen muss, können auch diese Kosten reduziert werden.

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