Sonntag, 26. Juni 2022
09.04.2022 20:02
Expo Limousin 

Minders Nicky gewinnt bei Altstieren

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Von: sal

Die 1. Expo Swiss Limousin in Brunegg AG soll ein Schaufenster für die Rasse Limousin sein.  Über 150 Tiere sind angemeldet. Verfolgen Sie die Ausstellung heute Samstag und morgen Sonntag live hier diesem Kanal. 

In 145 Herdebuchbetrieben stehen 3102 reinrassige Limousin-Kühe. Rund 2000 Natursprungstiere sind schweizweit in Mutterkuhherden im Einsatz. 601 Jungstiere wurden letztes Jahr neu ins Herdebuch aufgenommen. Und der Besamungsanteil von Limousin bei Swissgenetics liegt bei über 50 Prozent. Das ist für den Rassenclub Swiss Limousin, der vor 25 Jahren gegründet wurde, und für OK-Präsident Franz Burri Grund genug, zum ersten Mal eine Fleischrinderausstellung zu organisieren, die ganz auf die Limousin-Rasse fokussiert.  Als Richterin hat das OK Jeanne Orlianges engagiert. Sie hält in Corrèze, im Stammgebiet der Limousin, auf 850 Meter über Meer, eine Herde von 100 Limousin-Tieren auf 200 Hektaren. 

Wirtschaftlichste Kuh 

Bei dieser speziellen Kategorie richten Mathias Gerber, Mont-Tramelan, und Hans Schild, Brienzwiler. Gerbetf sagte, es sei ihm eine Ehre, hier im Ring zu stehen. Die Wahl sei ihnen schwer gefallen, die schönste und beste Kuh zu wählen. Unter anderem zählen hier kurze Zwischenkalbezeiten und ausschliesslich Lebendgeburten. Die Wahl fällt auf Burri’s Soraya. Gerber erklärt warum: Das schöne Kalb, das mitlief, sei wichtig für dieWahl gewesen, aber auch das Top-Euter mit den hervorragenden Strichanlagen, die sich für die Mutterkuhhaltung bestens eignen. Und sie stehe sehr gut auf den Beinen, so Gerber.

Hans Schild, langjähriger Oberexperte bei Mutterkuh Schweiz, sagte, das sei vielleicht die wichtigste Kategorie, denn von diesen Kühen lebe man schliesslich. Schild sagte, bei der Siegerin Soraya sei die Zwischenkalbezeit von 346 Tagen schlicht sensationell und sie habe bei ihren fünf Kälbern eine durchschnittliche Tageszunahme von 1500 Gramm erzielt. 

Zur zweitplatzierten Burri’s Nirwana, ebenfalls von Franz und Anita Burri aus Dagmersellen, sagte Gerber, sie sei die älteste Kuh im Ring gewesen, mit Jahrgang 2011 und bereits mit 9 Kälbern. 

Stiere nach genomischem Zuchtwert  Geburtsablauf maternal

Franz Seefried und Sophie Kunz von der Qualitas AG betonen, wie die Schweizer Limousin-Züchter privilegiert seien, da sie in einem von nur drei Ländern leben (neben Frankreich und Irland), wo für Limousin-Tiere genomisch optimierte Zuchtwerte bereitgestellt werden. Und zwar seit kurzem auch für den Geburtsablauf maternal. In dieser Rangliste  Obermoos LEMON MHF* von Beatrice & Stefan Bütler-Amhof, Hämikon vor Thunstetten’s Holzer MHF* von Andreas Burren, Thunstetten, und WMK Snoppy MHF* von Walter Meyer, Kirchlindach. 

Stiere 

Bei den jüngeren Altstieren (24 bis 48 Monate alt) kürt die Richterin Burri’s Warinko MHF* zum erstklassierten Tier. Dann kam es zu einem ersten Höhepunkt des Limousin-Wochenendes: Die imposanten Altstiere (älter als 48 Monate) wurden hereingeführt. Es schwingt Minders Nicky MHF* obenaus. Er gewinnt wegen seiner Grösse, seinem schön breiten Rücken, vor allem aber wegen seinem gut funktionierenden Gangwerk und seinem starken Fundament. Das sei bei den Stieren ja besonders wichtig, so die Richterin. 

Kühe 

Bei den Kühen erzielten der Betrieb Burri aus Dagmersellen und der Betrieb MInder aus Avenches jeweils zwei Kategoriensiege (vgl. Bildergalerie oben). Und Beatrice & Stefan Bütler aus Hämikon erzielten ebenfalls einen Kategoriensieg, ihre Obermoos Desiree gewann in der Kategorie 7. 

Rinder 

In der Kategorie Rinder I steht Galliker’s Helena MHF zuvorderst. Die Richterin lobt es als sehr komplettes Tier, für seinen sehr guten Rücken, für seinen langen Stotzen und seine Feinheit im Fundament. In der Kategorie Rinder II obsiegt Minders Rinda von der Ferme du Bey Sarl, Elevage Minder, Avenches. Die Richterin findet an ihr alles, was man bei einem Limousin-Tier sucht, wie sie sagt. In der Kategorie Rinder III gewinnt ein Tier von Ludovic Simonet aus Vuarrens: la Crox Manon. Es imponiert der Richterin vor allem mit seiner Rückenpartie. 

Absetzer 

Die ersten Limousin-Tiere kommen in den Ring. Zuerst gibt es einige Unruhe, dann werden die Tiere immer ruhiger. Richterin Jeanne Orlianges richtet die erste Kategorie: Absetzer I. Sie stellt Galliker’s Ophelia MHF von Josef Galliker-Burri, Gunzwil, an die Spitze. Es dominiere die Kategorie eindeutig. Sie lobt das Rind für seine Komplettheit, seine schöne Rückenpartie und sein gut funktionierendes Gangwerk. Bei den Absetzern II steht das Rind WMK Sina von Walter Meyer, Kirchlindach, zuvorderst. Die Richterin lobt es für seinen Wuchs, seine Grösse, seine Länge. Es habe mit Abstand das beste Becken, ein schön breites, und vor allem habe es ein sehr feines Fundament. 

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