Sonntag, 17. Januar 2021
23.12.2020 12:08
Tierkrankheit

IBR bei Kuh in Graubünden nachgewiesen

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Von: blu

Nach knapp 30 Jahren wurde in der Schweiz die Krankheit Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) bei einer Kuh nachgewiesen. Der Betrieb aus der Region Prättigau/Davos wurde sofort gesperrt. Das Tier wurde geschlachtet.

Seit 1993 hat die Schweiz den Status «Frei von IBR». Nun ist die gemäss Tierseuchengesetz auszurottende Tierseuche bei einem Rind im Kanton Graubünden festgestellt worden.

Abort-Untersuchung

«Im Zusammenhang von Untersuchungen von einem Rinderabort wurde im Dezember 2020 bei einem Rind im Kanton Graubünden ein Verdacht auf IBR festgestellt», schreibt das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit am Mittwoch in einer Mitteilung.

Um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, wurde das Rind umgehend geschlachtet. Der betroffene Betrieb wurde gesperrt. Weitere Analysen im Referenzlabor sind im Gange. Der Kanton klärt ab, mit welchen Tieren das erkrankte Rind Kontakt hatte. Sämtliche Betriebe mit Rindern, die Kontakt mit dem betroffenen Tier hatten, werden vorbeugend gesperrt.

Ausrottungsprogramm in den 1980er-Jahren

Die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) trat in der Schweiz erstmals im Jahr 1977 massiv auf. Die Krankheit wurde mit einschneidenden Massnahmen bekämpft. 1983 wurde ein Ausrottungsprogramm gestartet. 1993 schliesslich erreichte die Schweiz den Status «Frei von IBR». Das Programm zur Ausrottung kostete 135 Millionen Franken.

Gemäss Mitteilung kann sich eine Tierseuche in der Schweiz durch den regen Tierhandel rasch ausbreiten. «Um eine Ausbreitung präzis abzuklären und eine weitere Ausdehnung einzudämmen, braucht es eine lückenlose Überwachung des Tierverkehrs und entsprechende labordiagnostische Abklärungen», heisst es weiter. Um den Status «Frei von IBR» zu erhalten und Schäden für die Viehhalter zu verhindern, muss eine Ausbreitung der Krankheit mit unter allen Umständen unterbunden werden.

Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR)

IBR ist nicht heilbar. Ist ein Tier infiziert, kann sich der Erreger, ein Herpes-Virus, über längere Zeit ohne Symptome im Nervensystem der Tiere verstecken. Die Krankheit kann jederzeit, zum Beispiel bei Stress, wieder ausbrechen. Dabei werden jeweils Viren ausgeschieden, die andere Tiere anstecken können. Deshalb müssen alle infizierten Tiere getötet werden. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Sie befällt vor allem Rinder.

Der Erreger ist ein Virus der Gattung Varicellovirus. Er wird durch direkten Tierkontakt (vor allem Mastbetriebe) oder über die Luft übertragen (Tröpfcheninfektion). Ausscheidungen der Nasen und Augen, bei Aborten das Fruchtwasser und die Plazenta sowie der Samen angesteckter Stiere enthalten den Seuchenerreger. Zudem kann die Krankheit indirekt übertragen werden, z.B. über Futtertröge und Geräte. Auch Tiere ohne Symptome können den Erreger lebenslang ausscheiden.

Impfstoffe gegen die Krankheit existieren, sind aber in der Schweiz nicht zugelassen.

-> Mehr zur Krankheit gibt es hier

 

52 Responses

  1. Das ist nur die traurige Folge der Massentierhaltung!!! Zu enge Ställe, kein Auslauf, Medikamente und Dauerstress!! Geschwächtes Immunsystem. Leider auch in der Schweiz immer noch ein Thema. Anstatt umzudenken, werden die Tiere einfach getötet…. Aber an der Haltung wird nichts geändert. Traurig…. Wann geht es euch Bauern mal nicht ums Geld??Ich esse kein Fleisch aus Massentierhaltung!! Zum Wohle der Tiere sollten alle auf Fleischkonsum und Milchprodukte verzichten.

      1. Ja, wir sind zuviele Menschen…………aber die meisten wollen ja noch immer weiter Kinder in die Welt setzen. Vielleicht wäre mal gut für ein paar Jahre keine Nachkommen zu produzieren?!

        1. Ja aber jeder will welche und sind nicht bereit zu verzichten. Oft ist die heutige Jugend auch nicht gut zur Umwelt und wirft alles weg, egal ob weiter vorne noch ein Mülleimer steht oder nicht.

          1. Ich glaube betr. AHV-hast du noch nicht viel kapiert ‼️ Wir wo langsam in den AHV- Genuss gelangen haben von jung an stets Mann oder Frau je 100% gearbeitet. Wieviel Prozent arbeitest du??? Das ewige Jung und Alte gegen einander auszuspielen muss bei Politikern und bei euch jungen wo ich sehr schätze sofort aufhören. Versucht dran zuarbeiten❗️.

        1. Was wird wohl mit den ganzen Kühen passieren? Wenn niemand mehr Fleisch oder Milchprodukte essen würde? Massentötung der Tiere, weil sie keinen Nutzen mehr bringen. Hält ein Bauer weiterhin die hunderte Kühe? Eher nicht. Dann wird Soja angebaut, weil ja alle Veganer sind. Das wird die Welt noch mehr kaputt machen.

    1. Sie haben wohl au noch nicht gemerkt dass alle Lebensmittel von einem Bauern kommen. Ja sogar die Baumwolle in Ihrer Kleidung. Aber vollgas drauflos wettern, das kann jeder ist halt einfacher statt sich vorher mal richtig zu informieren. Wie sieht den Massentierhaltung Ihrer Ansicht nach aus ? Und ich nehme an dass auch Sie Geld verdienen wohlen, und wir dürfen dass nicht ?

      1. Lieber HansGlarner Sie haben noch nicht begriffen dass sich die Zeit und das denken vieler Menschen verändert hat,aber das bon den verseuchten Böden dem vergifteten Wasser und der kaputten Admosphäre durch alles mögliche auch Gülle und Dünger das sollten sie auch bedenken nicht nur die Produktion gür Alle.wir werfen 30Prozent der Lebesmittel weg also produziert wird sowieso zuviel

        1. Wenn Sie wüssten was ich in den letzten jahren auf meinem Hof alles geändert habe. Es gibt auch Bauern, die diese Problematik erkennen jedoch sind Lösungen nicht immer so einfach wie viele immer zu glauben wissen.

    2. Darf ich sie mal fragen, wenn sie sagen wir Bauern wollen nur das Geld, Wieviel Ihrer Meinung nach ein Bauer an einem Kilo Fleisch oder einem Kilo Milch verdient?

      1. Das Fleisch ist zu billig, auch Milch Produkte sind zu billig. Wenn ich sehe, dass ein Liter gesunde Vollmilch beim Grossverteiler weniger kostet als ein Liter klebriges, ungesundes, übersüsstes Getränk namens Cola, dann stehen mir die Haare zu Berg! Das kann doch einfach nicht sein!
        Ich kaufe mein Fleisch direkt vom Bauer, da sehe ich was ich bekomme. Ich bezahle lieber mehr für qualitativ gutes Fleisch aus tiergerechter Haltung, dafür halt weniger. Geiz ist hier alles andere als geil!

    3. Analog dazu würde ich sagen: Corona gibt es nur wegen zu vielen Menschen!! Dauernd erreichbar mit den Smartphones und Notebooks. Dauerstress!!! Wann geht es den Menschen in Dienstleistungsberufen mit hohen Löhnen endlich nicht mehr ums Geld? Übrigens als Antwort zum dämlichen Kommentar wegen Bauern und Geld: Wenn es ums Geld gehen würde, würde niemand mehr auf der Welt Bauer werden und die Menschheit würde verhungern.

      1. Ums Geld würde erst dann nicht mehr gehen, wenn man nicht für jeden Scheiss bezahlen müsste. Wenn die Mieten runtergehen, die Krankenkassenprämien günstiger werden. In der Schweiz gibt es nur 2 Schichten, die Reichen und die Armen die am Existenzminimum Leben, obwohl sie 100% arbeiten und trotzdem reicht das Geld nicht für alle Rechnungen und wenn es reicht, muss man an Lebensmitteln sparen. Verwöhntes Volk sind wir alle.

    4. Überlegen Sie mal, was die Bauern alles für alle Menschen tuen! Du könnest ohne Bauern dich nicht mal ernähren. Einen Auslauff ist pflicht, sogar bei ställe, wo die Kühe angebunden sind! Einfach getötet, ja soll das tier weiter an einer Krankheit leiden? Oder leiden lassen ohne Medikamente zu geben, dass es nicht wider fit wird? Das wäre dann Tierkuälerei!

    5. So n Quatsch
      Gehen sie doch mal helfen zum Bauern, einfach so, damit sie sehen wie die Tiere gehalten werden. Und ja, ich esse auch kein Fleisch aus Massenhaltung.
      MfG Peter

    6. U genau Dir hit no nie ä Chueh vo noochem gseh!
      U genau dir überchömet es schwachs Immunsystem weder die wichtige Nahrigsmittu wie Fleisch u Miuch nid zunech nämet. Lieber au Monet 1x ä Infusion ga mache, ds isch de gsünger oder was?!
      Höret doch mau uf, göht gschider mau amne Buur ga häufe wärche!!

    7. Es ist ja gut und schön zu sagen „Ich esse wegen der Massentierhaltung kein Fleisch.“ Dagegen sagt ja auch niemand was. Allerdings ist es aus meiner Sicht etwas dreist zu verlangen, dass alle anderen auch kein Fleisch und keine Milchprodukte mehr essen sollen. Das ist doch jedem selber überlassen, oder? Dazu bekommen Bauern dafür, was sie züchten, anpflanzen, sprich fürs Bauer sein, kaum Geld. Und ohne Bauern gibts auch nichts zu essen, egal ob Fleisch, Milchprodukte oder pflanzliche Nahrung…

      1. Find ich auch! Genauso mit der Gleichberechtigung! Ist ja schön und gut wenn das einige machen, aber bei mir gehört die Frau in die Küche! Da kann mir niemand reinreden.

    8. Dir ist wohl nicht bekannt jeder veganer ist von der Massentierhantung abhängig!!
      Wie traurig so realitätsfremd die Leute heute sind!!!
      Erkläre mir bitte wie du ohne Bienen Leben könntest!!

    9. Bla Bla Bla.
      Ich kann den Scheiss nicht mehr hören. Alle Andern außer der Landwirt selber wissen Heute wie, was und warum es so sein sollte.
      Die Arroganz zu haben einem ganzen Berufsstand mitzuteilen was sie alles falsch machen und was das Beste für sie wäre ist unglaublich.
      Aber Heute kann man das ja. Die Sozialen Medien laden ja gerade dazu ein um zu zeigen was für ein Gutmensch man selber ist und wie böse die Anderen doch sind.
      Wünsch besinnliche Weihnachten .

    10. Ja stimmt. Tiere haben auch das Recht nicht nur zum Geld verdienen da zu sein! Diese Tiere tun mir einfach nur leid. Sie haben auch eine Seele ein Bewusstsein und sie spüren auch schmerzen. Es tut in der Seele weh wenn man immer sieht wie die Tiere gehalten werden oder mit Stöcken geschlagen werden damit sie schneller laufen. Erst Corona nun die Vogelgrippe und jetzt vielleicht noch IBR. Die Erde erlöst die armen Tiere vor der Massentierhaltung. Und wir zerstören die Erde jetzt ist es umgekehrt.

    11. Wenn sie von Massentierhaltung sprechen wollen, dann trifft dies sicher nicht in Milchviehbetrieben in der Rgion Prättigau Davos zu. Massentierhaltung beim Milchvieh finden wir zB.in Norddeutschland.Zudem hat die Schweiz hat ein sehr strenges Tierschutzgesetz, das durch regelmäßige Kontrollen überprüft wird. Es wäre vielleicht besser, wenn sie zuerst recherchieren würden, bevor sie ein solch unüberlegten Quatsch schreiben!

    12. Wie will man es denn nach ihrem Gusto machen? Wenn die Tiere im Kanton Graubünden nicht genügend draussen sind dann frage ich mich langsam schon, wo denn noch? Ausserdem wird bei uns die freie Weidehaltung mit der stetigen Zunahme der Wölfe auch je länger je mehr verunmöglicht. Sperrt man das Vieh, ob gross oder klein, nicht zumindest über Nacht in einen Stall so haben sie über kurz oder lang die Wölfe am Hintern…. ich denke nicht, dass dies für unsere Heimtiere weniger Stress bedeutet..

  2. In der Schweiz gibt es keine industrielle Massentierhaltung sondern Bäuerliche Familienbetriebe welche die Nahrungsmittel herstellen. Hier mit ihrer Essstörung zu missionieren und andere dazu auf zu fordern auch eine solche zu entwickeln zeigt einzig wie verblendet sie bereits sind. Ein verbot für Massentierhaltung in der Schweiz zu fordern ist in etwa das gleiche wie den Walfang in der Schweiz verbieten zu wollen. Hafechäs!

    1. Keine Massentierhaltung? Und was ist mit den Schweinen? Es gibt Bauern die lassen die Schweine raus auf die Wiesen, solche die die Schweine rauslassen ohne Wiese und Schweine, die drin bleiben muessen. Die letzte Variante finde ich persoenlich nicht in Ordnung. Lieber Silvan Darms man kann sich alles schoen Reden. Was mir auffaellt in den Kommentaren, wie „betupft“ die Fleischesser reagieren, wenn jemand schreibt, zum Wohle vom Tier……Die Menschheit war schon immer gut im wegluege.

  3. Genau so ist es. Wir sollten schleunigst umdenken und keine tierlichen Lebensmittel mehr essen und keine tierlichen Alltagsartikel mehr verwenden. Sonst kriegen wir immer mehr Stress durch Tierseuchen. Siehe auch aktuell Coronavirus. Der Mensch hat nicht das Recht, andere Lebewesen auszubeuten.

    1. und was passiert mit dem heu der berggebiete und im sommer mit dem gras der alpen? grundlos wird das nicht seit hunderten von jahren gemacht. die welt hat ein wohlstandsproblem!!

    1. Da haben sie natürlich recht aber der Mensch ist ein Fehlwirt und das Virus hätte sich nicht ausgebreitet, wenn sich der Mensch nicht so massiv in die Tierwelt einmischen würde.
      Siehe auch HIV, Ebola, Vogelgrippe, MERS, Schweinegrippe

  4. Anteil der Landwirtschaft am BIP ist 1%.
    Das heisst für die Landwirtschaft – sie funktioniert nur durch Subventionen. Der Steuerzahler hilf da wacker mit.
    Der Bauer führt ein Unternehmen, welches auch gewinnorientiert ist.
    Da gibt es kein Pardon – weder für die Tiere noch für die zu bestellenden Felder.
    Subsistenzwirtschaft gibt es nicht mehr.
    Alles was wir jetzt haben ist die Folge der Auflösung der Subsistenzwirtschaft.

    1. Das liegt wohl daran weil wir auf „schweizerbauer“ sind und nicht auf „schweizerwissenschaftler“. Der Bauer verteidigt natürlich Fleisch und Milch auch wenn diese aus vielen Ernährungspyramieden schon gestrichen wurde (die Schweiz hinkt wie immer hinterher).
      Früher oder später wird die Tier“haltung“/misshandlung in der westlichen Welt massiv zurück gehen, henau wie das Umdenken bei der Sklaverei, Rassismus, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Homosexualität etc. Es wird kommen…

  5. Esst doch Soja. Der kommt aus Brasilien und ist genmanipulierte. Die Regenwälder werden abgeholzt und nachher überdüngt. Ist das auch in Ordnung?

  6. Niemand hat hier von Massentierhaltung gesprochen.
    Herpes kann immer ausbrechen wenn man angeschlagen ist. Kühe sind soziale Tiere und ich denke nicht dass dieses Jahr den Bauern kaltgelassen hat. Dies merken die Tiere, verstehen aber nicht warum.
    Traurig dass man alle Betriebe in die gleiche Schublade stecken muss.

  7. ich bin auf einem bauernhof in küblis aufgewachsen.bin66jahre alt,kann es fast nicht packen,wegen diesen kalten ställen im winter,weiss das kühe eine fettschicht haben,aber glaub nicht wie die robben.wer ist denn auf diese idee gekommen,18grad minus fühlen sie sich wohl.wir haben am morgen und abend gemistet,es hat auch sauber geschmeckt im stall.es beelendet mich richtig.dann kommt plötzlich eine schnuder nase,imunschwache,hat mann sicher wenn man friert.am liebsten würde ich mich total informieren

  8. Liebe Berufskollgen, schützen wir doch nächstes Jahr mal unsere Kulturen nicht und bauen nur an was ohne Dünger und Pflanzenschutz wächst in ganz Europa, auch die Bios. Dann schauen wir mal wie lange es geht bis das Volk hungert, P.S. baut im Garten euere Selbstversorgung an Bauern, mal schauen wer am längeren Hebel ist!

  9. Meinung Wegen dem Ibr ist das die jungen
    Bauer keine Übersicht haben mehr und nur den
    Ganzen Tag auf dem Traktor fahren in der Wiese
    Und sehr viel Umwelt Schutz nicht beachten
    Ferbieten soll mann,das das sind ganz faule Hunde von unreser Seite aus .

  10. Ich währe dafür dass sich diese Lästerer und Besserwisser ein Jahr lang selbst versorgen.Wir währen sie am schnellsten los. Sie würden sich wegen Diebstahl einsperren lassen damit sie an Essen kommen egal was. Der Rest wäre in einem Jahr verhungert und alles was jetzt geschrieben wird hätte ganz anderes Niveau

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