Donnerstag, 22. April 2021
30.03.2021 09:39
Trainblog (9/25)

Schlusstest für künftige Militärpferde

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Von: ats

Mit dem eigenen Freibergerpferd als Trainsoldatin in der Schweizer Armee: Anja Tschannen erzählt im Trainblog von ihren Erlebnissen während der Sommer-Rekrutenschule 2020. Wenn sie nicht gerade mit dem Trainpferd über Stock und Stein stampft, ist sie als Redaktorin beim «Schweizer Bauer» und als Landwirtin tätig. In diesem Teil geht es um die Inspektion der künftigen Trainpferde. Mit Videos.

Der Tag der Schlussinspektion ist nicht nur für angehende Trainpferde, sondern für das ganze Team des Nationalen Pferdezentrum  (NPZ) wichtig. An der Schlussinspektion oder auch der Schlussprüfung werden alle Pferde in allen angelernten Disziplinen unter anderem vom Chef Veterinärdienst der Schweizer Armee, Stéphane Montavon, begutachtet. 

Sie müssen im Basten, Holzrücken, Fahren und Reiten die geforderte Leistung erbringen und am Tag der Schlussinspektion zeigen. 

Zwei Monate Vorbereitung

Zwei Monate lang hat das Team des NPZ durch tägliches und intensives Training die Pferde auf diesen Tag hin ausgebildet. Nun ist man natürlich gespannt, ob die Tiere das Gelernte auf Abruf souverän präsentieren und sich von ihrer besten Seite zeigen. 

Da ich während der Ausbildung jede Woche einmal vorbei schauen durfte und neben Haydo auch die anderen Tiere bei der Arbeit gesehen habe, bin ich da mehr als zuversichtlich. Bei Haydo jedenfalls bin ich mir sicher, dass er die Schlussinspektion als weiteren grossen Meilenstein in unserer gemeinsamen «Militärkarriere» sehr gut meistern wird. 

Haydo wieder einmal souverän

Und ich sollte Recht behalten: Haydo präsentierte sich an der Schlussinspektion von seiner besten Seite und zeigte in allen geforderten Disziplinen eine gute Leistung. Ich bin stolz und natürlich froh, dass damit auch ein weiterer grosser Schritt in Richtung «Armeedienst mit dem eigenen Pferd» getan ist. 

Mit der Schlussinespektion endet die 60-tägige Garantiefrist. Alle Pferde und Maultiere, welche  in dieser Zeit charakterlich, ausbildungstechnisch und gesundheitlich den Anforderungen entsprachen, werden nun ihren Dienst als Trainpferde der Schweizer Armee antreten. 

Tiere verlassen das NPZ

Die nächsten Schritte sehen wie folgt aus: Die Tiere bleiben noch einige Tage im NPZ und werden weiter trainiert, danach geht es für sie an einen Angewöhnungs-WK ins Kompetenzzentrum der Armeetiere im Sand Schönbühl (BE). Dort werden sie von Trainsoldaten an den Militäralltag gewöhnt, nach drei Wochen werden sie an die Rekruten der Winter-RS übergeben und absolvieren ihren erste Rekrutenschule.

Haydo wird jedoch nicht die ganze Winter-Rekrutenschule absolvieren, da ich ja erst im Sommer einrücke. Mehr dazu und wie dass alles gehandhabt wird mit dem Dienst und dem eigenen Pferd, erfahrt ihr im nächsten Blog.

Chef Veterinärdienst der Schweizer Armee, Stéphane Montavon, dankt dem Ausbildungsteam des NPZ für die gute Arbeit.
Anja Tschannen

Bisherige Einträge:

Teil 8: Militärpferde auf Inspektion vorbereiten
Teil 7: Trainpferde: Karren ohne Kutscher ziehen
Teil 6: Militärpferde auf das Podest stellen
Teil 5: Trainpferde müssen auch Holz ziehen
Teil 4: Die Königsdisziplin der Trainpferde
Teil 3: NPZ bildet die jungen Militärpferde aus
Teil 2: Sein eigenes Pferd der Armee verkaufen
Teil 1: Mit dem eigenen Pferd in die Armee

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