Mittwoch, 28. September 2022
20.12.2021 10:48
Agrostar

Agrostar: Jetzt für Favoritin voten

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Von: mgt/jul

Mit dem Agro-Star Suisse wird jedes Jahr eine Persönlichkeit geehrt, die sich für die Schweizer Landwirtschaft eingesetzt hat. Sehen Sie hier, wer nominiert ist. Das Online-Voting ist beendet.

Dieses Jahr wird zum 16. Mal der Agro-Star Suisse gekürt. Mit der Auszeichnung soll eine Persönlichkeit geehrt werden, die sich besonders für die Schweizer Landwirtschaft eingesetzt hat. Nominiert sind neun Personen.

Von 9 auf 5

Stimmen Sie vom 27. November bis am 26. Dezember 2021 für Ihren Favoriten oder Ihre Favoritin. Unter den Teilnehmenden verlosen wir 1 × 1000 Franken und 20 × 2 Eintritte für die Tier & Technik. Die fünf Nominierten, die die meisten Stimmen erhalten, werden dann der Fachjury präsentiert. Das Voting ist nun beendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Aus diesen bestimmt sie den Preisträger oder die Preisträgerin des Agro-Star Suisse 2022. Die Übergabe des Preises findet am Donnerstag, 24. Februar, an der Eröffnungsfeier der Tier & Technik 2022 in St. Gallen statt.

Die Nominierten

Agronomin und Nationalrätin Christine Badertscher (Grüne/BE),
Therese Krähenbühl

Christine Badertscher (*1982) ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat Umweltingenieurwesen und angewandte Naturwissenschaften studiert. Seit 2019 ist sie für die Grüne Partei im Nationalrat. Sie ist in der Aussenpolitischen Kommission, in der sie sich bei handelspolitischen Fragen für die Anliegen der Schweizer Landwirtschaft einsetzen könne, wie sie sagt. Zudem ist sie Co-Präsidentin von Hochstamm Suisse sowie Präsidentin des Oberaargauer Bauernvereins OBV und im Vorstand der OGG (Herausgeberin dieser Zeitung). Wenn sie Zeit hat, hilft sie immer noch gerne auf dem elterlichen Biobetrieb in Madiswil BE, der mittlerweile von ihrem Bruder geführt wird. «Dieser Betrieb hat mich wesentlich geprägt, ich bin zu einer überzeugten Verfechterin der Biolandwirtschaft geworden», sagt sie.

Meisterlandwirt Hans Frei war während 8 Jahren Präsident des Zürcher Bauernverbandes.
SBV

Hans Frei (*1953) ist auf einem Bauernhof in Watt bei Regensdorf ZH aufgewachsen. Er lernte Landwirt, machte den Betriebsleiterkurs mit Meisterprüfung und übernahm den Mlichwirtschafts- und Ackerbaubetrieb des Vaters. 1996 wurde er als SVP-Mitglied in den Zürcher Kantonsrat gewählt. Er übernahm präsidiale Funktionen in Kommissionen und in der SVP-Kantonsratsfraktion. Zudem kam er in den Vorstand des Zürcher Bauernverbands und übernahm von 2012 bis 2020 das Präsidium. «Diese Funktion öffnete innerlich meine höchste Berufung, den Einsitz in den Vorstand des Schweizer Bauernverbandes. Mit der Wahl 2013 zum Vizepräsidenten konnte ich in den vergangenen Jahren zu einer breit abgestützten, politischen Arbeit des Schweizer Bauernverbandes beitragen», sagt er.

Jeanette Zürcher-Egloff ist Vizepräsidentin des SBLV und neu im Vorstand des SBV.
zvg

Jeanette Zürcher-Egloff (*1964) ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und hat die Lehre zur Landwirtin sowie die höhere Fachprüfung zur diplomierten Bäuerin gemacht. Sie führt mit ihrem Mann einen Biobetrieb und ist die Verantwortliche der Bildung Bäuerin beim Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), Präsidentin der Prüfungsleitung Bäuerin Deutsch, sie ist Vizepräsidentin des SBLV und im Vorstand des SBV. «Ich setze mich dafür ein, dass die Hauswirtschaft in der Landwirtschaft als Betriebszweig anerkannt wird. Denn sie ist der einzige Betriebszweig, den es auf jedem Hof gibt. Weiter möchte ich, dass die Hauswirtschaft auch in der Gesellschaft, (wieder) einen höheren Stellenwert bekommt», sagt sie.

Alt-Nationalrat Josef Zisyadis ist Mitgründer und Präsident der Genusswoche
Daniel Salzmann

Josef Zisyadis (*1956) wurde in Istanbul als Sohn von griechischen Eltern geboren. 1963 kam er nach Lausanne, wo er das Gymnasium absolvierte und Theologie studierte. Später arbeitete er als Pastor in Paris. Danach kehrte er zurück in den Kanton Waadt, wo er 1996 bis 1998 Staatsrat war und das Justiz-, Polizei- und Militärdepartement leitete. Vom 1999 bis 2011 sass er für die Partei der Arbeit im Nationalrat. Er war Co-Präsident von Slow Food Schweiz und ist Mitglied des Schweizerischen nationalen Komitees der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Er ist Mitgründer und Präsident der Genusswoche. Zudem hat er «Les Jardins d’Ouchy» und «Les Jardins du Flon» gegründet. Das sind vertragslandwirtschaftliche Projekte in der Nähe von Lausanne.

Kathrin Schneider
zvg

Kathrin Schneider (*1964) ist Primarlehrerin und führt mit ihrem Mann einen bioknospe- und demeterzertifizierten Milchwirtschaftsbetrieb in Walkringen BE. Sie ist Präsidentin der SP Walkringen, 2008 Fachrichterin der kantonalen Bodenverbesserungskommission und war während zehn Jahren Präsidentin der «Bärner Bio Bure». «Als Mitglied des Berner Bauernverbands, Mitglied der Berner Bio-Offensive oder Delegierte bei Bio Suisse habe ich mich stets für die Interessen der ‹Bärner Bio Bure› eingesetzt. Ausserdem habe ich mich in der Fachkommission Biodiversität oder im Kontakt mit dem Kanton Bern und Politikerinnen und der Politikern für den Biolandbau engagiert», sagt sie.

Katrin Portmann Moser gründete den Verein «Bio Weide-Ei».
zvg

Katrin Portmann Moser (*1976) studierte Internationale Landwirtschaft an der Hafl und arbeitete danach beim BLW, beim FiBL, bei der Biofarm-Genossenschaft und war Co-Geschäftsleiterin der Bio Test Agro AG, wo sie heute in einem 30-Prozent-Pensum arbeitet. Sie führt mit ihrem Mann einen Biobetrieb mit Legehennen in Mobilställen. 2018 gründete sie den Verein «Bio Weide-Ei», um Mobilstallhalterinnen und -halter von Bio-Legehennen zu vernetzen und die Vermarktung zu fördern. «Der Verein wächst stetig und vergibt an interessierte Mitglieder den kompletten Marktauftritt für die erfolgreiche regionale Vermarktung der Mobilstall-Eier», sagt sie. 

Philippe Bardet ist Direktor der Sortenorganisation Gruyère AOP.
zvg

Philippe Bardet (*1961) studierte Agronomie. Danach arbeitete er beim SBV, bei der Waadtländer Landwirtschaftskammer und bei Agora. Seit 1991 ist er für das Gruyère-Dossier verantwortlich. Daraus resultierte 1997 die Gründung der Sortenorganisation Gruyère AOP. Bardet ist Direktor der Sortenorganisation. Er beteiligt sich an der Entwicklung der Marketingstruktur, dem Qualitäts- und Mengenmanagement sowie an der politischen und juristischen Interessenvertretung der Herkunftsbezeichnung. «Innerhalb von zwanzig Jahren konnte die Produktionsmenge von Le Gruyère AOP erhöht werden dank des besseren Absatzes im In- und Ausland. Dank seiner ausgezeichneten Qualität und seinem sehr guten Ruf kann ein Milchpreis von rund 88 Rappen bezahlt werden», sagt er.

Stefan Vögtli fördert eine marktorientierte Wald- und Holzwirtschaft.
zvg

Stefan Vögtli (*1963) ist Forstwart, Holzkaufmann und eidg. Verkaufsleiter. 2002 machte er sich mit waldmarketing.ch selbständig. Es fördert eine marktorientierte Wald- und Holzwirtschaft und den Einsatz von erneuerbaren Energien. «Die Unternehmen, die ich mitentwickelte und die zur Stärkung der Waldbesitzer beitragen, sind mittlerweile erfolgreiche KMU», sagt er. Nebenbei plante und realisierte er mit Landwirten im Baselbiet und im Schwarzbubenland diverse Photovoltaikanlagen. Er engagiert sich zudem seit über 20 Jahren in der Gemeindepolitik in seinem Wohnort Lupsingen BL. Zu Beginn in der Baukommission, wo er Anstoss für einen Wärmeverbund mit Holzschnitzelheizung gab. In den anschliessenden 12 Jahren im Gemeinderat, wovon 10 Jahre als Präsident, setzte er sich stets für die Nachhaltigkeit ein.

Urs Stuker ist Gründer der Genusswerkstatt Herisau.
zvg

Urs Stuker (*1964) lernte Landwirt und studierte Sozialpädagogik. 2007 wurde er Betriebsleiter des Hof Baldenwil, Schachen bei Herisau AR. Das ist eine soziale Einrichtung, die Menschen mit psychischen Problemen beherbergt und Arbeitsplätzen im alternativen Arbeitsmarkt bietet. Um den Hof rentabler zu machen, setzte Stuker ab 2009 auf Kräuter- und Wildobstanbau. Ziel war es, die Kräuter auf dem Hof zu verarbeiten und zu vermarkten. «So gelang es, die Wertschöpfung auf dem Hof zu behalten und den Menschen mit einer Beeinträchtigung neue spannende Arbeitsplätze zu bieten», sagt er. 2018 eröffneten sie die Genusswerkstatt Herisau. Dort verarbeiten sie pro Jahr ca. 2 t Kräuter und Gewürze, 3 t Getreide sowie 4000 l Essig zu 40 verschiedenen Produkten. Und beliefern damit etwa 200 Detailhandelsgeschäfte in der ganzen Schweiz. 

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