Montag, 27. Juni 2022
18.05.2013 17:12
Emmental

Auf der Lüderenalp steht die längste Sitzbank der Welt

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Von: mgt

Das Emmental hat einen Weltrekord! Die längste Sitzbank der Welt aus einem einzigen Baum. Ein besonders langer Baumstamm wurde zum Hotel-Restaurant Lüderenalp transportiert und dort zu einer Sitzbank verarbeitet.

Am Samstag wurde die Sitzbank im Rahmen eines Festaktes gemessen und die Masse offiziell an das Guinessbuch der Rekorde weitergeleitet. Landwirtschaft Emmental und die Emmentaler Wald & Holz GmbH wollen mit dem Weltrekord die Bevölkerung darauf sensibilisieren, dass die Landwirte im Emmental nicht „nur“ Kühe melken und steile Äcker bestellen, sondern auch den Wald nutzen und damit den Naherholungsraum pflegen. Gleichzeitig ernten sie zusammen mit den übrigen Waldbesitzern den wertvollen einheimischen Rohstoff Holz.

Auf der Lüderenalp wurde aus diesem Grund die längste Sitzbank der Welt aus ei-nem durchgehenden Baumstamm (Weisstanne) angefertigt. Die Sitzbank hat eine Länge von 38,03 Meter und wurde von Toni Flückiger, Motorsäge-Künstler aus Grünenmatt hergestellt. Zwei Arbeitstage hat der Künstler für das Entrinden, Reinigen, Aussägen, Hobeln und Schleifen des Baumstamms gebraucht. Die Bank wurde nach Fertigstellung mit einem Lärchenholzöl gegen Pilz- und Insektenbefall behandelt und sollte so rund zehn Jahre bestehen.

Verlässliche politische Rahmenbedingungen

Heinz Kämpfer, Präsident Landwirtschaft Emmental, erläutert in seiner Ansprache die Gründe für diesen Weltrekord: „Wir holzen unsere Wälder nicht radikal leer, um später Baumwolle, Mais oder Zuckerrohr anzubauen, wir holzen nachhaltig, damit auch in 50 Jahren noch geholzt werden kann. Nach dem gleichen Prinzip bewirtschaften wir unsere Felder, Äcker und Höger und bieten damit ein attraktives Naherholungsgebiet an. Leider können wir damit nicht mit der industriellen, wenig nachhaltigen Produktion in Billiglohnländern konkurrieren. Aus diesem Grund sind wir auf Verständnis, Solidarität und verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen.“

Beat Zaugg, Geschäftsführer der Emmentaler Wald & Holz GmbH wies als Waldbe-sitzervertreter auf die schwierige Situation hin, in der sich die hiesige Wald- und Holzwirtschaft befindet. Vom aktuellen Holzbauboom kann diese nicht profitieren, da sie gegenüber der ausländischen Konkurrenz deutliche Wettbewerbsnachteile hat. Wenn unsere Wälder weiterhin wie gewohnt nachhaltig genutzt werden sollen, müs-sen verteuernde Wettbewerbsnachteile abgebaut und auf nutzungseinschränkende Waldbewirtschaftungsvorgaben verzichtet werden. Die Waldbesitzer ihrerseits können mehr Wertschöpfung erzielen, wenn sie ihre Vermarktungsorganisationen konsequent berücksichtigen. Sämtliche Bauherren und Konsumenten sind aufgefordert, mit der Verwendung von ökologisch hochwertigem Schweizer Holz die einheimische Wald und Holzwirtschaft unterstützen.

Viele Besucher erwünscht

Der Vizepräsident der Berner Regierung, Regierungsrat Christoph Neuhaus, wünscht in seinem Grusswort, dass möglichst viele Besucherinnen und Besucher den Weg auf die Lüderenalp finden. So könne der Tourismus, ein weiteres wirtschaftliches Standbein des Kantons Bern, ebenfalls von diesem Weltrekord profitieren.

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