Freitag, 18. Juni 2021
17.11.2020 08:30
Coronavirus

Moderna-Impfstoff kommt von Lonza im Wallis

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Von: sda

Der Walliser Konzern Lonza setzt für die Herstellung des Corona-Impfstoffs auf eine neuartige Technologie. In Visp VS ist die Produktionslinie bereits im Aufbau.

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer Hersteller Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt: Wirksamkeit 94,5 Prozent laut dem Unternehmen. Der Pharmazulieferer Lonza im Wallis soll den Wirkstoff herstellen. Eine Produktionslinie in Visp ist im Aufbau, und mit der Herstellung will Lonza dort noch in diesem Jahr beginnen.

Auf neuartige Technologie gesetzt

Der Bund hat sich bereits im August 4,5 Millionen Impfdosen von Moderna gesichert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) geht davon aus, dass im ersten Halbjahr 2021 auch erste Impfungen in der Schweiz durchgeführt werden können.

Der Impfstoff von Moderna ist vergleichsweise lange bei normaler Kühlschranktemperatur lagerbar. Man gehe davon aus, dass das Mittel mRNA-1273 30 Tage lang bei Temperaturen von 2 bis 8 Grad stabil bleibe, heisst es in einer Moderna-Mitteilung vom Montag.

Das Unternehmen setzt bei dem mRNA-Impfstoff auf eine neuartige Technologie. Die mRNA ist eine Art Biomolekül, welche die Bauanleitung für Proteine in sich trägt. Die Bauanleitung informiert den menschlichen Körper, wie er ein Virus-Protein herstellen soll. Bildet sich das Protein, wird es vom Immunsystem als artfremdes Eiweiss erkannt. Das Immunsystem produziert Antikörper gegen das Virus und bereitet so den Körper auf den Kampf gegen die Infektion vor.

Lonza, das mit der Produktion des Moderna-Impfstoffes bereits Ende September an seinem Standort in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire begonnen hat, ist noch an einem weiteren Corona-Impfstoff beteiligt: für das US-Biopharmaunternehmen Altimmune wird das Unternehmen einen möglichen Impfstoffkandidaten herstellen. Dabei handelt es sich um den Adcovid, der einmalig über einen Nasenspray verabreicht wird. Altimmune hofft, den Impfstoff 2021 auf den Markt zu bringen zu können.

Bund setzt auf mehrere Hersteller

Mitte Oktober hatte die deutsche Biontech in Mainz zusammen mit dem US-Pharmariesen Pfizer ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff gegen das Sars-Cov2-Virus eingereicht, bereits Anfang Oktober hatte dies die britisch-schwedische Firma Astrazeneca gemacht.

Für einen Covid-19-Impfstoff setzt der Bund auf mehrere Hersteller. Eine «verbindliche Reservierung» für rund drei Millionen Impfdosen gebe es mit Biontech/Pfizer, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am vergangenen Mittwoch. Mitte Oktober hatte sich der Bund zudem bis zu 5,3 Millionen Dosen von Astrazeneca gesichert.

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2 Responses

  1. Als mehrfacher Risikopatient,( Diabetes Typ 2, Prostatakrebs 40 mal bestrahlt, Leberkrebs operiert, Bechterew, 82 Jahre alt), bin ich an einer baldigen Impfung interessiert. Mein Hausarzt praktiziert in Visp, Dr. Dufek.

  2. Es ist längst bekannt, dass verschiedene Antibiotika die Translation hemmen. Dies berücksichtigt werden mRNA-Impfstoffe bei Patienten, die ein Antibiotika aufnehmen, weniger oder gar nicht erfolgreich wirken.

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