Freitag, 23. April 2021
10.11.2020 14:40
Dänemark

Verwirrung um radikale Nerz-Tötung

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Von: sda

In Dänemark herrscht zunehmend Verwirrung um die von der Regierung veranlasste Massenkeulung aller Nerze im Land. Für die Tötung von gesunden Pelztieren ausserhalb bestimmter Risikozonen gibt es nämlich noch keine rechtliche Grundlage, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen eingestand.

«Wir haben einen Fehler begangen. Es gibt keine gesetzliche Befugnis, um Nerzzüchter ausserhalb der 7,8-Kilometer-Zonen zu bitten, ihre Nerze zu schlachten», sagte Jensen am Dienstag dem Sender TV2. Dies habe er bei der Bekanntgabe nicht gewusst, ändere aber nichts daran, dass durch die Nerzzucht in Dänemark in Corona-Zeiten ein Risiko bestehe. Die Züchter sollten mit Blick auf die Volksgesundheit damit weitermachen, die Tiere zu töten.

Tötung wegen Coronavirus-Mutation

Regierungschefin Mette Frederiksen hatte bei der Ankündigung der Massnahme am vergangenen Mittwoch davon gesprochen, dass alle Nerze in Dänemark getötet werden sollten, um so sicherzustellen, dass eine bei den Nerzen aufgetretene Coronavirus-Mutation eingedämmt werde.

In einer Mitteilung des Umwelt- und Lebensmittelministeriums hiess es: «Die Regierung hat auf Grundlage einer neuen Risikobewertung der Gesundheitsbehörden beschlossen, alle dänischen Nerzbestände zu schlachten.»

Bonus für tote Nerze

Den Pelztierzüchtern wurde eine Bonuszahlung in Aussicht gestellt, wenn sie ihre Tiere innerhalb weniger Tage töteten. In einem neuen Brief der Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen an die dänischen Nerzzüchter hiess es nun am Dienstag, man bedauere, dass aus einem vorherigen Schreiben vom Freitag nicht hervorgegangen sei, dass es sich um eine «Aufforderung» der schnellstmöglichen Tötung gesunder Bestände ausserhalb der 7,8-Kilometer-Zonen gehandelt habe.

Wie TV2 berichtete, deckt die Gesetzlage nur infizierte Nerzfarmen sowie Bestände in einem bestimmten Umkreis ab – besagte 7,8 Kilometer. Die Regierung will nun im Schnellverfahren die gesetzliche Grundlage schaffen, dass auch gesunde Nerze getötet werden dürfen.

Demo

Am Samstag, 14. November findet die «Demo für eine pelzfreie Schweiz 2020» in Zürich statt, organisiert von der Anti Fur Leaque und unterstützt von Campax.  Unter dem Motto «Kein Import von Tierquälerei» und mit  Corona-Schutzkonzept gehe man auf die Strasse,  um auf die Motion Aebischer aufmerksam zu machen und um ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten zu fordern.  Das Nerz-Massaker in Dänemark zeige das wahre Gesicht der Pelzindustrie und die Notwendigkeit eines Importverbotes von Echtpelz-Produkten.

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3 Responses

  1. Wenn das mutierte Nerz-Corona-Virus gleich gefährlich ist, wie das Covid-19-Virus, dann können sich die Dänen diese totalitäre Massnahme der Ausrottung der inländischen Nerze ersparen.
    Hoffen wir, dass bei den Dänen die Vernunft und der Sachverstand überhand nimmt, bevor der angerichtete Schaden nicht mehr rückgängig zu machen ist.
    Der Druck zur Ausrottung der Nerze wird wieder von den gleichen Kreisen, zu denen auch die Verantwortlichen für die „Demo für eine pelzfreie Schweiz“ gehören, kommen.

    1. Es wird immer wieder behauptet, dass die Nerze schlecht gehalten würden. Das ist unglaubhaft. Denn das Wohlbefinden der Tiere zeigt sich im Fell. Wenn die Tiere schlecht gehalten werden, dann zeigt sich das in einem hässlichen Fell. Wenn sie gut gehalten werden, in einem schönen Fell. Es ist also im Interesse der Nerzfarm-Betreiber, die Nerze gut zu halten.

  2. Ich finde es unmöglich,daß überhaupt so viele Nerze gezüchtet werden und dann einfach mal so alle getötet werden. Wann hört es endlich auf mit dieser ganzen Tierquälerei?

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