Das Jahr 2020 ging soeben zu Ende. Wir blicken auf die vergangenen 12 Monate zurück und zeigen Ihnen, was die Schweizer Landwirtschaft prägte. Wir starten mit den Monaten Januar bis Juni. -> Mit Bildstrecke
Januar: Sunibelle Dempsey Esprit siegt
Bei ihrer 24. Austragung findet die Swiss Expo zum ersten Mal in Genf statt. Die Holsteinkuh Sunibelle Dempsey Esprit, die im Stall von Markus von Känel in Sumiswald BE steht, wurde Suprême Championne bei den Milchrassen, die Swiss-Fleckvieh-Kuh Orlando Nikita gewann diesen Titel bei den kombinierten Rassen. 21’000 Besucher, davon ein Fünftel aus dem Ausland, bescherten der Ausstelllung eine sehr positive Bilanz.

Robert Alder
Februar: Rufer wird neuer Direktor
Die Landwirtschaftskammer des Schweizer Bauernverbandes (SBV) wählte den Solothurner Agronomen Martin Rufer zum neuen Direktor. Dieser tritt die Nachfolge von Nationalrat Jacques Bourgeois an. Wie Bourgeois politisiert Rufer für die FDP, er sitzt im Solothurner Kantonsrat. Rufer arbeitet seit 2002 für den SBV, ab 2008 leitete er das Departement Produktion, Märkte, Ökologie. Entsprechend ist Rufer sehr gut vernetzt.

Adrian Haldimann
März: Corona-Pandemie legt Leben still
Wegen der Coronapandemie riegelt der Bundesrat das Leben Mitte März fast vollständig ab. Nur Lebensmittelläden dürfen offen bleiben, ebenso Hofläden. Diese werden von Kunden geradezu überrannt, Hamsterkäufe sind verbreitet. Dagegen werden die Gemüsemärkte in den Städten verboten, was viele als stossende Ungleichbehandlung gegenüber den Grossverteilern empfinden, in deren Gemüseabteilungen es zu Gedränge kommt.

Olivier Ruprecht
April: Butterimporte stossen auf Kritik
Ende April beantragte die Branchenorganisation Milch (BOM) den Import von 1000 Tonnen Butter. Bei der Basisorganisation BIG-M und beim Schweizer Bauernverband stiess das auf Kritik. Später wurden die Importanträge mehrfach erhöht. Für grossen Unmut sorgte, dass unter der Marke «Die Butter» auch EU-Butter angeboten wurde. Die BOM beschloss im Herbst Massnahmen für mehr Schweizer Butter.

Adrian Haldimann
Mai: Alpen früher bestossen
Der Winter war mild und schneearm, der April warm: So war Ende Mai das Graswachstum im Sömmerungsgebiet weiter fortgeschritten als in anderen Jahren. Entsprechend wurden zahlreiche Alpen früher bestossen als in anderen Jahren. Im Herbst war die Bilanz des Alpsommers auf den meisten Alpen sehr positiv: Es gab viel Gras, viel Milch und ausgezeichneten Alpkäse. Für Probleme sorgten aber erneut die Grossraubtiere.

Samuel Krähenbühl
Juni: Marge bei Labeln in Kritik
Beim Bodenhaltungsei schlägt der Handel 10 Rp. auf den Einkaufspreis. Beim Bioei sind es 28 Rp. Diese Praxis kritisiert der Schweizer Tierschutz (STS) im Mai in einer Studie. Im Dezember stellte er auch fest, dass Labelprämie und Tierwohlbeiträge des Bundes bei den IP-Suisse-Rindvieh und -Schweinen nicht kostendeckend sind. IP-Suisse fordert höhere Direktzahlungen, der Schweizer Bauernverband höhere Labelprämien.

Agroscope






Direktzahlungen gefordert haben. Danke für Ihre fundierten Aussagen ohne uns zu fragen.
Hoffentlich entsprechen im 2021 die journalistischen Aussagen vermehrt der Realität!
Fritz Rothen