
Die Lebensmittelproduktion in der Schweiz soll vermehrt auf pflanzliche Kost ausgerichtet werden, zugunsten einer höheren Selbstversorgung und sauberem Trinkwasser. Das verlangt die Ernährungsinitiative.
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Die Kommission teilt die Einschätzung des Nationalrates und empfiehlt die Initiative mit 11 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung ebenfalls zur Ablehnung. Zwar wurden innerhalb der Kommission gewisse Sympathien für die Ziele der Initiative geäussert. Gerade angesichts der heutigen geopolitischen Gegebenheiten seien die Ernährungssicherheit und eine möglichst grosse Ernährungsautonomie ein wichtiges Thema.
Dennoch überwogen letztlich die Zweifel an der praktischen Umsetzbarkeit. Insbesondere die Forderung eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70 Prozent in Kombination mit der kurzen geforderten Frist erachtet die Kommission als unrealistisch. Zudem habe der Bund die Ziele der Initiative bereits weitgehend in die Arbeiten zur Agrarpolitik ab 2030+ integriert. Diesen Weg zieht die Kommission vor. Der Ständerat wird sich in der Frühjahrssession mit der Volksinitiative befassen.
Der Nationalrat lehnte die Ernährungsinitiative in der Wintersession 2025 deutlich ab. Keine einzige Fraktion befürwortete das Begehren, das in den Worten vieler Ratsmitglieder diktiert, was auf den Teller kommt. Auch eine alternative, weniger weit gehende Verfassungsbestimmung wollte der Nationalrat nicht. SP, Grüne und GLP hätten einen Gegenvorschlag gewollt, unterlagen aber mit 73 gegen 121 Stimmen. Dieser beschränkte sich auf die Erhaltung der Ökosysteme und der Biodiversität sowie den Schutz von Gewässern, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität.
-> Nationalrat gegen Ernährungsinitiative und Gegenvorschlag
Die Initiative verlangt einen Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln von mindestens 70 Prozent. Heute liegt dieser Wert laut dem Bundesrat bei 46 Prozent. Das Ziel soll nach Annahme in zehn Jahren erreicht werden. Weiter verlangt das Begehren die Sicherung der Grundwasserressourcen sowie die Förderung einer nachhaltigen Land- und Ernährungswirtschaft. Hinter der Initiative steht unter anderem Franziska Herren vom Verein «Sauberes Wasser für alle». Herren war bereits treibende Kraft hinter der im Juni 2021 an der Urne abgelehnten Trinkwasserinitiative.