Absolventinnen zwischen Melkstuhl und neuen Perspektiven

Mit einem Fest ging am Inforama Berner Oberland in Hondrich der bäuerlich-hauswirtschaftliche Vollzeitkurs 2026 zu Ende. Gemeinsam mit ihren Familien, Freunden, Lehrpersonen und Gästen feierten die Absolventinnen den Abschluss einer intensiven Ausbildungszeit.

pd/ome |

Wie das Inforama mitteilt, brachten die jungen Frauen brachten bereits vielfältige berufliche Hintergründe nach Hondrich mit – von Gesundheit und Administration über Verkauf und Handwerk bis hin zur Sozialarbeit. Während sechs Monaten vertieften sie ihr Wissen in den Bereichen Hauswirtschaft und Betriebsführung und erweiterten zugleich ihre praktischen Fähigkeiten in den Bereichen Ernährung, Gartenbau, Produktverarbeitung sowie in den Themen Familie, Gesellschaft und textiles Gestalten.

«Wichtige Fachkräfte»

Die Ausbildung habe eindrücklich gezeigt, dass das Wissen rund um Haushalt, Landwirtschaft und Betriebsführung keineswegs veraltet ist – im Gegenteil. Kompetenzen zwischen Herd, Garten und Melkstuhl seien heute gefragter denn je. «Wenn ihr diese Qualitäten nun raustragt auf die Betriebe und in eure Arbeitswelten, bin ich überzeugt, dass dort, wo ihr seid, viel Gutes wachsen kann», würdigt die Schulleiterin Zita Thoma die erfolgreichen Absolventinnen.

Gut ausgebildete Frauen übernehmen auf Landwirtschaftsbetrieben Verantwortung, organisieren Abläufe, wirken an betrieblichen Entscheidungen mit und verbinden Familie, Betrieb und Gesellschaft. «Sie sind wichtige Fachkräfte – und oft der Motor hinter funktionierenden Bauernfamilien», schreibt das Inforama .

Absolventinnen: 

Bruni Svenja, Noflen BE Burgener Marianne, Niederried b. Interlaken Burren Joëlle, Dieterswil Dummermuth Michelle, Konolfingen Forster Tatjana, Allmendingen Frick Marlen, Urnäsch Grünenfelder Claudia, Oberschan Misic Livia, Oberschrot Müller Sophie Barbara, Aeschi SO Mürner Tatjana, Zweisimmen Richle Lorena, Thun Salvisberg Andrea Christa, Wohlen b. Bern Schweizer Claudia, Aeschlen ob Gunten Thalmann Marina, Heimisbach Willi Marion, Frutigen Wittwer Sarah, Röthenbach im Emmental

Grundlage für Berufsprüfung

Eva Schäfer vom Schulrat Inforama nahm in ihrem Grusswort Bezug auf das UNO-Jahr 2026, das den Frauen in der Landwirtschaft gewidmet ist (-> 2026 ist das Jahr der Landwirtinnen). Sie erinnerte daran, wie bedeutend die Arbeit von Bäuerinnen weltweit und auch in der Schweiz sei – und dass ihre Leistungen oft noch zu wenig sichtbar würden. «Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben übernehmen vielfältige Rollen – als Mitunternehmerinnen, Organisatorinnen, Familienmanagerinnen und Vermittlerinnen zwischen Generationen», betonte Schäfer.

Mit dem erfolgreichen Abschluss dieses Kurses haben die Absolventinnen eine wichtige Grundlage für die Berufsprüfung «Bäuerin mit Fachausweis» geschaffen. Gleichzeitig eröffnen sich ihnen vielfältige berufliche Perspektiven – sowohl auf Landwirtschaftsbetrieben als auch in hauswirtschaftlichen, sozialen oder gastronomischen Berufsfeldern.

-> Der nächste Informationsabend für die Lehrgänge der Höheren Berufsbildung Hauswirtschaft findet am Dienstag, 18. August 19.00 Uhr online statt.

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