
Diese Produkte werden weiterhin unter der Marke Outlawz Food vertrieben.
Outlawz Food
Der Markt für Fleischersatzprodukte ist nicht unendlich. Während der Umsatz mit Fleischersatzprodukten 2022 noch bei 88 Millionen Franken lag, sank er zuletzt leicht auf rund 84 Millionen Franken. Für das Berner Jungunternehmen Outlawz Food hatte das gravierende Folgen. Es wurde Mitte Juni liquidiert.
Umsatzverlust im Detailhandel
«In der Tat wächst der Markt für Fleischersatzprodukte nicht so, wie wir dies noch vor ein paar Monaten erwartet haben. Und die Konkurrenz ist gross. Als kleines Berner Unternehmen können wir im Preiskampf nicht mithalten», sagte Outlawz-Gründer Kevin Schmid Anfang Juni zum Onlineportal hauptstadt.be.
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In Schwierigkeiten brachte das Unternehmen der Verlust von Verkaufsflächen im Detailhandel. Bei Coop musste Outlawz Regalplätze räumen. Und die Zusammenarbeit mit Lidl wurde beendet. Das führte zu massiven Umsatzeinbussen. In der Gastronomie konnte das Jungunternehmen, dessen Produkte auch an den Spielen der Berner Young Boys erhältlich sind, wachsen, wie Schmid dem Onlineportal sagte.
Einige Produkte dürften übernommen werden
«Leider haben uns die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit in eine akute wirtschaftliche Notlage gebracht», stand im Schreiben an die Aktionäre, das hauptstadt.be vorliegt. Am 12. Juni haben die Aktionäre der Liquidation zugestimmt.
Doch für die Marke und die Produktion gibt es eine Zukunft – dank der Fenaco. Frigemo übernimmt die Herstellung von Produkten der Outlawz Food AG. Diese Produkte werden weiterhin unter der Marke Outlawz Food vertrieben, schreibt die Fenaco-Tochter. «Das Geschäftsmodell von Outlawz Food lässt sich aufgrund der stockenden Nachfrage im Detailhandel nach Fleischersatzprodukten nicht wie geplant skalieren», heisst es weiter.
Doch in der Gastronomie sieht die Fenaco Chancen. Die Nachfrage sei nach wie vor gut, heisst es. Nicht nachgefragte Produkte werden aber eingestellt. Frigemo wird die von der Liquidation betroffenen Mitarbeitenden weiterbeschäftigen.
Produktionshub «Sproudz» der Fenaco
Outlawz Food hatte bereits eine Verbindung zur Fenaco. Der Agrarkonzern betreibt den Produktionshub «Sproudz» in Zollikofen (BE). Dort produzierte auch Outlawz Food seine Produkte.
-> Fenaco will mit «Sproudz» Schweizer Rohstoffe fördern
Das Ziel hinter «Sproudz»: Die Fenaco will den Absatz von Lebensmittelrohstoffen aus der Schweizer Landwirtschaft fördern sowie das Potenzial für die Veredelung von Nebenprodukten ihrer eigenen Verarbeitungsbetriebe besser nutzen. Start-ups sollen dank «Sproudz» die Möglichkeit haben, ihre Geschäftsmodelle effizient zu erweitern. Das hat bei Outlawz Food nicht geklappt. Nun übernimmt die Fenaco selbst die Produktion.