Der Schweizer Ableger des US-amerikanischen Fast-Food-Unternehmen setzt bei den Lebensmitteln auf Schweizer Herkunft. So auch beim Raps. McDonald’s kaufte 2016 gut 5'480 Tonnen Holl-Raps von rund 2400 Schweizer Produzenten. Ab kommenden Jahr wird auch Zweifel auf Schweizer Holl-Raps setzen.
Vor 40 Jahren eröffnete McDonald’s in Genf seine erste Filiale. Mittlerweile betreibt das Unternehmen in der Schweiz 165 Restaurants. Die US-Kette setzt bei den Lebensmitteln oft auf einheimische Rohstoffe.
Gemäss McDonald’s stammen 80 Prozent der Zutaten von Schweizer Bauern. Darunter fallen Fleisch, Kartoffeln, Salat, Milchprodukte und teilweise auch die Früchte. Auch Schweizer Rapsöl wird beim Fast-Food-Unternehmen eingesetzt. Im vergangenen Jahr kaufte McDonald’s 5'480 Tonnen Raps von 2'400 hiesigen Bauern. «Wir haben im Vergleich 2015 rund 9 Prozent mehr Raps aus der Schweizer Landwirtschaft bezogen», lässt sich Rainer Rufer, Head of Supply Chain von McDonald’s Schweiz, in einem Communiqué zitieren.
Verarbeitet wird das Rapsöl vom Basler Unternehmen Florin. Rapsöl gilt unter anderem aufgrund seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren als besonders bekömmlich. Die von McDonald’s verwendete Holl-Rapssorte wurde eigens dazu gezüchtet, um ein hitzestabiles Öl generieren. Dieses eignet sich zum Braten und Frittieren. Dazu braucht das Öl ein entsprechendes Fettsäurenprofil. In der Schweiz wird die Holl-Rapssorte seit 2003 gezüchtet, schreiben die Rapsproduzenten auf ihrer Website. Holl steht für High Oleic Low Linolenic.
In der Schweiz wurden vergangenes Jahr rund 72'000 Tonnen Raps geerntet. Davon waren ungefähr 20'000 Tonnen Holl-Raps. McDonald’s nimmt also rund ein Viertel der Ernte ab. Da auch Zweifel für seine Chips künftig Schweizer Holl-Rapsöl statt Sonnenblumenöl einsetzen wird, wird die Fläche an Raps im kommenden Jahr ausgedehnt.
Nachdem der Holl-Rapsanbau in den letzten beiden Jahren nach Überschüssen aus der Ernte 2014 zurückgefahren werden musste, kann die Anbaumenge per Ernte 2018 auf 28'000 Tonnen ausgedehnt werden. Zweifel generiert einen Mehrabsatz von 8'000 Tonnen Holl-Rapssaat.