Nun startet die Schweizer Spargelsaison

Dank dem schönen Frühlingswetter konnten die ersten Schweizer Spargeln geerntet werden. Wer zu Ostern Schweizer Spargeln geniessen möchte, wird vorerst in den Hofläden oder auf dem Gemüsemarkt fündig. Nach Ostern ist mit grösseren Erntemengen zu rechnen.

pd/clu |

Bereits Ende März wurden auf Spargelfeldern in Rafz und Eglisau im Zürcher Unterland die ersten Spargeln geerntet, wie der Spargelhof-Betreiber Jucker Farm kürzlich mitteilte. Nun geht der Verkauf auch in ersten Hofläden und Gemüsemärkten los.

«In einigen Regionen der Schweiz konnten erste kleine Mengen an Bleich- und Grünspargeln geerntet werden. Diese sind momentan in wenigen Hofläden erhältlich», schreibt der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) in einer aktuellen Medienmitteilung.

Grössere Mengen nach Ostern

Das Wachstum der Spargeln ist stark temperaturabhängig, erklärt der Verband weiter. Er präzisiert: «Solange die Temperaturen unter 8 °C liegen, treiben die Sprossen nicht aus. Ab etwa 10 °C setzt das Wachstum langsam ein. Ab 13 °C wachsen die Spargeln täglich 2–3 cm, bei 17 °C sogar bis zu 5 cm pro Tag.»

Laut dem VSGP nehmen die Erntemengen nun stetig zu, sodass nach Ostern auch in den Grossverteilern grössere Mengen Schweizer Spargeln gekauft werden können. Eine Vollernte und gute Marktversorgung in der ganzen Schweiz werden von den Spargelproduzenten ab dem 22. April erwartet.

Spargelzahlen im Überblick

Im Jahr 2024 wurden in der Schweiz insgesamt 856 Tonnen Spargeln geerntet. Das sind fast 130 Tonnen mehr als im Jahr 2023. Die Erntemengen 2024 teilen sich auf in 501 Tonnen Bleich- und 355 Tonnen Grünspargeln. Bei einem Gesamtvolumen (inkl. Import) von 10’155 Tonnen beträgt die Inlandproduktion nur 8,4 %. Im Jahr 2024 wurden 446 Hektaren bewirtschaftet. Die Flächen haben in den letzten zehn Jahren um ca. 70 Hektaren zugenommen. Die Zunahme ist insbesondere bei der Grünspargelfläche erkennbar. – SZG

In der Schweiz werden Spargeln von ungefähr 180 Gemüseproduzenten angebaut. Die meisten befinden sich in der Ostschweiz, gefolgt vom Mittelland und der Westschweiz, heisst es auf der Website der Gemüseproduzenten. In der Schweiz werden auf rund 240 ha Grün- und auf 180 ha Bleichspargeln angebaut.

Seit 5000 Jahren

Bei den Bleich- und Grünspargeln handelt es sich um dieselbe Pflanze. Während Grünspargeln über der Erdoberfläche wachsen und von der Sonne grün werden, wachsen die Bleichspargeln in einem Erdwall und bleiben daher weiss. Die Ernte ist insbesondere bei Bleichspargeln, die unterirdisch geerntet werden müssen, nicht einfach und erfordert grosses Geschick.

Spargeln werden seit 5000 Jahren kultiviert. In der Antike sollen Spargeln als Aphrodisiakum eingesetzt worden sein und im Mittelalter galt Spargel als Arznei und wurde zum Beispiel gegen Husten und Geschwüre gegessen. Aufgrund des beschränkten Angebots, des hohen Preises und des feinen Geschmacks gilt die Spargel als Königin der Gemüse.

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