
Markus Kretz ist Präsident des Luzerner Bäuerinnen und Bauernverband. Nun will er Präsident von Suisseporcs werden.
Elsbeth Schär
Eine Findungskommission unter Führung von Suisseporcs-Vizepräsident Martin Wenger, bestehend aus je zwei Vertretern der drei Sektionen und einem Vertreter der Romandie, hat in den vergangenen Monaten nach Nachfolgern gesucht. Nun kann sie einen Kandidaten präsentieren.
«Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit seinem persönlichen Umfeld sowie mit Suisseporcs hat sich Markus Kretz entschieden, sich für dieses anspruchsvolle und wichtige Amt zur Verfügung zu stellen», heisst es in einer Mitteilung von Mittwoch.
Gut vernetzt
Der 50-Jährige ist in den landwirtschaftlichen Verbänden gut vernetzt. Seit 2020 präsidiert er den Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV). Dieses Amt legt er im Frühling 2028 ab. Zudem ist Kretz im Vorstand des Schweizer Bauernverbands. Neben seinen Mandaten sei der Luzerner stark in der Praxis verwurzelt, heisst es weiter.
Der Vater von drei Kindern ist Teilhaber der Betriebsgemeinschaft Muff/Kretz/Rosenberg in Schongau LU. Sie konzentriert sich auf die Schweinehaltung mit Kernzucht, Milchwirtschaft und Ackerbau. Kretz ist zudem Mitinhaber der Agrifokus AG, die im Bereich Beratung und im Futtermittelgeschäft tätig ist.
Weitere Kandidaten möglich
Ob Kretz Präsident wird, entscheiden die Delegierten. Gemäss den Statuten bleibt das Wahlverfahren bis zum Tag der Delegiertenversammlung (DV) offen, sodass weitere Kandidaturen eingereicht werden können. Die Versammlung findet im Mai 2027 statt.
Über Suisseporcs
Suisseporcs vertritt die Interessen der Schweinehaltenden in der Schweiz. Das Ziel des Verbands sind faire Marktbedingungen, zukunftsorientierte Rahmenbedingungen sowie eine nachhaltige Schweinehaltung, die Mensch, Tier und Umwelt gerecht wird.
Sollte Kretz gewählt werden, werden ihm die Vizepräsidenten von Suisseporcs sowie des Luzerner Bauernverbands bis zum Frühling 2028 unterstützend und entlastend zur Seite stehen.
Bernhard will Jüngeren Platz machen
Die Wahl ist vonnöten, weil der derzeitige Präsident Andreas Bernhard im Dezember 2025 seinen Rücktritt auf die DV angekündigt hat. Bernhard begründete seinen Rücktritt auch mit seinem Alter. 2027 erreicht er das 65. Lebensjahr. Der Berner will das Amt an jüngere Hände übergeben.
-> Suisseporcs: Präsident kündigt Rücktritt an

Andreas Bernhard ist Präsident von Suisseporcs. 2027 wird er von seinem Amt zurücktreten.
Zoë Egger
Zudem will Bernhard seinen Sohn mit seiner Familie, die den Landwirtschaftsbetrieb im Jahr 2023 übernommen hat, mit einem höheren Pensum als bisher unterstützen. Der Abferkel- und Mastbetrieb umfasst 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, auf der nebst Getreide auch Gemüse wie Kabis angebaut wird.
Bernhard führte mehrere Jahre eine Landi. Und er engagierte sich bei der Fenaco. Von 2016 bis 2022 war er Regionalpräsident der Fenaco Mittelland sowie von 2010 bis 2022 Mitglied des Verwaltungsrates der Fenaco. Andreas Bernhard trat im Mai 2023 die Nachfolge von Meinrad Pfister an. Letzterer präsidierte während neun Jahren den Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband.