
Lidl Schweiz will mit der Preisesenkung mithelfen, den Schweinemarkt zu entlasten.
Lidl
Der Schweinemarkt droht wieder aus den Fugen zu geraten. Nach der Produktionsausdehnung mit Übermengen in den Jahren 2022 und 2023 hat sich der Schweinemarkt in den Jahren 2024 und 2025 erholt.
Massiv mehr Tiere geschlachtet
«Der Inlandanteil am verkauften Schweinefleisch betrug weniger als 93%, dadurch konnten die Schweinehaltenden kostendeckende Preise erzielen», teilte Proviande, die Branchenorganisation der Fleischwirtschaft, kürzlich in einem Communiqué mit.
Die angestrebte Zielmenge von 44'000 Schlachtschweinen pro Woche werde zunehmend überschritten. «Das führt zu einer Überproduktion und entsprechend zu Verwerfungen auf dem Schweinemarkt», hielt Proviande fest.
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Die Angebote sind gross, dies bei normaler Nachfrage, hiess es vergangene Woche im Marktbericht von Suisseporcs. Die Schlachtungen lagen in den letzten Wochen durchschnittlich bei über 52’000 Tieren pro Woche. Der Schlachtpreis beträgt 3.30 Fr./kg Schlachtgewicht (SG). Von diesem werden 20 Rappen pro Kilo SG als Marktentlastungsmassnahme abgezogen. Zum Vergleich: Im Dezember lag der Preis noch bei 4.00 Fr./kg SG.
Bis zu 17 Prozent günstiger
Die grossen Mengen an Schweinefleisch brauchen nun auch Käufer. Um den Absatz anzukurbeln, hat Lidl Schweiz sofortige Preissenkungen im Schweinefleisch-Sortiment kommuniziert. Bei 26 Artikeln werden die Preise um bis zu 17 Prozent reduziert. «Noch bevor Lidl von günstigeren Rohstoffpreisen profitiert», schreibt der Discounter in der Mitteilung.
So sinkt beispielsweise der Preis bei den Koteletts um 50 Rappen auf 8.49 Fr. pro 500 Gramm. Das Kilo Schweinefilet gibt es neu für 29.90 Fr., das ist eine Reduktion von 3 Franken. Und das Fünferpack Cervelat (5×100 g) kostet neu 3.79 Fr., das ist eine Reduktion von 20 Rappen.
«Mit diesen Preissenkungen leisten wir einen Beitrag zur Entlastung des Marktes», sagt Lidl-Schweiz-Chef Nicholas Pennanen. 95 Prozent des Schweinefleisch-Sortiments stammt aus der Schweiz.