
Das Erdmandelgras erkennt man an der meist hell-grünen Farbe und den glänzenden, unbehaarten Blättern.
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Während alle Kulturpflanzen diesen Sommer unter der Hitze und der Trockenheit litten, schien der Wassermangel dem Erdmandelgras nichts auszumachen. Die kürzer werdenden Tage regen es dazu an, neue Erdmandeln zu bilden. Mit Erdbehang an Maschinen werden sie immer weiter verschleppt. Laut dem Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen breitet sich das Erdmandelgras vor allem im Rheintal weiter aus.
Harte Blätter
Die harten, braunen Mandeln des Erdmandelgrases sehen Erdkrumen ähnlich. Sie treiben mehrfach aus und überleben mehrere Jahre. Die Knöllchen sind sehr klein (2 bis 15mm) und werden leicht über Maschinen verschleppt. Warme Witterung, Bewässerung und nährstoffreiche Böden beschleunigen Wachstum und Mandelgrösse. Die Bildung neuer Knöllchen beginnt ab Juni. Das Erdmandelgras unterscheidet sich deutlich von anderen Gräsern und kennzeichnet sich durch einen dreikantigen Stängel, eine V-förmige Blattmittelrinne und durch die hellgrüne Farbe. Die Blätter sind hart und schwer benetzbar. sum
Pascal Fröhlich vom Strickhof beobachtet ebenfalls die rasante Ausbreitung der Problempflanze: «Vor rund 15 Jahren waren etwa 10 bis 15 befallene Parzellen mit einer Gesamtfläche von rund 2 Hektaren bekannt. Heute sind rund 45 befallene Parzellen gemeldet.» Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Flächen könnte weitere 20 Parzellen umfassen, schätzt er.
Ausbreitung verhindern
Ob die Melde- und Bekämpfungspflicht, die seit Anfang Jahr gilt, dabei helfen wird, die Ausbreitung zu verhindern, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Davon geht Alexandra Schröder von der Nationalen Koordination Erdmandelgras aus. «Jetzt ist es noch zu früh, um Bilanz zu ziehen», meint sie.
«Der Erfolg hängt auch davon ab, wie viele personelle und finanzielle Ressourcen zur Umsetzung der Melde- und Bekämpfungspflicht in den Kantonen zur Verfügung stehen.»
«Der Erfolg hängt auch davon ab, wie viele personelle und finanzielle Ressourcen zur Umsetzung der Melde- und Bekämpfungspflicht in den Kantonen zur Verfügung stehen.» Am effizientesten sei es immer noch, wenn alle Landwirte mithelfen würden, das Erdmandelgras zu bekämpfen und die Verschleppung zu verhindern.
Die Melde- und Bekämpfungspflicht sicherlich von Vorteil
Simon Häfeli, Geschäftsführer von Rübenumschlag Mittelland, einer Organisation, die Rüben von rund 1900 Hektaren für den Transport in die Zuckerfabriken verlädt, weist auf die Tücken des Ungrases hin, das seine Mandeln verborgen im Boden bildet. «Die Melde- und Bekämpfungspflicht ist sicherlich von Vorteil», meint er, es gebe aber auch Produzenten, denen sei der Befall ihrer Parzellen nicht bewusst. «Für Sanierungsmassnahmen sollten die Landwirte finanziell unterstützt werden, da dies ein relativ kostspieliges Unterfangen ist», schlägt er vor.
Ein Vorschlag, den Simon Hasler vom Bundesamt für Landwirtschaft ablehnt: «Der Bund gibt keine finanzielle Unterstützung zur Bekämpfung von Erdmandelgras, weil es nicht als besonders gefährlicher Schadorganismus festgelegt ist.» Immerhin: Agroscope testet derzeit 20 Herbizidkombinationen auf ihre Wirkung.
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