Neues Jahrbuch «Wald und Holz»: Lichtblicke und Risiken

Der Schweizer Wald steht 2024 zwischen Entspannung und Alarmzeichen. Es gibt zwar weniger Borkenkäferholz und Waldbrände, aber weiterhin zu hohe Stickstoffeinträge und wirtschaftlich angeschlagene Forstbetriebe. Nachzulesen im neu erschienenen Jahrbuch Wald und Holz 2025

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Das «Jahrbuch Wald und Holz 2025» des Bundesamts für Umwelt zeigt, dass sich die Lage des Schweizer Waldes im Jahr 2024 leicht stabilisiert hat. Von einer Entwarnung könne jedoch keine Rede sein, heisst es darin.

Die Kronenverlichtung liegt wieder etwa auf dem Niveau von vor den Hitze- und Trockensommern, und auch die Waldbrände bewegten sich mit 46 Ereignissen auf 42 Hektar unter dem Durchschnitt seit 1980. Positiv sei zudem, dass die vom Buchdrucker befallenen Fichtenmengen erneut abgenommen haben.

Wald bleibt verletzlich

Gleichzeitig machen Quarantäneschädlinge wie der Asiatische Laubholzbockkäfer deutlich, wie verletzlich der Wald ist. Im Jahr 2024 wurde in Marly FR ein neuer Befall entdeckt, der sich Anfang 2025 bis nach Pierrafortscha ausweitete und auf eine frühere Population zurückgeht.

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Der Kanton musste erneut Bäume fällen und spezialisierte Teams einsetzen. Die Schweiz bleibt zwar offiziell frei von der besonders heiklen Pilzkrankheit Phytophthora ramorum, doch die Zahl der befallenen Pflanzen in Baumschulen erreichte 2024 einen Rekord.

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Schleichenden Belastungen sind gravierend

Auf 87 Prozent der Waldfläche werden die kritischen Eintragsraten für Stickstoff überschritten. Dies hat zur Folge, dass die Böden versauern, Nährstoffe ausgewaschen werden und nährstoffliebende Arten wie Brombeeren und Brennnesseln gefördert werden.

Parallel dazu sinkt der Holzzuwachs, während die Mortalität und die Zwangsnutzungen zunehmen, besonders im Jura und im Mittelland, wo Trockenperioden und deren Folgen den Waldumbau beschleunigen.

Forstbetriebe unter ökonomischem Druck

Die Holzernte ging 2024 zum zweiten Mal in Folge zurück, auf 4,8 Millionen Kubikmeter. Die Schweizer Holzpreise entwickelten sich träger als in den Nachbarländern, viele Betriebe schreiben trotz Bundesbeiträgen rote Zahlen. Zwar bleibe der Wald insgesamt eine Netto-CO2-Senke, doch die Senkenleistung von Holzprodukten aus einheimischem Holz hat abgenommen.

Das Jahrbuch zeichnet somit ein ambivalentes Bild. Einerseits erholt sich der Wald punktuell, andererseits verlangen Klimawandel, Schadstoffe und Wirtschaftslage rasche Anpassungen in Bewirtschaftung und Politik.

-> Hier können Sie das «Jahrbuch Wald und Holz 2025» kostenlos herunterladen.

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