In mehreren Schweizer Städten haben Klimaaktivistinnen und -aktivisten am Freitag mit Sitzstreiks für ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz demonstriert. In Bern musste die Polizei intervenieren, weil mehr als die bewilligten 15 Personen anwesend waren.
Die Aktion auf dem Waisenhausplatz in der Berner Altstadt war von den Behörden zugelassen worden – aber nur für maximal 15 Personen. So viele Menschen dürfen sich derzeit in der Schweiz im Freien treffen.
100 Aktivisten
Die Polizei forderte die Aktivistinnen und Aktivisten deshalb bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung auf, den Versammlungsort zu verlassen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Viele der 200 bis 300 Demonstrierenden hätten sich dann in kleinere Gruppen auf dem Waisenhausplatz aufgeteilt.
Trotzdem führte die Polizei Personenkontrollen durch und nahm die Personalien der Demonstrierenden auf. Dies stiess nicht bei allen Anwesenden auf Verständnis: Sie hielten ja die Abstände ein und trügen Masken, kritisierte eine Aktivistin.
Aktionen in 20 Städten
Auch in St. Gallen versammelten sich weit mehr als die vom Bund erlaubten 15 Personen: Nach Angaben eines Keystone-SDA-Reporters vor Ort kamen in der Marktgasse in der Innenstadt rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten zusammen.
Aus Rücksicht auf die Corona-Vorschriften verzichteten die Organisatoren jedoch auf einen grossen Demonstrationszug, die Protestierenden bildeten stattdessen dezentrale Sitzstreiks. Ähnliche Aktionen waren in rund zwanzig Schweizer Städten geplant. Einige sollten bereits am Morgen beginnen, andere waren für den Nachmittag angesetzt.
Netto null bis 2030
Die Klimastreikbewegung strebt an, dass die Schweiz bis 2030 klimaneutral wird, also netto null CO2-Emissionen produziert. In der neuen Klimastrategie des Bundesrats hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, die Schweiz bis 2050 in die Klimaneutralität zu führen. Das ist den Aktivisten zu wenig ambitiös.
Die Protestierenden fordern stattdessen einen «grundlegenden Wandel» hin zu einer «ökologischen und sozialen Gesellschaft». Anfang Jahr hatte die Klimastreikbewegung deshalb einen 377-seitigen Aktionsplan vorgestellt, der aufzeigen soll, wie das Ziel von null Treibhausgasemissionen bis 2030 zu erreichen ist.
-> Dieser Aktionsplan enthält auch Massnahmen zur Landwirtschaft.
In der Schweiz sind laut der Internetseite der Klimastreik-Bewegung Sitzstreiks oder andere Aktionen in rund zwanzig Städten oder grösseren Ortschaften geplant. Einige sollten bereits am Morgen beginnen, andere waren für den Nachmittag angesetzt.



Ich bin sprachlos. (beinahe)
"Ihre Computermodelle, die sie mit Daten über all diese Einflüsse gefüttert hätten, deuteten auf den dominierenden Einfluss von CO2: Mehr als zwei Drittel der Ergrünung sei auf das Gas zurückzuführen." (die Forscher um Zaichun Zhu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften) https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-macht-die-welt-gruener-a-1089850.html
(Idso, C.D. and Idso, S.B. 2011. The Many Benefits of Atmospheric CO2 Enrichment. Pueblo West, CO: Vales Lake Publishing)
William Happer, „Data or Dogma? Promoting Open Inquiry in the Debate Over the Magnitude of Human Impact on Earth’s Climate“, Hearing of the U.S. Senate Subcommittee, 8.12.2015.