Klimajugend demonstriert– Polizei interveniert

sda |

In mehreren Schweizer Städten haben Klimaaktivistinnen und -aktivisten am Freitag mit Sitzstreiks für ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz demonstriert. In Bern musste die Polizei intervenieren, weil mehr als die bewilligten 15 Personen anwesend waren.

Die Aktion auf dem Waisenhausplatz in der Berner Altstadt war von den Behörden zugelassen worden – aber nur für maximal 15 Personen. So viele Menschen dürfen sich derzeit in der Schweiz im Freien treffen.

100 Aktivisten

Die Polizei forderte die Aktivistinnen und Aktivisten deshalb bereits kurz nach Beginn der Veranstaltung auf, den Versammlungsort zu verlassen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Viele der 200 bis 300 Demonstrierenden hätten sich dann in kleinere Gruppen auf dem Waisenhausplatz aufgeteilt.

Trotzdem führte die Polizei Personenkontrollen durch und nahm die Personalien der Demonstrierenden auf. Dies stiess nicht bei allen Anwesenden auf Verständnis: Sie hielten ja die Abstände ein und trügen Masken, kritisierte eine Aktivistin.

https://twitter.com/edi_schwarz/status/1372872636464836617

Aktionen in 20 Städten

Auch in St. Gallen versammelten sich weit mehr als die vom Bund erlaubten 15 Personen: Nach Angaben eines Keystone-SDA-Reporters vor Ort kamen in der Marktgasse in der Innenstadt rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten zusammen.

Aus Rücksicht auf die Corona-Vorschriften verzichteten die Organisatoren jedoch auf einen grossen Demonstrationszug, die Protestierenden bildeten stattdessen dezentrale Sitzstreiks. Ähnliche Aktionen waren in rund zwanzig Schweizer Städten geplant. Einige sollten bereits am Morgen beginnen, andere waren für den Nachmittag angesetzt.

Netto null bis 2030

Die Klimastreikbewegung strebt an, dass die Schweiz bis 2030 klimaneutral wird, also netto null CO2-Emissionen produziert. In der neuen Klimastrategie des Bundesrats hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, die Schweiz bis 2050 in die Klimaneutralität zu führen. Das ist den Aktivisten zu wenig ambitiös.

Die Protestierenden fordern stattdessen einen «grundlegenden Wandel» hin zu einer «ökologischen und sozialen Gesellschaft». Anfang Jahr hatte die Klimastreikbewegung deshalb einen 377-seitigen Aktionsplan vorgestellt, der aufzeigen soll, wie das Ziel von null Treibhausgasemissionen bis 2030 zu erreichen ist.

-> Dieser Aktionsplan enthält auch Massnahmen zur Landwirtschaft.

In der Schweiz sind laut der Internetseite der Klimastreik-Bewegung Sitzstreiks oder andere Aktionen in rund zwanzig Städten oder grösseren Ortschaften geplant. Einige sollten bereits am Morgen beginnen, andere waren für den Nachmittag angesetzt.

Kommentare (19)

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  • Gusti | 21.03.2021
    Lieber Beat. Geh doch bitte zu deiner Frau und hol dir eine dicke Umarmung. Vieleicht hilft das...
    Ich bin sprachlos. (beinahe)
  • Gusti | 20.03.2021
    Ich finde, man sollte immer anhören was unsere Kinder sagen wollen und ihre Bedürfnisse in unsere Entscheidungen miteinbeziehen. Die Jugend ist die Zukunft und unsere Kinder sind nicht Dumm. Vielleicht ein wenig unerfahren, aber umso enthusiastischer und offen für neue Wege.
    • Beat Furrer | 20.03.2021
      Die Jungen wurden durch falsche Vorbilder (Greta, linke Lehrer und Medien) fehlgeleitet. Sollen wir, die noch vernünftig denken können, solchen fehlgeleiteten Kindern folgen?
      • Gusti | 21.03.2021
        Lieber Beat. Genau das sollten wir. Es kann nur besser werde.
      • Gusti | 21.03.2021
        Miteinbeziehen! Beat! Das sollten wir.
  • Werni | 20.03.2021
    Hier gehts doch nicht ums Klima. Die jungen Menschen sind auf der Suche nach sich selbst!
  • Beat Furrer | 20.03.2021
    Beispiel Gewächshaus: "Der Kohlendioxidgehalt der Außenluft liegt in der Regel bei 320 bis 360 ppm. Viele Pflanzen entwickeln sich aber erst bei einem Gehalt von 600 bis 1600 ppm, also mindestens dem doppelten Wert, besonders gut. Als Faustregel gilt dabei: Je höher der Massezuwachs einer Pflanze ist, umso höher sollte auch die CO2-Konzentration im Gewächshaus sein." https://www.gasido.de/blog/posts/co2-im-gewaechshaus-co2-begasung-duengung-alle-infos#grund
  • Jonas Hartmann | 19.03.2021
    Woher hast du diese Angaben, dass wir doppelt so viel CO2 brauchen? Mit "woher" meine ich: welche Experten die von wem als Experten anerkannt sind? In welchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen (und damit meine ich nicht Youtube, TikTok, Telegram, usw.) finde ich Beweise dazu? Bitte keine Allgemeinplätze (wie "von Massenmedien verführt") sondern ganz konkrete Angaben liefern!
    • Beat Furrer | 20.03.2021
      Also wir brauchen nicht doppelt so viel CO2. Doppelt so viel CO2 dürften kein Problem sein und dürften Mehrerträge bis 40% liefern.
      "Ihre Computermodelle, die sie mit Daten über all diese Einflüsse gefüttert hätten, deuteten auf den dominierenden Einfluss von CO2: Mehr als zwei Drittel der Ergrünung sei auf das Gas zurückzuführen." (die Forscher um Zaichun Zhu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften) https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/co2-macht-die-welt-gruener-a-1089850.html
    • Beat Furrer | 20.03.2021
      "Die biologische Vielfalt wird gefördert durch wärmere statt kältere Temperaturen (Idso und Idso, 2009) und höhere Temperaturen und erhöhtes CO2 stimulieren das Wachstum der meisten Pflanzen stark."
      (Idso, C.D. and Idso, S.B. 2011. The Many Benefits of Atmospheric CO2 Enrichment. Pueblo West, CO: Vales Lake Publishing)
    • Beat Furrer | 20.03.2021
      "Dr. William Happer, der ehemalige Vizekanzler der Princeton Universität, bestätigte im US-Senat, dass der aktuelle Kohlendioxidpegel auf einem historischen Tiefstand ist und dass höhere Kohlendioxidwerte Pflanzen und landwirtschaftlichen Kulturen zugutekommen würden – eine Tatsache, die vom Weltklimarat ignoriert wird."
      William Happer, „Data or Dogma? Promoting Open Inquiry in the Debate Over the Magnitude of Human Impact on Earth’s Climate“, Hearing of the U.S. Senate Subcommittee, 8.12.2015.
      • Gusti | 21.03.2021
        Lieber Beat. William Happer ist eine Trump-Marionette und politisch Aktiv. Du weisst hoffentlich wer ihm den Lohn bezahlt. Ist wohl nicht die beste Adresse für zuverlässliche, wissenschaftliche Informationen.
        • Beat Furrer | 21.03.2021
          Das hat er 2015 vor der Wahl Trumps gesagt. So kann man es auch sehen, jeder, der die Wahrheit sagt, die Trump auch vertritt, ist eine Trump- Marionette. Mit dieser Haltung werden Leute wie du, Gusti, nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
        • Gusti | 21.03.2021
          Ahh, jetzt ist alles klar...
    • Beat Furrer | 20.03.2021
      "Pflanzen benötigen zur Photosynthese Kohlenstoffdioxid (CO2) und produzieren dabei Sauerstoff. Das in der natürlichen Umgebungsluft enthaltene CO2 liegt mit einem Anteil von derzeit ca. 400 ppm unterhalb des für C3-Pflanzen wie Weizen, Roggen oder Reis zum Wachstum optimalen Anteils von ca. 800 bis 1000 ppm. Wird den Pflanzen zusätzliches CO2 zur Verfügung gestellt, können die Pflanzen besser beziehungsweise schneller wachsen." https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid-Düngung
      • Gusti | 21.03.2021
        ...und der Klimawandel ist eine Hysterie. Die Polschmelze ist sicher auch ein völlig normales Phänomen und der Regenwald vergrössert sich um das 500er-fache!?!
        • Beat Furrer | 21.03.2021
          Wo schmelzen die Pole? Der Regenwald nimmt vielleicht etwas ab, damit er produktiverer, für die Bewohner dort nützlicherer Fläche Platz macht. Aber die Grünfläche der Erde, und darauf kommt es an - nahm weltweit um die 500-fache Fläche der Schweiz zu (20 Mio. km2 seit den 80er Jahren). Klimawandel ist ein altbekanntes Faktum und kein Grund zur Hysterie.
    • Beat Furrer | 20.03.2021
      Jonas, wenn du auch alle Aussagen deiner zwei Tageszeitungen (Depeschen von sda, reuters, ..) so genau unter die Lupe nehmen würdest, du würdest mit mir schlussendlich völlig übereinstimmen. Weil du dann endlich merken würdest, dass die Meldungen selektiert sind, gemäss politischer Erwünschtheit und politischer Korrektheit. Den Lesern soll eine Welt gezeigt werden, wie das gewisse Kreise wünschen. Ich bin eben davon aufgewacht, einfach indem ich mit 9/11 anfangend, den Dingen auf den Grund ging.
  • seppli | 19.03.2021
    beat, überlege einmal, wenn die reichen wirklich eine reduktion der menschen wollen wer kauft dann ihre produkte, wer wohnt in ihren häusern, wer macht die arbeit? wenn deine theorie stimmen würde dann brauchen die immer mehr menschen. bei dir ist alles was nicht von dir kommt , links, kommunistisch, erfunden. vielleicht solltest du eine partei gründen.

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