
Feuerwerke setzen viele Haustiere, Nutztiere und auch Wildtiere unter Stress. Der private Gebrauch von Feuerwerk soll deshalb stark eingeschränkt werden.
Screenshot feuerwerksinitiative.ch
Das Initiativkomitee hat gemeinsam mit dem Trägerverein entschieden, die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» dem Volk zur Abstimmung zu unterbreiten. Da im Parlament keine mehrheitsfähige Lösung gefunden werden konnte, soll nun die Bevölkerung darüber entscheiden, so der Verein.
Ja zum Feiern – Nein zum Krach
Der indirekte Gegenvorschlag zur Feuerwerksinitiative fand im Nationalrat keine Zustimmung. Er hätte das Zünden von lauten Böllern landesweit verboten, um die Lärmbelastung für Menschen und Tiere zu reduzieren. Zudem wären strengere Regeln für die private Einfuhr von Feuerwerkskörpern vorgesehen gewesen. Nun wird die Schweizer Bevölkerung darüber entscheiden.
Für den Verein sei das im Parlament diskutierte «Böllerverbot » ohnehin nur ein Scheinkompromiss gewesen. «Tatsächlich machen diese Feuerwerkskörper nur einen kleinen Teil des lauten Feuerwerks aus, das verkauft wird». Die Belastung für Menschen, Tiere und die Umwelt wäre dadurch kaum spürbar reduziert worden.
Für den Verein sei es nun wichtig, dass die Bevölkerung darüber entscheidet. «Viele Menschen wünschen sich Formen des Feierns, die das Gemeinschaftserlebnis in den Vordergrund stellen und dabei Rücksicht auf Mitmenschen, Tiere und die Umwelt nehmen», betont Corinne Meister aus dem Initiativkomitee. Der Verein verweist dabei auf eine repräsentative Befragung des Forschungsinstituts «gfs.bern» aus dem Jahr 2024. Diese zeigt, dass 68 Prozent der Stimmberechtigten die Initiative unterstützen, und zwar über die Parteigrenzen hinweg.
-> Feuerwerk: Rücksicht auf Tiere nehmen
Traditionen bleiben erhalten
Das Initiativkomitee betont, dass öffentliche Feuerwerke zu bedeutenden Anlässen, wie etwa dem Nationalfeiertag, weiterhin erlaubt sind. Auch lärmarme Feuerwerkskörper, wie beispielsweise Vulkane, dürfen weiterhin gezündet werden. Gleichzeitig eröffnet die Initiative laut dem Verein Raum für kreative, neue Formen des Feierns, die ein breites Publikum ansprechen und die Lebensqualität für alle erhöhen.
«Die Initiative setzt dort an, wo die Belastung tatsächlich entsteht: bei besonders lauten Feuerwerkskörpern im privaten Gebrauch. Vor allem Feuerwerksbatterien und grössere Raketen verursachen viel Lärm, bergen erhebliche Sicherheitsrisiken und belasten Menschen, Tiere und die Umwelt», sagt Katja Schönenberger, Länderdirektorin von Vier Pfoten Schweiz.