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Er schreibt auf Facebook, die Leute vom Schweizerischen Getreideproduzentenverband (SGPV) seien «echte Patrioten und hätten ein grosses Herz für die Grossverteiler», und meint dies nicht etwa als Kompliment, sondern ironisch formuliert als Kritik. Auch die Versorgungssicherheit der Schweiz in einer schwierigen geostrategischen Lage spricht Lüscher an.
Indirekt wirft Lüscher den Chefs des SGPV auch vor, auf die Denaturierung von vollen Lagern verzichtet zu haben. Ausserdem sei das Getreide daran, in der Hitze und infolge Wassermangels notreif zu werden und teilweise auszudorren.
Lüscher schreibt: «Als Getreideproduzent bin ich am Überlegen, ob ich eine Teilrückforderung der Branchenabzüge machen werde. Die Zeit ist gekommen, übertriebene Solidarität zu den Grossverteilern zu korrigieren. Ich teile die Geiz-ist-geil-Mentalität nicht und helfe nicht mit, Brotpreise von 2 Franken für das Kilogramm zu finanzieren.»
-> Brotgetreide: Richtpreise sinken
Den grössten Abschlag gibt es für Weizen Top. Hier sinkt der Richtpreis um 3 Franken auf noch 57 Fr./100 kg. Bei der Kategorie Weizen I gibt es einen Abschlag von 1.50 Fr. auf noch 55.50 Fr./100 kg. Bei Weizen II und Weizen Biskuit wurde eine Senkung um 0.50 Fr. auf 54 Fr./100 kg beschlossen. Der Roggen-Richtpreis sinkt um einen Franken auf 44 Fr./100 kg. Der Ernterichtpreis für Dinkel bleibt mit 58 Fr./100 kg auf dem Vorjahresniveau.
Die Senkung ist gemäss Mitteilung von Swiss Granum ein Kompromiss, der von sämtlichen Branchenpartnern mitgetragen wurde. «Er war verbunden mit intensiven Diskussionen zwischen den Getreideproduzenten und den Verarbeitern», heisst es. Sprich: Die Verarbeiter wollten noch tiefere Abschläge, die Produzenten zumindest gleichbleibende Richtpreise. blu

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