«Butter-Importe sind ein No-Go»

Die Branchenorganisation Milch beantragt beim Bundesamt für Landwirtschaft den Import von 1000 Tonnen Butter. Für den Schweizer Bauerverband (SBV) ist dieser Entscheid unverständlich.

Die Branchenorganisation Milch beantragt beim Bundesamt für Landwirtschaft den Import von 1000 Tonnen Butter. Für den Schweizer Bauerverband (SBV) ist dieser Entscheid unverständlich.

In der Schweiz wird ein Versorgungsengpass mit Butter befürchtet. Deshalb wollen Verarbeiter und Handel Butter importieren. Die Branchenorganisation Milch hat ein Kontingent von 1000 Tonnen beantragt. Der Butterverkauf in der Schweiz beträgt 43'000 Tonnen.

Dieses Gesuch stösst dem Schweizer Bauerverband sauer auf. «Es ist ein Affront gegenüber den Schweizer Milchproduzenten. Butterimporte zum jetzigen Zeitpunkt sind nicht angezeigt», kritisiert der Verband.

Denn derzeit würden die Butterlager wieder steigen. Zudem würden die Produzentenpreise im Mai teilweise sinken und die Abzüge blieben unverändert hoch. Die von der Branche angekündigte Erhöhung des Fettpreises am 1. Juli 2020 von 60 Rappen je Kilo ist für den Bauernverband ungenügend. Die Milchproduzenten müssten immer noch Abzüge in Kauf nehmen für den Export von Milchfett. Gemäss BOM handelt es sich hierbei aber um Abzüge, die im Rahmen der Nachfolgeregelung für das Schoggigesetz erhoben werden.

Für den Verband ist aber klar: «Für den SBV sind Butterimporte unter den aktuellen Umständen ein absolutes No-Go.» 

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