Co-Chef verlässt SMP

Stefan Arnold wird die Schweizer Milchproduzenten im Februar 2027 verlassen. Der Marketingfachmann wechselt zu Switzerland Cheese Marketing. Arnold tritt die Nachfolge von David Escher an.

Stefan Arnold hat bei den Schweizer Milchproduzenten in den vergangenen zehn Jahren wichtige Bereiche geleitet. Er ist seit dem 1. August 2016 für die SMP tätig. Der Marketingfachmann und Ökonom Stefan Arnold übernahm die Leitung des Geschäftsbereichs Marketing. Seit dem 1. Juli 2026 leitet er die Dachorganisation zusammen mit Micaël Müller. Die beiden traten die Nachfolge von Stephan Hagenbuch an.

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«CEO von SCM von grosser Bedeutung»

Nun hat Arnold bei Switzerland Cheese Marketing unterschrieben. Er wird am 1. März in die Organisation eintreten. Am 1. April 2027 wird er Geschäftsführer der Dachorganisation der Schweizer Käsebranche. Sie fördert den Absatz von Schweizer Käse im In- und Ausland. Bei den SMP wird der Abgang bedauert. Zugleich freut man sich über den Weggang des Co-Geschäftsführers.

-> SMP: Müller und Arnold übernehmen

«Die Position des CEO von Switzerland Cheese Marketing ist für die Schweizer Milchwirtschaft von grosser strategischer Bedeutung. Stefan Arnold wird dank seiner Führungserfahrung, seiner Branchenkenntnis und seiner Persönlichkeit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Schweizer Käsemarketings leisten können», sagt SMP-Präsident Boris Beuret.

Käsemarketing vorantreiben

Arnold studierte an der Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften (HSG) in St. Gallen Wirtschaftswissenschaften. Nach dem Studium arbeitete Arnold als Marken-Manager bei Nestlé. Von 2007 bis 2016 war er in verschiedenen Funktionen im Marketing von Unilever für die Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH) tätig. Als Marketingleiter von Knorr und Chirat Schweiz war er unter anderem verantwortlich für die Reaktivierung des «Knorrli».

Die Erfahrungen von Unilever und den SMP sollen nun Switzerland Cheese Marketing (SCM) zugutekommen. Arnold bringe hervorragende Voraussetzungen mit, um das Schweizer Käsemarketing gemeinsam mit dem Verwaltungsrat sowie dem bestehenden Team erfolgreich weiterzuentwickeln. «Seine umfassende Branchenkenntnis wird zudem dazu beitragen, die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu stärken», sagt Lorenz Hirt, Verwaltungsratspräsident der Switzerland Cheese Marketing.

Escher geht nach mehr als 20 Jahren

Stefan Arnold wird die Nachfolge von David Escher antreten. Nach mehr als zwanzig Jahren an der Spitze des Unternehmens hat er Mitte Mai angekündigt, seine operative Verantwortung im Frühling 2027 weiterzugeben. Künftig will er sich auf strategische Mandate konzentrieren.

Der Zeitpunkt für die Übergabe sei bewusst gewählt, schrieb Escher in einem LinkedIn-Beitrag. Die Organisation sei gut aufgestellt, strategisch klar positioniert und operativ stabil. Escher sieht die Voraussetzungen als gegeben, um die Verantwortung in neue Hände zu legen und die nächste Entwicklungsphase von Switzerland Cheese Marketing einzuläuten.

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Co-Geschäftsführer statt Direktor

Bevor aber Stefan Arnold zu SCM wechselt, wird er die nächsten Monate weiterhin als Co-Geschäftsführer bei den SMP tätig sein. So soll er die laufenden strategischen Projekte sowie die Weiterentwicklung des Bereichs Marketing vorantreiben. «Gemeinsam mit Co-Geschäftsführer Micaël Müller und der Geschäftsleitung wird er zudem eine geordnete Übergabe sicherstellen», heisst es vonseiten der SMP. Die Nachfolgeplanung für Stefan Arnold soll «zeitnah» eingeleitet werden.

Micaël Müller und Stefan Arnold haben am 1. Juli die Führung übernommen. Sie traten die Nachfolge von Stephan Hagenbuch an. Begründet wurde die Reorganisation mit den Kernaufgaben der SMP: einer starken politischen Interessenvertretung und einer «wirksamen» Positionierung der Schweizer Milch im Markt. Geändert hat sich auch die Bezeichnung. Müller und Arnold haben den Titel Co-Geschäftsführer, während Hagenbuch den Titel Direktor trug.

Den Abgang von Hagenbuch kommunizierten die SMP am 23. März 2026. Ob er freiwillig erfolgte, ist unklar. SMP-Präsident Boris Beuret sagte damals zur Trennung von Hagenbuch: «Die Schweizer Milchproduzenten stehen vor grossen Herausforderungen. Unser Anspruch ist es, die Interessen unserer Mitglieder mit noch mehr Klarheit und Wirkung zu vertreten. Mit der neuen Führungsstruktur stärken wir unsere Schlagkraft und schaffen klare Verantwortlichkeiten.» Liest man diese Zeilen, erhält man den Eindruck, dass Hagenbuch diese Schlagkraft nicht mehr zugetraut wurde.

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Kommentare (6)

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  • Markus Meier | 21.08.2026
    Der Export des Schweizer Käses ist wohl das aller wichtigste für uns Schweizer Milchproduzenten. Für die Käse werden gute Milchpreise bezahlt. Das ist eine Erfolgsgeschichte für unsere Schweizer Käse. Da braucht es gute Leute glaub ich.
  • Holsteinkuh | 21.08.2026
    ist doch schön wie sich die SMP wieder selber beschäftigen kann , aber ich hoffe das auf dem Tagesplan auch noch etwas anderes steht als "personelles " obschon es jetzt etwas regnet wird die Milchproduktion extrem teuer diesen Herbst / Winter und es werden noch viele Kühe geschlachtet also bitte volle Kraft voraus um den Michpreis zu stärken !
  • Wälchli Urs | 20.08.2026
    Auch einer der zulasten der Bauern ein 6-stelliges Sälar bezog und was hat er für den Milchpreis gemacht das dieser gesunken ist? 0,0, dafür sollte man den Lohn zurückfordern können. Aber leider sind auch landw. Organisationen nicht bereit den Lohn ihrer Angestellten auf 150% des Stundenlohbs welcher das BLW für die Bauern ausweist zu begrenzen. Warum soll ein Angestellter von uns Bauern mehr als 150% verdienen als wir Bauern als dessen Arbeitgeber?
    • Ruedi Rüssel-Midway | 21.08.2026
      Sie haben ja Ideen. Wer sollte denn Ihrer Ansicht nach für die landwirtschaftlichen Organisationen arbeiten, wenn Sie so eine Stundenlohn-Idee haben? Gar niemand, denn das ergäbe ungefähr einen Monatslohn 3000 Franken brutto. Die Organisationen bezahlen jetzt schon weniger als die Privatwirtschaft und die Leute könnten anderswo mehr verdienen.
    • Seppli | 21.08.2026
      Bitte etwas weniger Polemik: Wer würde dann wohl noch für die Bauernorganisationen arbeiten, wenn die vor- und nachgelagerte Branche händeringend nach Agronomen sucht?
      Anderes Beispiel: Warum sollte ein Lehrer der Landwirtschaftsschule zu einem tieferen Lohn arbeiten als der Lehrer z.B. der Automechatroniker im gleichen Kanton oder sogar am gleichen Berufsbildungszentrum?
  • Korrektor | 20.08.2026
    David Escher, nicht Stefan Escher, wie im Bericht mehrfach steht.
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