Berner Höfe spannen für Direktvermarktung zusammen

Nach dem Start in der Region Bern erweitert die Direktvermarktungsplattform «Robin Roots» ihr Angebot. In Zusammenarbeit mit dem Biohof Dittlige in Längenbühl entsteht ein zweites Hofnetzwerk. Ab Dezember sollen Haushalte im Berner Oberland wöchentlich mit regionalen Produkten beliefert werden.

pd/ome |

Robin Roots erweitert sein Direktvermarktungsangebot in der Deutschschweiz. Gemeinsam mit dem Biohof Dittlige von Andrea und Kurt Zeller in Längenbühl eröffnet das Unternehmen sein zweites Hofnetzwerk.

Im Zentrum des Netzwerks steht der Biohof Dittlige. Der Betrieb stellt das Angebot zusammen, koordiniert die beteiligten Produzentinnen und Produzenten und bereitet die wöchentlichen Bestellungen vor. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst das Sortiment frisches Gemüse, Früchte und weitere regionale Spezialitäten.

Haushalte zwischen dem Aaretal, dem Gürbetal, dem Thunersee und dem Bödeli können sich ab sofort anmelden. Sobald 75 Anmeldungen erreicht sind, soll die erste Lieferung am Freitag, dem 4. Dezember, erfolgen.

Drei Viertel des Verkaufspreises bleiben bei den Höfen

Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, die Direktvermarktung zu vereinfachen. Die beteiligten Höfe legen ihr Sortiment und ihre Preise selbst fest. Rund drei Viertel des Verkaufspreises bleiben gemäss Robin Roots bei den Produzentinnen. Das Unternehmen verzichtet auf ein Zentrallager, eine eigene Fahrzeugflotte oder Filialen. Stattdessen nutzt es die bestehende Infrastruktur der Post für die Auslieferung.

«Wir haben lange nach einem Weg gesucht, unsere Produkte und jene unserer Nachbarhöfe direkt zu den Menschen im Oberland zu bringen. Mit Robin Roots können wir uns auf das konzentrieren, was wir am besten können, und erreichen trotzdem Haushalte in der ganzen Region», sagt Andrea Zeller vom Biohof Dittlige.

Drei Abo-Grössen

Die Kundschaft kann zwischen drei verschiedenen Abo-Grössen wählen und das Angebot durch zusätzliche Produkte ergänzen. Die Abos lassen sich jederzeit pausieren. Die Bezahlung erfolgt jeweils kurz vor dem Versand der Lieferung. Die Produkte werden in Mehrwegkisten bis vor die Haustür geliefert. Bei der nächsten Lieferung werden die leeren Kisten wieder mitgenommen.

Das neue «Hofnetzwerk Berner Oberland» beliefert unter anderem Haushalte in Thun, Steffisburg, Uetendorf, Spiez, Interlaken, Münsingen, Oberdiessbach, Riggisberg, Wattenwil und Reichenbach im Kandertal.

Zweites Berner Hofnetzwerk

Robin Roots ist der deutschsprachige Ableger des Unternehmens Robin des Fermes. Das Unternehmen startete 2020 in der Westschweiz und betreibt inzwischen elf Hofnetzwerke mit rund 160 Höfen und mehr als 3’000 aktiven Abonnements.

Im September startete mit dem Biohof Zaugg in Iffwil BE das erste Netzwerk in der Deutschschweiz. Dieses zählt inzwischen über 150 aktive Abos. «Seit dem Start in Bern ist das Echo grossartig: 42 von 66 Personen haben unsere Lieferungen mit der Note 6 bewertet», sagt Aurélie Zaugg, die beim Biohof Zaugg für die Direktvermarktung verantwortlich ist.

Mit dem neuen Standort im Berner Oberland möchte Robin Roots gemeinsam mit den Landwirtschaftsbetrieben eine Alternative zu den herkömmlichen Vertriebskanälen aufbauen. Die Anmeldung für das neue Hofnetzwerk ist bereits unter robinroots.ch möglich.

-> Hier finden Sie alle Infos  zum «Hofnetzwerk Berner Oberland»

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