
Dominik Spring erklärt die Kulturführung auf dem Kartoffelfeld.
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Die Flurbegehung fand bei Stefan und Dominik Spring an der Thurbrücke in Amlikon TG statt. Ihr Kartoffelfeld erstreckt sich über vier Hektar am Ufer der Thur. Die beiden Betriebsleiter gaben Einblicke in ihre Kulturführung.
So erläuterte Dominik Spring den rund 20 anwesenden Landwirten die Fruchtfolge sowie die Massnahmen, die sie in der Kulturführung an diesem Standort umgesetzt haben. Wie die Interessengemeinschaft (IG) Kartoffel- und Zwiebelproduzenten mitteilt, informierten zudem Fachpersonen über aktuelle Themen im Pflanzenschutz und einen laufenden Mykorrhiza-Versuch.
Keine Krautfäule, aber Alternaria
«Krautfäule ist in diesem Jahr bisher kein Thema, doch nun könnte Alternaria an Bedeutung gewinnen», sagte Hansjörg Meier von Agroline. Aufgrund der steigenden Temperaturen und der intensiven Sonneneinstrahlung seien die Pflanzen zunehmend gestresst, was sie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge mache.

Hansjörg Meier informiert zur aktuellen Pflanzenschutzthemen.
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«Zur Stärkung können Vulkangesteinsmehl (Biolit ultrafein) und Yukan Neto eingesetzt werden. Der feine Staub wirkt wie eine Sonnencreme», erklärte Meier. Allerdings werde dieser nach der Bewässerung wieder abgewaschen. Im Gegensatz dazu können Schnecken, Blattläuse und Kartoffelkäfer weiterhin Schäden verursachen.
Schilf-Glasflügelzikade als Herausforderung
«Eine längerfristige Herausforderung stellt zudem die Schilf-Glasflügelzikade dar», heisst es in der Mitteilung. Diese trete inzwischen vermehrt auch in der Ostschweiz auf. Sie überträgt Krankheiten wie SBR , die zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten bis hin zu Totalausfällen führen können.
Der Schweizer Bauernverband hat dazu ein Merkblatt veröffentlicht. Unter anderem wird darin empfohlen, in der Fruchtfolge auf Winterweizen zu verzichten und keine Gründüngungen mit Gräsern anzulegen, um den Lebenszyklus des Schädlings zu unterbrechen.
-> Schilfglasflügelzikade: Lösungsansätze der Branche
Kartoffeln mit Mykorrhiza-Pilze stärken
«Bei den Kartoffeln erhoffen wir uns durch den Einsatz von Mykorrhiza-Pilzen auch einen positiven Einfluss auf die Lagerfähigkeit», sagt Landwirt Tobias Neuenschwander. Nachdem der Einlagerungsversuch der IG im vergangenen Jahr wegen zu wenig Lagerschäden nicht ausgewertet werden konnte, werde der Versuch in diesem Jahr wieder aufgenommen, so die IG. Erste Resultate werden an der nächsten Flurbegehung präsentiert.
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Neue Mitglieder willkommen
Die IG Kartoffel- und Zwiebelproduzenten freut sich über neue Mitglieder. Die IG führt jährlich je zwei Flurbegehungen sowie eine Informationsveranstaltung im November durch. Dabei werden aktuelle Themen diskutiert und praxisnahe Feldversuche geplant, die anschliessend gemeinsam mit der Beratung am Arenenberg umgesetzt werden. Das Ziel besteht darin, die Wertschöpfung im Kartoffel- und Zwiebelanbau durch mehr Know-how zu verbessern. Mehr Infos dazu gibts auf www.terrafood.ch