So wollen Thurgauer Bauern Wasser nachhaltiger nutzen

Wie kann die Landwirtschaft das verfügbare Wasser möglichst effizient nutzen, ohne die Erträge zu gefährden? Ein neues Wassermanagement-Projekt des Kantons Thurgau sammelt erstmals umfassende Daten und testet auf Pilotbetrieben Methoden für einen verantwortungsvollen Wassereinsatz.

pd/ome |

Der Umgang mit Wasser ist ein Dauerthema in der Landwirtschaft. Um hier einen Schritt weiterzukommen, hat das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau gemeinsam mit den Branchenverbänden das Ressourcenprojekt «Integrales Wassermanagement Thurgau» lanciert.

Die Startveranstaltung Mitte Januar am Arenenberg hat laut den Veranstaltern zu einem regen Austausch zwischen den Teilnehmenden geführt. Sie hat gezeigt, dass das Thema die Landwirtinnen und Landwirte bewegt und sie motiviert sind, sich an der Lösungsfindung zu beteiligen.

Regionale Wasserressourcen effizient nutzen

Im Projekt «Integrales Wassermanagement Thurgau» möchten das Projektteam von Arenenberg, Agroscope und der Ostschweizer Fachhochschule (OST) gemeinsam mit den teilnehmenden Landwirtschaftsbetrieben in den kommenden fünf Jahren herausfinden, wie die regionalen Wasserressourcen möglichst wirksam und effizient genutzt werden können, ohne dass sich die landwirtschaftliche Produktivität verringert. «Unser Ziel ist es, die regionalen Wasserressourcen so effizient wie möglich zu nutzen und dabei die landwirtschaftliche Produktivität beizubehalten,» sagt Projektleiter Rainer Messmer.

Nach der Konzeption und der Planung beginne nun «ein Pilotjahr» zusammen mit den ersten 16 Betrieben. Gemeinsam mit dem Projektteam erfassen die teilnehmenden Betriebe die Ist-Situation, betrachten das Verbesserungspotenzial und wählen passende Massnahmen aus einer Liste aus. Das Projekt wird acht Jahre lang vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom Kanton Thurgau finanziell unterstützt und soll Antworten auf Fragen wie die folgenden liefern: – Bewässern ja oder nein? – Gibt es genug Wasser? – In welchem Verhältnis stehen Kosten und Nutzen?  

Daten von unterschiedlichen Landwirtschaftsbetrieben

«Bis jetzt gibt es wenig strukturierte Daten über Wasserangebot und -verbrauch und wie die einzelnen Massnahmen effektiv wirken», heisst es in der Mitteilung. Deshalb sammelt das Projekt die entsprechenden Daten über eine Plattform, und zwar nicht nur bei den Landwirtschaftsbetrieben, sondern möglichst auch bei den Wasserversorgern. «Hier hilft uns die digitale Entwicklung. Es ist einfacher geworden Daten zu erfassen,» erklärt Thomas Kuster von Agroscope.

Um die Erträge auf den Parzellen zu ermitteln, sind Daten der Landwirtschaftsbetriebe erforderlich. Die ausgewählten Betriebe sind über den ganzen Kanton verteilt und decken ein breites Spektrum an Acker-, Gemüse-, Obst- und Beerenkulturen ab. Messmer erklärt: «Neben der Motivation ist für uns auch wichtig, dass wir im Pilotjahr auf allen Betriebszweigen Erfahrungen sammeln, welche Methoden funktionieren, welche nicht.» Im kommenden Jahr beginne die vierjährige Hauptphase, in der jedes Jahr zehn weitere Betriebe hinzukommen sollen.

-> Hier gehts zur Projekt-Webseite

-> Hier gibts dazu Informationen vom Bund

-> Hier ein themenrelevanter Artikel: Mehr Gewicht geben: Landwirte gründen IG Bewässerung

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