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Am Landwirtschaftsstand des Comptoir du Jura steht in diesem Jahr die Milchproduktion im Mittelpunkt.
Armin Högenauer
Im Rahmen der Vernehmlassung zur Agrarpolitik ab 2030 (AP30+) kritisiert AgriJura insbesondere die geplanten neuen Schwellenwerte und Obergrenzen für Direktzahlungen. Nach Ansicht des Verbands würden dadurch zahlreiche Betriebe benachteiligt.
So schlägt der Bundesrat vor, die Mindestgrösse für den Bezug von Direktzahlungen in Tal- und Hügelgebieten von heute 0,2 auf 0,5 Standardarbeitskräfte (SAK) anzuheben. Zudem seien Kürzungen der Direktzahlungen ab bestimmten Beitragsgrössen sowie strengere Voraussetzungen für Strukturverbesserungsbeiträge vorgesehen.
AgriJura spricht sich in einer Mitteilung gegen eine einheitliche Definition des landwirtschaftlichen Familienbetriebs aus und fordert stattdessen Rahmenbedingungen, welche unterschiedlichen Betriebsformen und regionalen Gegebenheiten Rechnung tragen.
Fokus auf Märkte statt zusätzliche Vorgaben
Der Verband fordert, am Grundsatz festzuhalten, wonach gemeinwirtschaftliche Leistungen der Landwirtschaft über Direktzahlungen abgegolten werden.
Anstelle zusätzlicher administrativer Vorgaben sollte der Bund nach Ansicht von AgriJura die Rahmenbedingungen auf den Agrarmärkten verbessern, die Wertschöpfung stärken und den administrativen Aufwand bei den Direktzahlungen reduzieren.
Unterstützung für strengere Milchmengensteuerung
Zum Auftakt des Comptoir du Jura begrüsst AgriJura zudem den Entscheid der Mitglieder der Milchhandelsorganisation Mooh, eine konsequentere Steuerung der Milchmengen zu unterstützen.
-> Mooh stimmt Referenzmengensystem deutlich zu
Angesichts der anhaltenden Überproduktion wertet der Verband dies als wichtiges Signal für den Milchmarkt. Gleichzeitig fordert AgriJura auch andere Milchkäufer auf, sich an einer solchen Mengensteuerung zu beteiligen, damit die Verantwortung auf die gesamte Branche verteilt wird.
Am Landwirtschaftsstand des Comptoir du Jura steht in diesem Jahr die Milchproduktion im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher können sich dort anhand eines interaktiven Angebots über die Arbeit und die Herausforderungen der Jurassischen Milchproduzenten informieren.