
Der FMV zählt in seiner Organisation rund 140 Käsereigenossenschaften und 1100 Milchproduzenten im Kanton Freiburg.
zvg
Beim Freiburger Milchverband herrscht seit einigen Wochen Unruhe. Vizepräsidentin Mireille Hirt-Sturny und Direktorin Sabine Guex haben den Verband verlassen. Die Rücktritte seien auf Divergenzen über die strategische Ausrichtung des Verbandes zurückzuführen, hiess es vonseiten des Freiburger Milchverbandes (FMV).
«Grosse Herausforderungen»
«Wir haben Lösungen gefunden und vorgeschlagen», sagte Direktorin Guex zu den «Freiburger Nachrichten». Die Vorschläge seien im Vorstand diskutiert, aber nicht umgesetzt worden. Hirt-Sturny kritisierte das mangelnde Tempo im Vorstand. Man habe sich nicht einigen können, wie dringlich die Probleme seien. Beide sagten gegenüber der Zeitung, dass die Herausforderungen für den Verband gross seien.
Der FMV ist mit 45 Prozent grösster Aktionär der Cremo. Der Milchverarbeiter ist finanziell angeschlagen. Der Verband vertritt die fast 140 Käsereigenossenschaften und deren rund 1100 Milchproduzenten im Kanton Freiburg.
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Vier Schwerpunkte
Nun soll ein neuer Vizepräsident neue Impulse geben. «Der Verwaltungsrat des Freiburgischen Milchverbands (FMV) fasste die notwendigen Beschlüsse, um die Kontinuität der Führung zu gewährleisten und die eingeleitete Umstrukturierung des Verbands fortzusetzen», heisst es in der Mitteilung von Montag.
Thierry Vojtasik wurde zum Vizepräsidenten ernannt. Er tritt seine Funktion per sofort an. Der Neue wird mehrere Arbeitskommissionen einrichten und leiten, «um die verschiedenen Projekte zur Umstrukturierung des Verbandes voranzutreiben und zu vertiefen», so der Verband weiter. Ziel sei es, eine effizientere Organisation zu schaffen, die besser auf die Entwicklungen in der Freiburger Milchwirtschaft abgestimmt ist. Diese Aussage kann man auch als Kritik an der bisherigen Führung und dem Verwaltungsrat deuten.
Der Verwaltungsrat will sich auf vier Schwerpunkte fokussieren:
- Die Effizienz der Organisation und ihrer Arbeitsweise verbessern.
- Die Qualität der den Mitgliedern angebotenen Leistungen und Dienstleistungen steigern.
- Die Vertretung und Durchsetzung der beruflichen Interessen der Milchproduktion gegenüber den Behörden sowie den kantonalen und eidgenössischen Organisationen stärken.
- Die Kostenkontrolle in einem Umfeld verstärken, das eine strenge Finanzverwaltung erfordert.