Wolfsjagd im Wallis: «34 Wölfe nicht möglich» 

Der Präsident des kantonalen Walliser Jägerverbands warnt vor falschen Erwartungen an die Wolfsregulierung: «Es wird uns niemals gelingen, diesen Winter über zwei Drittel der Walliser Wölfe zu entfernen», so Pascal Vuignier. 5 bis 10 Jahre soll es dauern bis es so weit ist. 

sda |

Das Wallis will 34 Wölfe abschiessen ( der «Schweizer Bauer» hat darüber berichtet ). Bis diese Ziel erreicht ist, werde es fünf bis zehn Jahre dauern, sagte Vuignier im Interview mit der «NZZ am Sonntag». «Die Politik schürt da zum Teil falsche Hoffnungen», ergänzt der Präsident des Kantonalen Walliser Jägerverbandes .  Er rechnet damit, dass diesen Winter «vielleicht» 10 bis 15 Wölfe geschossen werden. «Wir werden nächsten Sommer wieder gleich viele Wölfe haben wie jetzt», sagt Vuignier. 

Wallis will sieben Rudel beseitigen

Die Wolfsjagd sei schwierig, weil die Tiere ein riesiges Territorium bewohnten, so Vuignier. «Es wird sehr schwierig sein, ihn zu finden. Wölfe sind sehr intelligent und diskret», ergänzt Vuignier. Im Gegensatz zur Gemsjagd sei die Wolfsjagd zudem sehr statisch. «Einen Wolf zu schiessen, bedeutet, im Winter nachts bei minus 15 Grad auszuharren, sein Handy nicht einschalten und keinen Lärm machen zu dürfen», erklärt Vuignier. 

Die Jagd auf die Raubtiere sei allerdings nötig, sagte Vuignier. «Man darf nicht paranoid sein. Aber es ist schon so, dass der Wolf die Scheu vor den Menschen verloren hat, weil er bis jetzt kaum gejagt wurde», erkennt Vuignier. 

90 bis 120 Tiere

Das Wallis will sieben der 13 im Kanton und in den angrenzenden Gebieten lebenden Wolfsrudel beseitigen, wie am Freitag bekannt geworden war. Dies entspricht dem Abschuss von etwa 34 Wölfen bei einer geschätzten Population von insgesamt 90 bis 120 Tieren.

Mit der Lockerung des Wolfsschutzes in der Schweiz können Wölfe neu geschossen werden, bevor sie Schaden angerichtet haben. Dies betrifft nicht nur einzelne Tiere, sondern ganze Rudel. Der Bundesrat hatte die Anpassung der Jagdverordnung Anfang November gutgeheissen.

Kommentare (7)

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  • Mark Nätebusch | 22.11.2023
    Das Volk der Schweiz hat entschieden für den Wolf...

    Man kann sich nicht über den Entscheid des Volkes hinwegsetzen..

    Der Wolf ist eine geschützte Tierart und somit nicht im Jahr recht involviert...
    Herdenschutz in den Alpen funktioniert einwandfrei das hat man mittlerweile bewiesen und dargelegt....
    Eine Schande ist das wenn man sich über das Volk setzt und einfach Entscheidungen trifft..

    Der Volksentscheid ist rechtskräftig dass das Volk in der Schweiz den Wolf will und geschützt will...

    Und Herdenschutz die es nicht können ist Faulheit...
    • fridu | 23.11.2023
      Kannst du noch darlegen, wie der Herdenschutz beim Grossvieh (Kühe und Kälber, Pferde) funktioniert? Natürlich mit vertretbarem Aufwand, denn die Einkommen in der Berglandwirtschaft sind nicht so rosig, wie du meinst. Oder würdest du für 40000.- Jahreslohn 7 Tage die Woche arbeiten?
    • Schlichter Verfasser | 26.11.2023
      An Nätebusch, oder Ausdembusch: Es ist nie zu spät kapitale Fehler zu korrigieren, auch wenn es Volksfehler sind, dem die entstehenden Folgen, mit Schönfärberei, verschwiegen wurde.

      Übrigens; mit dem Ausdruck Faulheit, gegen eine Berufsgruppe, die zu Dumpingpreisen zur Ernährung eines Volkes sich einsetzt, disqualifizierst du dich selber.
    • alpöhi | 27.11.2023
      zum Glück haben wir einen Bundesrat mit Rückgrat der die Bergbevölkerung noch versteht!!
  • Rolf Hösli | 22.11.2023
    Man darf gespannt sein, wenn der erste Jäger im Eifer einen seiner Kollegen niederschiesst....dann wird schnell einmal Schluss sein!
  • Max | 21.11.2023
    wenn der wille da ist erreichen wir das , schliesslich weis man ja ihr wo die Rudel leben
  • Danke | 19.11.2023
    Lasst es die Richtigen Leute machen.
    Die kriegen es hin.
    Nume ned zvel laffere.
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