Spritzmittel: Projekt soll Dialog stärken

Das Luzerner Projekt «Absenkpfad Pflanzenschutzmittel» treibt die Reduktion von Schadstoffeinträgen voran. Am zweiten «Runden Tisch» wurden neue Messdaten diskutiert und Ursachen analysiert. Eine Arbeitsgruppe entwickelt nun konkrete Massnahmen.

pd/ome |

Das kantonale Projekt «Absenkpfad Pflanzenschutzmittel» umfasst Fördermassnahmen, die gezielt die Risiken von Pflanzenschutzmitteln (PSM) reduzieren. Wie der Kanton Luzern mitteilt, ist eine zentrale Massnahme der sogenannte «Runde Tisch», an dem verschiedene Akteure gemeinsam Ursachen analysieren und Lösungen entwickeln. Mit am Tisch dabei sind auch Luzerner Landwirtinnen und Landwirte.

Mitte April fand dieser Austausch zum zweiten Mal statt. Im Fokus standen die Wasserqualitätsmessungen der Jahre 2024 und 2025 sowie der fachliche Dialog zu möglichen Ursachen und Handlungsoptionen.

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Messdaten als Grundlage für gezielte Massnahmen

Rückstände von Medikamenten, Pflanzenschutzmitteln und weiteren Mikroverunreinigungen beeinträchtigen die Wasserqualität und wirken sich negativ auf empfindliche Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen aus. Mit dem 2023 gestarteten Projekt verfolgt der Kanton Luzern das Ziel, Risiken und Einträge von PSM in die Umwelt systematisch zu reduzieren.

Als Untersuchungsgebiet wurde die Wyna bei Beromünster gewählt. Aufgrund der Kombination von landwirtschaftlich genutzten Flächen, Siedlungsraum und der Grösse des Gewässers bietet sie einen repräsentativen Projektperimeter. Nach dem ersten Runden Tisch im Februar 2025 diente das zweite Treffen im April 2026 der vertieften Einordnung aktueller Messdaten.

Deltamethrin im Fokus

Diskutiert wurden unter anderem auch die im Herbst 2025 gemessenen Werte des Insektizids Deltamethrin, die Anfang 2026 mediale Aufmerksamkeit erhielten. Die Daten bilden eine zentrale Grundlage für die Entwicklung wirksamer Massnahmen im Einzugsgebiet.

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Am Runden Tisch nahmen erneut Anwenderinnen und Anwender von Pflanzenschutzmitteln, Landwirtinnen und Landwirte, Gemeindemitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter des Gartenbaus und weiterer Anspruchsgruppen teil.

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Koordiniertes Vorgehen zur Reduktion der Einträge

Im Anschluss an den zweiten Runden Tisch wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaft, des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands (LBV), der Projektgruppe sowie weiteren Akteuren aus dem Einzugsgebiet zusammen.

Die Arbeitsgruppe analysiert die Ergebnisse der Messperioden 2024 und 2025 vertieft und entwickelt darauf aufbauend konkrete Massnahmen. «Ziel ist, ein koordiniertes und wirksames Vorgehen zur weiteren Reduktion von PSM-Einträgen in der Wyna zu erarbeiten», schreibt der Kanton. 

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem in die Weiterentwicklung von Massnahmen auf kantonaler und nationaler Ebene einfliessen. Der Kanton Luzern setzt dabei bewusst auf Dialog und enge Zusammenarbeit mit den relevanten Akteuren, um nachhaltige Verbesserungen im Pflanzenschutz zu erreichen.

-> Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt «Absenkpfad PSM Luzern» und zum «Runden Tisch» .

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