Geplante Fusion ist geplatzt

Die Vereinsversammlung von Mutterkuh Schweiz lehnt den Zusammenschluss mit der Interessengemeinschaft Bio-Weide-Beef ab.

Geplant war eine sogenannte Absorptionsfusion. Das heisst, der Verein Mutterkuh Schweiz hätte die Interessengemeinschaft Bio-Weide-Beef (BWB) mit ihren bisherigen Mitgliedern aufgenommen.

Die für die Fusion benötigte Dreiviertelmehrheit wurde bei 221 Stimmabgaben mit 151 Ja-Stimmen jedoch nicht erreicht. Dies nach einer langen, hitzigen und zum Teil persönlichen Debatte am Mittwochvormittag in der Vianco-Arena in Brunegg AG.

Vorwurf der Verwässerung

Unter anderem die zwei grössten Rassenclubs, Limousin und Angus, waren gegen den Zusammenschluss. Sie kritisierten, dass nicht alle Bio-Weide-Beef-Tiere aus Mutterkuhhaltung stammten, vielmehr liefen über diesen Kanal auch Kälber respektive Rinder und Ochsen aus der Milchproduktion. Der Grundsatz von Mutterkuh Schweiz, dass ein Kalb bei seiner Mutter aufwachsen könne, würde dadurch verwässert, hiess es.

->  Geplante Fusion sorgt für Kritik

Die rund 350 Produzentinnen und Produzenten der IG BWB, die noch nicht bei Mutterkuh Schweiz sind, werden also nicht automatisch Mitglied des Vereins. Vielmehr werden sie ihre Mitgliedschaft einzeln beantragen müssen. Rund 250 IG BWB-Produzenten sind bereits Mitglied bei Mutterkuh Schweiz.

IG BWB einstimmig für Fusion

Auf die Tatsache, dass Mutterkuh Schweiz per 1. Januar 2026 die Betreuung der BWB-Richtlinien von der Migros übernommen hat, hat der Entscheid der Versammlung keinen Einfluss.

Anders als Mutterkuh Schweiz war die IG BWB an ihrer Generalversammlung von letzter Woche einstimmig für die Fusion mit dem grösseren Verein. Durch die Zusammenarbeit könnten Synergien genutzt werden. Und BWB-Produzenten würden von den professionellen Dienstleistungen der Mutterkuh-Schweiz-Geschäftsstelle profitieren, hiess es an der GV .

Die IG BWB hat gut 600 Mitglieder, Mutterkuh Schweiz 6000.

Kommentare (2)

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  • Willy Iseli | 26.03.2026
    ..und ist Mutterkuh Schweiz nicht auf dem Holzweg?
    Es gäbe ja genug Kälber von Michkühen für eine Natura-Beef Produktion in der Schweiz,
    auch mit einem T+ lässt sich Geld verdienen!
  • Willy Iseli | 26.03.2026
    Es zeigt sich immer wieder ,dass man in der Schweiz nicht fähig ist zusammen zustehen um Synergien nutzen zu können.
    Warum glaubt man immer besser zusein als der andere!!!
    Es ist wohl eine Wohlstands Erscheinung!
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