
Nebst Rindern erkrankten auch Pferde am neuen Virus
Michele Wüthrich
In den Sommermonaten erkrankten hierzulande zahlreiche Kühe an Fieber und Durchfall, und ihre Milchleistung ging zurück. Verantwortlich dafür war das bis dahin in der Schweiz unbekannte Shamonda-Virus, das durch Blut saugende Mücken (Gnitzen) übertragen wird.
-> Dieses Virus macht die Kühe krank
Seit einigen Wochen deutet vieles darauf hin, dass die akute Infektionswelle mit dem Virus abklingt. Zwar werde am Institut für Virologie und Immunologie (IVI) ein grosser Teil der eingesandten Proben von Aborten positiv auf das Shamonda-Virus getestet.
Bei den Proben von erwachsenen Rindern sei jedoch ein kleinerer Anteil positiv, schreibt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) auf der Website. Entsprechend sei nicht mehr mit wesentlichen zusätzlichen Erkenntnissen durch die grossflächige Untersuchung solcher Proben zu rechnen. Darum können diese ab Anfang Oktober auch nicht mehr unentgeltlich untersucht werden, sondern kosten 100 Franken.
Um ein aussagekräftiges Bild der klinischen Auswirkungen des Virus zu erhalten, verlagert sich der Schwerpunkt der Überwachung vielmehr auf Fehlgeburten sowie missgebildete oder beeinträchtigte Jungtiere. Solche Proben werden am IVI weiterhin gratis auf das Shamonda-Virus getestet. Die Kosten dafür trägt der Bund.
Hier gibts mehr Infos
-> IVI: Shamonda-Virus in der Schweiz
-> RGS: Fieberhafte Durchfallerkrankungen bei Milchkühen