
Am kommenden Wochenende werden die Junghengste der Jury präsentiert.
Bernadette Odiet
Am Samstag, 10. Januar, findet in Glovelier JU die Nationale Freibergerhengstselektion statt. Der Anlass wird seit über 50 Jahren jeweils am zweiten Januarwochenende durchgeführt und gilt als einer der wichtigsten Termine im Jahreskalender der Schweizer Pferdezucht. Austragungsort ist die Wiege der Freibergerrasse an der Juragrenze.
Organisiert wird die Selektion von der Pferdezuchtgenossenschaft Haut Vallée de la Sorne gemeinsam mit dem Jurassischen Pferdezuchtverband. Jährlich verfolgen über 2’000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Präsentation der Hengste.
Breite genetische Basis
Die Kandidaten stammen überwiegend aus der Schweiz, je ein Hengst reist aus Frankreich und Deutschland an. Der Schweizerische Freibergerverband wertet diese Vielfalt als wichtiges Zeichen für den langfristigen Erhalt der Rasse.
Fokus auf Gesundheit und Genetik
Erstmals wurden alle Hengstanwärter auf die 2025 entdeckte hypertriglyzeridämie-induzierte Pankreatitis (HIP) getestet. Träger werden nicht ausgeschlossen, aber im Hengstkatalog gekennzeichnet, um risikoreiche Paarungen zu vermeiden.
Gleiches gilt künftig für die erbliche Leberfibrose Caroli (CLF). Die Polysaccharid-Speicher-Myopathie PSSM Typ 1 bleibt hingegen ein Ausschlusskriterium – betroffen ist keiner der gemeldeten Hengste.
Klare Selektionskriterien
Die mindestens dreijährigen Hengste werden im Stand sowie an der Hand im Schritt und Trab präsentiert. Die Jury beurteilt Typ, Exterieur und Gangarten.
Für die Zulassung zur zweiten Selektionsphase in Avenches VD sind mindestens 21 Punkte ohne Einzelnote unter 6 erforderlich. Die zweite Phase dauert bis Ende Februar 2026.
-> Hier können Sie die Veranstaltung vom 10. Januar live und kostenlos mitverfolgen.