Rindertuberkulose: 6 Betriebe gesperrt

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg ist die Rindertuberkulose nicht unter Kontrolle. Zwei weitere landwirtschaftliche Betriebe wurden wegen Verdachts gesperrt. Insgesamt sind sechs Höfe gesperrt.

blu/pd |

Die Rinder-Tuberkulose macht den Landwirtinnen und Landwirten in Vorarlberg seit Jahren zu schaffen. Das Bundesland hat deshalb die Bekämpfung der Seuche intensiviert. 

Die Landesveterinärbehörde rechnet damit, dass der Grossteil der laufenden Untersuchungen im Zusammenhang mit der Rindertuberkulose (TBC) bis Ende Februar abgeschlossen sein wird. Insgesamt wurden bisher rund 6800 Tiere untersucht. 22 Tiere wurden diagnostisch getötet, 13 davon weisen einen positiven PCR-Test auf. Derzeit sind sechs landwirtschaftliche Betriebe wegen TBC-Verdacht gesperrt, davon fünf im Bregenzerwald und einer im Unterland.

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«Darf sich nicht in Länge ziehen»

Seit Anfang Januar wurde ein Betrieb wieder freigegeben, gleichzeitig wurden zwei weitere Betriebe gesperrt. Auf einem Bregenzerwälder Hof wurden vor drei Wochen alle Tiere wegen einer TBC-Häufung getötet. Dieser sei nur noch wegen abschliessender Hygienemassnahmen gesperrt, teilte das Land Vorarlberg weiter mit.

«Die TBC-Situation darf sich nicht in die Länge ziehen. Unser Ziel ist eine konsequente Reduktion im Rotwildbestand. Das gelingt nur, wenn alle Massnahmen verbindlich umgesetzt werden und Landwirtschaft, Jagd und Behörde geschlossen zusammenarbeiten», betonte Landesrat Christian Gantner. Im noch laufenden Jagdjahr 2025/26 wurden bisher in Vorarlberg 904 ein- und mehrjährige Stück Rotwild untersucht. Bei 47 Tieren fiel der Test positiv aus.

Belastung für Bauern

«Die laufenden Untersuchungen bedeuten für Landwirtinnen und Landwirte, insbesondere für betroffene Betriebe, Unsicherheit und eine enorme psychische Belastung. Gerade in einer sensiblen Phase wie dieser ist eine besonnene und sachorientierte Diskussion sowie Berichterstattung – auch auf politischer Ebene – von besonderer Bedeutung.», so Ganter weiter.

Hinweise auf eine Übertragung auf Menschen liegen weiter nicht vor. Eine Übertragung der Erkrankung vom Rind auf den Menschen, früher weit verbreitet, sei heute selten.

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Tuberkulose

Die Schweiz gemäss Behörden bei Nutz- und Wildtieren als frei von der bakteriellen Infektionskrankheit. Die Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende, bakterielle Infektionskrankheit. Wildtiere, Nutztiere und Menschen können daran erkranken. Der aktuell dominierende Erreger bei den Tuberkulosefällen bei Rothirschen in Westösterreich und Süddeutschland ist das Bakterium Mycobacterium caprae. Es kann auf Rinder, aber auch auf den Menschen übertragen werden.

Wildtiere (vor allem Rotwild, Schwarzwild und Dachse) können sogenannte «Reservoire» der Tuberkuloseerreger sein. Das heisst, die Krankheit kann sich zum Teil unbemerkt über lange Zeit in den freilebenden Populationen erhalten und so immer wieder zu Ansteckungen bei Rindern führen. Eine Übertragung von Tuberkuloseerregern zwischen Wildtieren und Rindern ist in beide Richtungen durch direkten Tierkontakt oder durch verunreinigtes Wasser oder Futter möglich.

Beim Rind kann die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Anzeichen der Krankheit Monate bis Jahre dauern. In einer späten Phase der Erkrankung zeigt sich die Tuberkulose bei Rindern als chronisch-auszehrende Krankheit mit vergrösserten Lymphknoten, Fieberschüben, Milchleistungsrückgang und Abmagerung. Diese Symptome können aber auch bei anderen Krankheiten auftreten. Ohne Abklärung im Labor kann die Diagnose Rindertuberkulose nicht abschliessend gestellt werden. Alle Säugtiere und der Mensch können sich anstecken. Die Rindertuberkulose kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Die Tuberkulose ist eine auszurottende und somit meldepflichtige Tierseuche. Wer Tiere hält oder betreut, muss Verdachtsfälle dem Bestandestierarzt melden.

->   Mehr Infos gibt es hier

Kommentare (1)

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  • Frise | 02.02.2026
    Akzeptiert endlich Kolloidales Silber und CDL (ClO2) auch bei TBC...
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