Mittwoch, 25. November 2020
28.10.2020 18:35
Milchmarkt

Coop: 32 Mio. kg IP-Suisse-Milch

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Von: blu

Der neue Absatzkanal bei Coop soll der IP-Suisse-Milch weiteren Schub verleihen. Ab Anfang November gibt es in den Regalen der Basler Detailhändlerin Pastmilch zu kaufen. Die Bauern erhalten einen Zuschlag von 5 Rappen je Kilo.

Die Anfänge der IP-Suisse-Wiesenmilch reichen bis ins Jahr 2006 zurück. Der Verkaufsstart erfolgte nach rund fünfjähriger Vorbereitungszeit im Oktober 2011. Landesweit wurde eine TerraSuisse-Wiesenmilch UHT-Qualität vertrieben

Bei Migros national gescheitert

Die schweizweite Ausrollung bei der Migros wollte aber nicht so richtig gelingen. Nach nur acht Monaten wurde diese im April 2012 auf nationaler Ebene ausgelistet. Begründet wurde der Schritt damit, dass es nicht gelungen sei, dem Kunden den Mehrwert der Terra-Suisse-Wiesenmilch zu kommunizieren.

Die Migros Aare hielt aber an der Labelmilch fest. Und die Pastmilch konnte sich anschliessend fest im Sortiment etablieren. Anfang 2013 kam die Wiesenmilch auch in der Migros Zentralschweiz ins Sortiment. Wie IP-Suisse Präsident Andreas Stalder im März 2020 gegenüber «Schweizer Bauer» sagte, vermarktet die Migros jährlich mit steigender Tendenz 16 bis 17 Mio. Kilo Wiesenmilch. «Das Wertschöpfungspotenzial bei der Milch ist gross», sagte Stalder.

Auch die Migros-Tochter Denner führt seit Herbst 2016 Wiesenmilch im Sortiment. Der Discounter führt neben der Milch noch über 30 weitere Artikel im Sortiment. Auch der Weltkonzern Nestlé verarbeitet Wiesenmilch. Bei Tochter Cailler, die Schokoladen-Produkte herstellt, wird IP-Suisse-Milch verwendet.

100 statt 200 Millionen Kilo

Im März wurde auch kommuniziert, dass Coop Wiesenmilch ins Sortiment aufnimmt. Das ist eine Premiere. Zuvor gab es bei Coop keine Käferprodukte zu kaufen. «Wir erwarten einen kräftigen Schub mit der Wiesenmilch. Bei Coop sind nach Umstellung des Mittelsegments rund 200 Mio. Kilo Wiesenmilch angedacht», sagte Stalder weiter.

Seit Juni gibt es IP-Suisse-Rahm bei Coop zu kaufen, in wenigen Tagen folgt auch eine Pastmilch. IP-Suisse spricht nun nicht mehr von 200 Millionen Kilo, sondern von 100 Millionen Kilo, die einst über diesen Kanal verkauft werden könnten. 

1,6 Millionen Wertschöpfung

Mit der Lancierung von IP-Suisse-Pastmilch und IP-Suisse-Past-Rahm (unter der Coop Eigenmarke Qualité & Prix) werden in einem ersten Schritt jährlich über 32 Mio. kg Milch abgesetzt, schreibt IP-Suisse am Donnerstag in einer Mitteilung. Die Bauern erhalten pro Kilo Milch einen Zuschlag von 5 Rappen. «Der neue Absatzkanal schafft für die Milchproduzenten zusätzliche Wertschöpfung von jährlich 1.6 Mio. Fr. und stärkt die Beziehung zwischen Produzenten, Detailhändler und Konsumenten», schreibt IP-Suisse weiter.

Für Stalder ist die Zusammenarbeit ein grosser Erfolg. «Es ist für uns ein Quantensprung. Es ist ausserordentlich wichtig, dass beide Grossverteiler sich für die Nachhaltigkeit von IP-Suisse entscheiden konnten. Die Landwirtschaft kann sich auf einem hohen und einheitlichen Niveau formieren», sagte er im März 2020 zu «Schweizer Bauer».

Die Anforderungen an die Produktion sehen unter anderem die sojafreie Fütterung, Teilnahme am RAUS-Programm (regelmässiger Auslauf im Freien), regelmässigen Weidegang sowie die Fütterung mit Heu und Gras, betriebseigenes Wiesenfutter und den reduzierter Kraftfuttereinsatz vor. Ausserdem werden im Punkteprogramm zur IP-Suisse-Milch unter anderem die artgerechte Haltung, Herdengesundheit und Lebensdauer der Kuhherde systematisch und langfristig gefördert. Zusätzlich gehört zur IP-Suisse-Labelproduktion die Einhaltung von Biodiversitätsanforderungen.

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