Sonntag, 29. Januar 2023
03.12.2022 19:00
Brunegg

Alessia Sonderegger ist Braunviehkönigin

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Von: sal

An der Swiss Classic in Brunegg AG am Samstag wurde Alessia Sonderegger aus Flums SG zur neuen Braunviehkönigin gewählt. Sie ist gelernte Landwirtin und im Moment in der Zweitausbildung zur tiermedizinischen Praxisassistentin.

Nach der Bekanntgabe des Schweizermeistertitels für die St. Galler Züchtergruppe und vor der Party stand mit der Wahl der Braunviehkönigin der letzte Höhepunkt an. Eliane Berner, die Braunviehkönigin von 2019, gab ihre Krone weiter. Sie habe viele tolle Erlebnisse gehabt, berichtete sie, und sei trotz Corona an 25 Braunviehschauen im Einsatz gewesen, so etwa an der Bruna und an der Europameisterschaft in Verona (I). Dann war es an Martin Pfister und an Andrea Furrer, der Braunviehkönigin von 2015, das Couvert mit dem Namen der Siegerin zu öffnen.

Alessia Sonderegger gewinnt! 

Um die 600 Stimmen und damit am meisten waren eingegangen für Alessia Sonderegger aus Flums. Das heisst angesichts der vollen Vianco Arena, dass alle Kandidatinnen gut mobilisierten und alle viele Stimmen holten. Der Applaus war gross, die Freude bei Alessia noch grösser. Alessia verdrückte einige Tränen, als erste Gratulantin eilte ihre Cousine Carmen Gubser herbei. Geduldig stellte sie sich minutenlang ins Blitzlichtgewitter der Fotografen und gab anschliessend auch schweizerbauer.ch ein Video-Interview. 

Gelungene Vorstellungsrunde

An der Präsentation am Vorabend hatten sich die jungen Frauen ganz allein mitten in den Ring gestellt und in freier Rede von sich erzählt. Das Mikrofon hatten alle gut im Griff. Sie stellten unter Beweis, dass sie alle geeignet wären, das Braunvieh in den nächsten zwei Jahren zu repräsentieren und die wirtschaftlichen Vorteile der braunen Rasse bei jeder Gelegenheit der breiten Öffentlichkeit und der Politik im In- und Ausland aufzuzeigen. Oft wird die nächste Braunviehkönigin auch als Ehrendame im Einsatz stehen. 

Alessia Sonderegger

Bei der Vorstellung war Alessia Sonderegger als Erste an der Reihe. Sie fiel da schon auf mit souveräner Rede. Die St. Gallerin strich hervor, dass sie gelernte Landwirtin ist und jetzt noch eine zweite Ausbildung macht: diejenige zur tiermedizinischen Praxisassistentin. Am Braunvieh fasziniere sie die Vielseitigkeit und Komplettheit, sagte sie. In wenigen Worten brachte sie die Vorzüge der Rasse auf den Punkt und wünschte allen einen schönen Abend. 

Anja Koch

Dann bat die Moderatorin Andrea Furrer, selbst ehemalige Braunviehkönigin, Anja Koch nach vorne. Sie verwies auf den elterlichen Milchwirtschaftsbetrieb, wo sie schon früh Gefallen am Braunvieh gefunden habe, das sie aber mit zunehmendem Alter immer mehr schätze. Sie schliesse nächstes Jahr das Studium zur Primarschullehrerin ab und legte in den folgenden Sätzen den Schwerpunkt auf das Image der Landwirtschaft in der breiten Bevölkerung, wofür sie sich ganz besonders engagieren möchte. «Wenn ihr mir die Chance geben wollt, da etwas zu bewirken, dann gebt mir doch heute Abend eure Stimme». 

Daniela Bergmann

Es folgte Daniela Bergmann aus Abländschen BE, «aus dem schönen Berner Oberland», wie sie in schönem Oberländer Berndeutsch sagte. Sie sei gelernte Landwirtin und sei im Sommer z’Alp gewesen und flocht geschickt ein, dass sie dort fürs Käsen verantwortlich gewesen sei. Im Kanton Bern seien die Vorzüge des Braunviehs noch ein bisschen weniger bekannt, daran würde sie gerne arbeiten.  Sie sei sehr gerne an Viehschauen, sagte sie. Über eine Wahl würde sie sich sehr freuen. 

Priska Marty

Priska Marty aus Altendorf SZ sagte, dass ihr Vater in einer Betriebsgemeinschaft mit 74 Kühen sei. «Jedes Mal, wenn ich in den Gaden laufe, besticht die braune Kuh mit ihrer ruhigen und angenehmen Art», fuhr sie weiter. Sie sei in der Ausbildung zur Bäuerin FA und habe Detailhandelsfachfrau gelernt und arbeite aktuell in einem tiermedizinischen Labor. Sie sieht es als Vorteil, dass sie wisse, wo sich in der Landwirtschaft etwas ändern müsse. Sie würde sich sehr freuen, wenn man ihr die Stimme gebe. Auch sie hielt sich ans Motto «kurz und prägnant». 

Janine Bartholet

Nach ihr wandte sich Janine Bartholet ans Publikum. «Ich bin 22, habe Bauer gelernt und durfte im Herbst das Agronomiestudium abschliessen», sagte sie. Es sei ihr Ziel, in einigen Jahren den Betrieb zuhause zu übernehmen und mit den Braunviehtieren weiter zu züchten.  Souverän zählte sie diverse Vorzüge des Braunviehs auf. «Wenn ihr all die schönen Kühe anschaut, die heute hier präsentiert werden, versteht ihr meine Begeisterung für die braune Rasse bestens. Auch sie sagte, dass sie sich sehr freuen würde, wenn sie  Unterstützung finde heute Abend. 

Miriam Scheuber 

Die sechste Kandidatin, Miriam Scheuber, ist in Lostorf SO aufgewachsen. Mittlerweile lebe sie aber in Oftringen im Kanton Aargau. Sie strich hervor, dass sie nach der Ausbildung zur Landwirtin ein Jahr lang auf dem elterlichen Betrieb gearbeitet habe, auf dem rund 50 Kühe (Brown Swiss, OB und ROB) gehalten werden. Nun sei sie in der Weiterbildung zur Agrotechnikerin, diese Weiterbildung werde sie im Juni 2023 abschliessen. Sie folge ihrer Leidenschaft als stolze Jungzüchterin bei den Nordwestschweizern. Sie schätze den flexiblen Einsatz der Rasse Braunvieh. Über die Unterstützung an der Wahlurne würde sie sich sehr freuen. 

Die bisherigen Braunviehköniginnen

Barbara Rohrer 2011-2013

Barbara Reidt 2013-2015

Andrea Furrer 2015-2017 

Patrizia Hobi 2017-2019 

Eliane Berner 2019-2022

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