Bauernproteste: Autobahnblockaden werden fortgesetzt

Landwirte im Mittelmeerraum und in weiteren EU-Ländern blockieren seit Tagen Autobahnen und Strassen, um gegen steigende Produktionskosten, Bürokratie und das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen zu protestieren. Trotz widrigen Witterungsbedingungen harren die spanischen Landwirte aus. Abschnitte der wichtigen Handelsroute AP-7 werden weiterhin blockiert.

ats |

Wie diverse Post auf den sozialen Medien zeigen, setzten die Landwirte in Nordost-Spanien ihre Protestaktionen gegen das neue EU-Mercosur-Handelsabkommen fort und halten mehrere wichtige Verkehrswege in der Region blockiert, darunter den Abschnitt der Autobahn AP-7 zwischen Borrassà und Vilademuls. Die Blockade besteht inzwischen seit mehreren Tagen und hat zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt, da sie – trotz unbeständiger Wetterbedingungen – weiterhin aktiv aufrechterhalten wird.

Trotz Regen und widriger Bedingungen haben sich zahlreiche Landwirte und Unterstützer auf der AP-7 versammelt und stellen mit improvisierten Unterständen aus Stroh und Planen sicher, dass die Sperre bestehen bleibt, berichten die spanischen Medien.

Die Protestierenden kündigten an, die Blockade so lange fortzusetzen, bis das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) rückgängig gemacht wird.

Weitere Verkehrsblockaden in Katalonien

Neben der AP-7 sind auch andere wichtige Verkehrsverbindungen betroffen. Blockaden gibt es unter anderem auf der N-2-Strasse nahe Pontós sowie auf der C-16 in der Berguedà-Region und an den Zufahrten zum Hafen von Tarragona. Einige kleinere Blockaden, etwa auf der A-2-Autobahn, wurden zwischenzeitlich aufgehoben, doch die zentralen Sperren bleiben bestehen.

Landwirte protestieren seit mehreren Tagen gegen die Entscheidung der EU, das Mercosur-Abkommen zu unterstützen, das nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten zustande gekommen ist. Kritiker des Deals befürchten, dass er den lokalen Markt mit billigen landwirtschaftlichen Importgütern überschwemmt und den heimischen Produzenten erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügt.

Ausschreitungen bei Bauernprotest

Am 18. Dezember protestierten in Brüssel Tausende Landwirtinnen und Landwirte gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten sowie gegen die vielen Vorschriften protestiert. Es kam zu Konfrontationen mit der Polizei. ->   Hier gehts zum Artikel

Reaktionen und Forderungen

Die protestierenden Bauern fordern, dass die spanische und katalanische Regierung Druck auf Madrid und Brüssel ausüben, um die Umsetzung des Abkommens zu stoppen oder zumindest neu zu verhandeln. Viele Landwirte sehen darin eine existenzielle Bedrohung für ihre Zukunft und das bäuerliche Gewerbe in ganz Europa.

Offizielle Stellen haben bislang wiederholt betont, dass das Abkommen noch nicht endgültig in Kraft getreten ist und einer weiteren Zustimmung im Europäischen Parlament bedarf. Die Debatte über die Konsequenzen des Mercosur-Abkommens wird daher weiterhin intensiv geführt.

Kommentare (17)

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  • Slink | 13.01.2026
    Wo bleibt hier Wasserwerfer, Gummischrot und Pfeffer die sonst immer so gerne eingesetzt werden?
    Gibt wohl "gute" und schlechte Chaoten!
  • Angela | 13.01.2026
    Bis 2060 wird es keine Landwirtschaft mehr geben, wenn es so weiter geht, leider gehöre auch ich dazu um mein Geldbäutel zu schonen im Laden auf das günstigste zu greiffen, damit ich noch einbisschen (frisches Gemüse und Obst) Einkaufen kann. Natürlich währe es viel besser und gesünder direckt vom Bauern zu beziehen...ist es wirklich noch so? Unsere Lebensmittel ferlieren an geschmack wegen lagerung, Bodenbeschaffenheit und vieles mehr..vor 40 Jahren wahren die Rüebli noch saftig und süss egal wie sein Wachstum wahr einfach fein!
  • Tobler | 12.01.2026
    Wenn diejenigen Lästerer wüssten woher all die Lebensmittel herkämen , 365 Tage im Jahr ohne Ferien, würde Euch das ewige rumgemecker vergehen, können Sie mir erklären ,warum die meissten Suizidfälle in der Landwirtschaft sind?
    Denke nicht , weil es ein Schoggijop ist!!
    • Slink | 13.01.2026

      "365 Tage arbeiten" ausser man steht auf der Autobahn rum!

  • Thomas Ochs | 12.01.2026
    Warum soll man einen Kommentar schreiben, wenn er sowieso entfernt werden kann.
  • D | 12.01.2026
    An Daniel
    Die Staatliche unterstützung erhzlten Landwirte wegen leuten wie dir. Die nicht wissen wieviel es kostet bis 1 kg Fleich oder Milch bei der Produktion kostet.
    Gartenbauer, reichen die Einnahmen nicht. So hebt ihr den Stundensat. Das können die Landwirte nicht.
    Da gibt es Staatliche hilfen, damit wir für die Mensche, also geselschaft günstiger Produziren. Sage Danke für den kaufpreis von Fleisch, Milch und ander Landwirtschaftliche Produkte.
    Wären die Staatlichen hilfen nicht, dann würde die geselschaft mer Geld für diese Produkte brauchen. Also sinkt die Kaufkraft der Geselschaft. Dann macht sich so mancher der Garten selber schön, ohne dich. Und du hast keine Arbeit mehr. Somit bist du Überflüssig und Arbeitslos. Für dich Daniel zum verstehen.
    Du währst ende Monat Pleite wenn es die Staatliche Unterstützung nicht gäbe.
    Vieleicht solltest du dich mal besser über die Politik informieren.
    Damit du mir genau sagen kannst warum Landwirte die staatliche Unterstützung erhalten.
    Dann verstehst du, dass du eigentlich das Problem der staatlichen Unterstützung bist. Und nicht die Landwirtschaft. Invormieren heisst wissen suchen, bevor man grosse reden schwingt.
  • Vewe | 12.01.2026
    Bei der vielgerühmten Marktwirtschaft FDP + SVP!) wird doch immer Kunde ins Zentrum gestellt.
    Was soll nun falsch sein mit der Zusammenarbeit Südamerika.
    Hat doch noch den Vorteil, dass weniger Wirtschaftsflüchtlinge die Schweiz belagern.
    Also volle Volksnähe, liebe Interessenvertreter in Bern
  • Roman | 12.01.2026
    Leider gibt es viele Menschen die den Bezug zur Natur verloren haben, Profitgier lässt sie verblenden und unmenschliche verträge unterschreiben. Der fehler des bauern ist seine schleichende versklavung durch grossunternehmer welche das billigste und einheitlichste produkt verlangen. gesundheit ist der wirtschaft nicht wichtig, mit kranken lässt sich schliesslich mehr geld verdienen.

    und nun will die politik den preis noch weiter drücken um unserer material-gierigen gesellschaft vermeintlich „zu helfen“. Die ausgaben für lebensmittel waren früher um ein vielfaches höher und nun hört man aussagen man könne sich die lebensmittel nicht mehr leisten.
  • Bischofberger | 12.01.2026
    Wird Zeit,dass der Frühling kommt dann können die Jammeris endlich wieder ranklotzen🫵
    • Daniel | 12.01.2026
      Dieser Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.
    • Daniel | 12.01.2026
      Dieser Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.
  • Bischofberger | 12.01.2026
    Warum haben Bauern nebst einem Mercedes noch ein Mofa? Dass Sie auch auf Feldwegen noch Jammern können 🫵
    • Tom | 12.01.2026

      Mach mal einem Bauer in deiner Region mal für einen Monat Lohn und Arbeit zu tauschen...... aber natürlich inkl. Kosten und Verpflichtungen. ...

    • Obelix | 18.01.2026
      Sitzt einer noch so hoch im Land, isst er doch aus des Bauern Hand.
  • Roman berger | 12.01.2026
    Es gibt strenge quoten. Es werden weniger als 2 % eingeführt. Mehr Bauernschutz geht gar nicht! Und bei klimaaklebern wollen sie hart durchgreiffen?
    • Daniel | 12.01.2026
      Ihr seid nicht die einzigen die arbeiten schon garnicht über die Winterzeit als Landschaftsgärtner lache ich nur noch über das jammern wir sind in jeder Jahreszeit am arbeiten ohne zu jammern und Stadtliche unterstützung
    • Daniel | 12.01.2026
      Dieser Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.
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