Bleibt Hagenbuch im BOM-Vorstand?

Stephan Hagenbuch, Direktor der Schweizer Milchproduzenten (SMP), gibt dieses Amt per 1. Juli 2026 ab. Ob er seine weiteren Ämter behalten wird, ist noch unklar.

Hagenbuch konzentriert sich laut Mitteilung der SMP künftig als «Beauftragter des Vorstandes für Agrar- und Marktpolitik und Sonderprojekte» auf die strategische Beratung der SMP. Hagenbuch legt Wert darauf, dass er nicht «geht», wie ein Titel auf schweizerbauer.ch gelautet hatte.

->  SMP: Direktor Hagenbuch geht

Hagenbuch ist seit 1991, als er zum damaligen Zentralverband schweizerischer Milchproduzenten (ZVSM) gestossen war, zu einem der besten Kenner der Schweizer Milchwirtschaft geworden. Bevor er 2029 im Alter von 65 Jahren in Pension gehen wird, kann er in der neuen Rolle sein Wissen weitergeben.

Und was ist mit seinen anderen Funktionen, in denen er in anderen Organisationen die SMP vertritt? Die wichtigste ist im Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM). Ferner ist er auch Präsident des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID), Mitglied der Verwaltung bei der Floralp GmbH (Buttermarke), Mitglied des Agrarrats von Emmi (früher Agrarbeirat, entschädigt mit 5000 Franken pro Jahr plus Sitzungsgelder plus Fahrspesen), Vizepräsident des Vorstandes der TSM Solutions GmbH, und er ist im Vorstand des Vereins AgroMarketing Suisse (AMS).

Behält Hagenbuch diese Mandate, auch wenn Stefan Arnold und Micaël Müller neu Co-Geschäftsführer sind? Christa Brügger, die Kommunikationschefin der SMP, selbst ein Mitglied der Geschäftsleitung, schreibt dazu auf Anfrage: «Die Ablösung der bestehenden SMP-Vertretungen in verschiedenen Organisationen wird intern besprochen und im Rahmen der geltenden Amts- und Wahlperioden erfolgen. Wir setzen auch hier auf Kontinuität und geordnete, sinnvolle Übergänge.» Sicher ist: Ohne Hagenbuch als Direktor und mit einer Doppelspitze im Operativen hat der Vorstand mehr Einfluss.

«Unser Ziel ist klar, ein Horrorszenario zu verhindern»

In der aktuellen Situation kommen nicht nur vermehrt Milchbauern, sondern teils auch Verarbeiter und Milchhändler in finanzielle Bedrängnis. Stephan Hagenbuch, Direktor der Schweizer Milchproduzenten (SMP), ordnet die Lage ein und sagt, wie die Branche künftig gestärkt werden soll. ->  Das ganze Interview gibt es hier

Kommentare (3)

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  • ketzerlein | 02.04.2026
    Und du hättest während den guten Zeiten mit hohen Preisen Rücklagen machen können, damit du die jetzige Krise besser überstehen kannst!
  • Bucher Hans | 02.04.2026
    Auch Herr Hagenbuch ist NICHT unersätzlich. Nur überall im Beirat und Vorstand sitzen und hohe Gehälter beziehen nützt uns Bauern nichts. Auswechseln, und zwar subito. Er hatte die Chance, hat sie aber verspielt.
  • Chrigel | 01.04.2026
    Wenn er so ein Kenner der Milchbranche ist, warum unternimmt er denn nichts, wenn eine Krise ist.Eigentlich müssten die Massnahmen ausgearbeitet werden wenn es rund läuft.Nur mit klugen Sprüchen entschärft sich die Situation nicht.Eigentlich müsste das Gehalt dieser Büro-Milchbauern mit dem Milchpreis gekoppelt sein, dann wäre sicher mehr Interesse und Wille für eine positive Lösung vorhanden.
    Ich bin der Meinung, dass Personen,die nicht mehr bereit sind etwas für die Milchbauern zu bewirken oder durchzusetzen, nicht mehr tragbar sind für die Basis.
    Chrigel
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