
Die Milchmengen liegen bei den ZMP deutlich höher als im Vorjahr.
Doris Bigler
Mitte November hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) den Richtpreis-Entscheid auf Mitte Dezember vertagt . Der Druck vonseiten der Verarbeiter und des Handels für eine Senkung war schon damals hoch.
Preisdruck
Mitte Dezember kündigte der BOM-Vorstand eine Senkung des A-Richtpreises für industrielle Molkereimilch um 4 Rappen auf 78 Rappen per 1. Februar 2026 an. Die Senkung des Richtpreises hat sich abgezeichnet. Die Preise am Weltmilchmarkt sind am Sinken. Zudem sind die Einlieferungen in Europa und in der Schweiz deutlich höher als im Vorjahr.
-> Milch: Richtpreis sinkt um 4 Rappen
Auch die BOM nannte den Preisdruck als Hauptgrund für die Richtpreissenkung. «Auf den internationalen Märkten sinken die Preise derzeit sehr stark. Butter und Magermilchpulver verloren in den letzten Monaten viel Wert, in den kommenden Wochen werden in den umliegenden Ländern die Produzentenpreise deutlich zurückgehen», teilte die Branchenorganisation mit. Die Richtpreissenkung soll verhindern, dass die Differenz zwischen der Schweiz und Europa zu gross wird. Der BOM-Vorstand hat den Richtpreis für elf Monate bis Ende Dezember 2026 auf 78 Rappen fixiert.
ZMP: 2,5 Rp. weniger im Januar
Die Senkung wird nun auch im Milchhandel umgesetzt. Die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) haben den Basispreis per 1. Januar 2026 um 2,5 Rappen auf 60,5 Rappen je Kilo gesenkt. Die ZMP begründen den Abschlag wie folgt: «Die Reduktion ist notwendig, damit Kosten aus der Überschussverwertung, der tiefere B-Preis, aber auch Kosten durch die höhere Preisdifferenz zum Ausland (Importabwehr, Rohstoffpreisausgleich) finanziert werden können.»

Aufgrund der anspruchsvollen Marktsituation haben die ZMP den Basispreis für Milch Suisse Garantie per 1. Januar 2026 gesenkt.
ZMP
Die Lieferanten der ZMP müssen sich aber auf den 1. Februar auf eine weitere Preissenkung gefasst machen. Wie es in den ZMP-News von Dezember weiter heisst, wird der ZMP-Basispreis voraussichtlich um weitere 2,5 bis 3,0 Rappen reduziert. Die Preise für Biomilch Knospe bleiben im Januar stabil.
ZMP-Appell für weniger Milch
Der Preis ausserhalb der Monatsvertragsmenge bleibt im Januar bei 40 Rappen. Doch es gibt hier eine gewichtige Änderung. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die gesamte Menge ausserhalb der Monatsvertragsmenge als C-Milch.
Die ZMP schliessen weitere Massnahmen nicht aus. Vor allem die hohen Milcheinlieferungen machen der Organisation Sorgen. Die Milchproduktion der ZMP-Lieferanten nahm im November weiter zu und lag um 10,1 Prozent über dem Vorjahr. Bei Berücksichtigung der Neulieferanten – vor allem Wechsler aus der Tunnellösung – lag die Produktion 8,0 Prozent über dem Vorjahr.
Die ZMP appellieren deshalb an ihre Produzentinnen und Produzenten, weniger Milch einzuliefern, um weitere Massnahmen zu verhindern. Die ZMP schreiben: «Sollten die Mengen auf dem hohen Niveau bleiben, werden wir in den nächsten Monaten drastischere Massnahmen einleiten müssen, um die Milchproduktion zu reduzieren.»
Erstmals seit 2018 wird wieder C-Milch gehandelt. Hier gilt normalerweise der Weltmarktpreis. Im August lag der C-Milch-Richtpreis bei rund 37,4 Rappen pro Kilo, im November bei 29 Rappen und im Dezember noch bei 27,3 Rappen. Um den Ausfall bei den Bauern abzumildern, kommt der Fonds Regulierung zum Einsatz. Das Kilo Milch wird mit den Geldern indirekt auf den B-Milch-Richtpreis gestützt. Im August lag dieser bei 54,7 Rappen, im November bei 53,7 Rappen und im Dezember bei 53 Rappen.

BOM
wieso bleibt Bio Milchpreis auf 91 Rp?
bei überfluss kommt diese Milch auch in konv. Kanal
nicht nachvollziehbar..
Ihr lieben Milchproduzenten macht doch den Versuch nein Ihr müsst es durchziehen. B und C-Milch konsequent NICHT abliefern und schaut dann mit was faulen Ausreden die Verwerter Euch anlügen . Mischpreise etc. um zu ihrer Milch zu kommen ! Sie brauchen diese Milch für Käse und auch Schweinefutter.
Aber viele Landwirte begreifen auch heute noch nicht das sie selber mitschuldig sind, keine Branche reagiert so blöd wi die Landwirte, stimmt der Preis Melken wir vollgas, sinkt der Preis Melken wir auf Teufel komm raus
Es ist ein schöner Gedanke, dass alles in Ordnung wäre wenn die Leute nur geeint, solidarisch und planmässig vorgingen. Wenn ich die Welt anschaue dann ist das aber eine Utopie.
Das sind die Fehler die das Parlament
verursacht hat.
Auch die Milchverarbeiter , Handel u.Detalhandel Econommi Swiss und Avennie Swiss sind für die Tragödie im Milchmarkt verantwortlich.
Die solten zu rechenschaft gezogen .werden.
Nicht ganz. Die Bauern waren der Meinung, dass die Milchkontingentierung ein unnötiger staatlicher Eingriff sei und sie das selber regeln könnten. War wohl nix.
Verdammte Sauerei. Importieren von milch Produkte geht immer. Aber für die einheimischen bauern zu schauen, dafür interessiert sich niemand. Man arbeitet hart und viele Stunden, damit es einheimische Milch gibt, aber dies ist ja völlig egal, ob die Bauern überleben können oder nicht. Kein Wunder schliessen viele Betriebe ihre Türen. Warum unternimmt hier der Bund nichts. Das Geld, welches den Asylanten gesteckt wird, könnte man besser für die Milchpreise verwenden. Es ist zum kotzen, was hier abgeht.
Wenn zu viele immer die gleichen Produkte herstellen, gibt es Überfluss und sinkende Preise. Eine simple Logik !
Zudem kosten uns immer weniger Betriebe immer mehr !! Logik ??!
Bin froh, bin ich raus aus dem Affentheater!
Milchpulver und Butter wurden auch fleissig im 2025 importiert...
Alles Fakten die schwer verständlich und nicht mehr nachvollziehbar sind als Milchproduzent!
Bell baut den größten Schlachtjof der Schweiz und pusht jedoch die Herstellung von Fleisch im Reagenzglas. Emmi kauft unsere Milch und macht Werbung auf Lastwagen und Sattelzügen mit Soja und Hafer Mich. Dem sage ich nach Strich und Faden voll verarscht.
Ich glaub ihr müsst Euch wirklich Gedanken machen wie ihr mit Euren Lanzeitlieferantrn umgeht und wie Ihr die behandelt. Schluss zieht euch das Mal rein.