Nur noch 7 Rudel: Petition für strengere Wolfsregulierung

Die Junge SVP mehrerer Kantone hat eine nationale Petition für eine strengere Regulierung der Wölfe lanciert. Sie fordert eine Obergrenze von sieben Rudeln, schnellere Eingriffe sowie volle Transparenz über die Kosten des Wolfsmanagements.

pd/ome |

Die Junge SVP der Kantone Tessin, Schwyz, St. Gallen, Zürich, Nidwalden, Graubünden und Oberwallis warnen vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Wolfes in der Schweiz. Zu diesem Zweck haben sie eine nationale Petition für eine klare, transparente und handlungsfähige Wolfsregulierung lanciert. «Der Wolf ist nicht mehr nur ein alpines Problem. Auch Regionen wie das Zürcher Oberland kennen das Tier und müssen geschützt werden», heisst es in einer Mitteilung der Petitionäre.

Aktuell rund 43 Rudel

Die Wolfspopulation in der Schweiz ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Laut Kora wurden im Monitoringjahr 2025/26 insgesamt 43 Wolfsrudel nachgewiesen. 32 Rudel leben vollständig in der Schweiz, 11 nutzen grenzüberschreitende Gebiete. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) geht nach der Regulationsperiode vom 1. Februar 2026 von rund 350 Wölfen aus. Mit der Petition soll die Obergrenze der Rudel auf 7 begrenzt werden.

«Allein im laufenden Jahr meldete der Kanton Tessin bereits 65 getötete Tiere. Die Lage ist ernst», teilt die Sektion Tessin mit. Während die Verluste bei Schafen seit 2022 zurückgegangen sind, nehmen Angriffe auf wirtschaftlich wertvollere Tiere wie Rinder, Kälber und Ziegen zu, so die Petitionäre. Der finanzielle Schaden für die Landwirte nehme nicht ab.

-> Wolf tötet mehrere Schafe

Petitionären fehlt die Transparenz

Die bestehenden Schutzmassnahmen wie Hirten, elektrische Zäune oder Herdenschutzhunde werden vom Bund mit rund 10 Millionen Franken pro Jahr unterstützt. «Der Kanton St. Gallen investiert jährlich zusätzlich fast eine Million Franken in den Herdenschutz. Gleichzeitig fehlt es an Transparenz bezüglich der Wirksamkeit dieser Massnahmen und der von Privaten getragenen Kosten», erklärt die Sektion St. Gallen.

Zudem sind die heutigen Bewilligungsverfahren für Wolfsabschüsse aus Sicht der Jungen SVP zu langwierig und zu komplex. «Das Risiko illegaler Abschüsse steigt, wenn notwendige Eingriffe zu spät erfolgen. Wir brauchen klare Zuständigkeiten und schnelle Entscheidungswege», fordert die Sektion Schwyz.

-> Leben mit dem Wolf: Sie handeln, um die Herde zu retten

Die Forderungen der Petition

Vor diesem Hintergrund fordert die Junge SVP mit ihrer Petition drei konkrete Massnahmen:

  • Landesweite Höchstgrenze von 7 Rudeln: Dieser verbindliche Grenzwert solle den langfristigen Erhalt der Art und zugleich die Existenzgrundlagen der Berg- und Weidewirtschaft gewährleisten.
  • Schnelle, transparente und ganzjährig anwendbare Verfahren für Eingriffe bei überzähligen oder problematischen Rudeln und Einzelwölfen: Klare Kriterien und rasche Entscheide sollen Schäden und Konflikte begrenzen und die Sicherheit der Bevölkerung erhöhen.
  • Volle Kostentransparenz: Offenlegung aller Ausgaben des Wolfsmanagements (Bund, Kantone, Gemeinden, Private), inklusive Entschädigungen, Schutzinfrastruktur, Arbeitsstunden und indirekter wirtschaftlicher Verluste.

-> Hier können Sie die Petition «Für Wolfsbestände mit klaren Grenzen» unterschreiben

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