
Abfälle gibt es auf dem Hof von Christof Bühler nicht. Die Essensreste der Touristinnen und Touristen füttert er den Wollschweinen. (Symbolbild)
ProSpecieRara
«Wachse oder weiche» – mit diesen Worten beschreibt der Luzerner Landwirt Christof Bühler gegenüber «Watson» den Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft. Der 38-Jährige bewirtschaftet den Familienbetrieb Tannhüsern LU seit 2023.
Auf rund zehn Hektaren landwirtschaftlicher Nutzfläche hält er 15 Mutterkühe mit ihren Kälbern, betreibt eine Pferdepension mit acht Plätzen, bewirtschaftet 137 Hochstamm-Obstbäume und erzielt einen Teil seines Einkommens mit Agrotourismus. Trotz eines Arbeitsaufwands von rund 2’600 Stunden pro Jahr könne er nicht allein von der Landwirtschaft leben.
Wie «Watson» berichtet, bereiten Bühler insbesondere die geplanten Änderungen der Agrarpolitik 2030+ Sorgen. Diskutiert werden unter anderem eine Erhöhung der Mindestgrösse für den Bezug von Direktzahlungen in der Tal- und Hügelzone sowie strengere Ausbildungsanforderungen bei Betriebsübernahmen.
Sorge um kleinere Betriebe
Bühler befürchtet, dass kleinere Betriebe dadurch weiter unter Druck geraten. «Den Grossbetrieben und dem Bundesrat sind wir Nebenerwerbler ein Dorn im Auge. Aus ihrer Sicht blockieren wir Flächen» , so Bühler.
Nach Angaben von «Watson» könnten durch die geplante Erhöhung der SAK-Grenze rund 2’100 Klein- und Nebenerwerbsbetriebe ihren Anspruch auf Direktzahlungen verlieren.
-> «Kleinbauern werden diskriminiert»
«Was für eine Landwirtschaft will die Schweiz?»
Während das Bundesamt für Landwirtschaft die Reform unter anderem mit einer effizienteren Bewirtschaftung begründet, widerspricht Hansjürg Jäger, Dozent für Agrarpolitik und -märkte an der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL), dieser Einschätzung. «Ob ein Betrieb rationell und nachhaltig bewirtschaftet wird, hängt weniger von seiner Grösse ab als von anderen Faktoren», sagt Jäger gegenüber «Watson».
Für Bühler steht deshalb eine grundsätzliche Frage im Raum: «Was für eine Landwirtschaft will die Schweiz in Zukunft eigentlich haben?»
-> «Bundesrat fördert das Hofsterben»
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Ausserdem kenne ich viele Grosse, die DZ im 5stelligen erschleichen mit Raus/WeideRaus/GMF/etc, Ämtli sammeln, damit sie mit Kontrolleuren und Beamten ,,best friends,, sind, statt die Wiesen von Blacken zu befreien, billige Sklaven nach NAV anstellen, Vermögen vernichten indem man Heimwesen kauft, welche dann zum Ertragswert versteuert werden, damit die Buchhaltung ja nicht zu gut aussieht, sonst käme man noch auf den Gedanken von degressiven DZ....
Verhältnismäßig werden gerade in Kleinbetrieben viel Antibiotika eingesetzt und man weiss auch warum.
Schlechtere Ausbildung, weniger Erfahrung, weniger Präsenzzeit, weniger Investitionen in den Tierkomfort, häufigere Verschieben von Notwendigkeiten aus Zeit und Geldgründen.
Es scheint, als wäre die Erfasserei doch für etwas gut.