Milchmarkt: BEBV fordert mehr Verantwortung

Die Lage auf dem Milchmarkt spitzt sich zu. C-Milch und die Senkung des A-Richtpreises erhöhen den Druck auf die Produzentinnen und Produzenten. Der Berner Bauernverband (BEBV) fordert mehr Transparenz bei Importen und Richtpreisen und erwartet, dass Industrie und Detailhandel Verantwortung übernehmen.

pd/ome |

Die Situation auf dem Milchmarkt verschärft sich weiter. «Mit der Einführung der C-Milch als Ventil für Überschüsse sowie der Senkung des A-Richtpreises steigt der Druck auf die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten im Kanton Bern erneut», schreibt der Berner Bauernverband (BEVB) in einer Mitteilung.

BEVB fordert mehr Transparenz

Aus Sicht des BEBV ist die Inlandmenge nicht alleinige Ursache der aktuellen Schieflage. Die Bauernfamilien seien nicht die Verursacher dieser Entwicklung. Vielmehr müssten die importierten Milchmengen sowie der Veredelungsverkehr stärker berücksichtigt und deutlich transparenter gemacht werden.

«Das A-Segment betrifft Milch, die im Inland verarbeitet und vermarktet wird – ausländische Preistendenzen dürften darauf keinen direkten Einfluss haben»

Berner Bauernverband

Das Landwirtschaftsjahr 2025 war ertragsmässig erfreulich, was sich unter anderem auch in der Milchmenge widerspiegelt. «Es darf jedoch nicht sein, dass ein gutes Jahr mit einem schwierigen wie 2024 verglichen wird und der Milchpreis dadurch massiv unter Druck gerät», schreibt der BEVB. Der heutige Mechanismus führe jedoch genau zu diesem Effekt. 

BEVB fordert Industrie und Detailhandel 

Besorgniserregend sei zudem, dass bereits zu Jahresbeginn Verarbeitungsengpässe auftreten. Aufgrund der aktuell sehr akuten Lage seien die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten gezwungen, zur Marktstabilisierung beizutragen. Gleichzeitig brauche es die klare Zusicherung, dass sie nicht die alleinigen Leidtragenden sind. Die Branche müsse Verantwortung übernehmen und Lösungen aufzeigen, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt.

Die Senkung des A-Richtpreises wird von der Branche unter anderem mit dem Preisabstand zur EU begründet. Der BEBV stellt sowohl die Senkung als auch diese Begründung infrage. «Das A-Segment betrifft Milch, die im Inland verarbeitet und vermarktet wird – ausländische Preistendenzen dürften darauf keinen direkten Einfluss haben», so der BEBV. Industrie und Detailhandel seien gefordert, sie müssten der Schweizer Milch die nötige Wertschätzung entgegenzubringen.

Der BEVB fordert deshalb eine konsequente Stärkung des Inlandmarkts, langfristige Lösungen, mehr Transparenz bei Richtpreisanpassungen und beim Milchimport sowie ein gemeinsames Vorgehen aller Akteure.

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-> «Milchwirtschaft retten, Milchimporte sofort stoppen»

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-> Milchverarbeiter sind am Anschlag

-> «Milchpreissenkung ist ein falsches Signal»

Kommentare (3)

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  • P E | 26.01.2026

    Wenn da jemand in der intransparenten Landwirtschaft- Politik draus kommt ist es bestimmt der Urs Häfeli?


    Wie soll denn der Schweiz Konsument der Landwirtschaft noch vertrauen?


    Immer mehr Konsumenten fühlen sich in der Schweiz abgezockt und werden zum Einkauf-Tourist!


    Transparenz und schutzlose Ehrlichkeit heissen die Zauberwörter! Auch in der guten schönen Schweizer Landschaft!



    Wirtschaft kann sich nur mit Vertrauen weiterentwicklen.

  • Ulrich Heimberg | 24.01.2026
    Noch mehr Tiere mit Höchstleistungen züchten ! Lernfähigkeit ??!
    • Urs Häfeli | 24.01.2026
      Du chonsch ned so drus gäu Ueli !
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