
Seit 2024 gelten Höchstwerte für bestimmte PFAS in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eiern oder Fisch.
KI erstellt
In rund 30 Landwirtschaftsbetrieben werden die PFAS-Höchstwerte im Fleisch oder bei Eiern überschritten. Bei weiteren rund 60 Höfen wird der EU-Richtwert für die Ewigkeitschemikalien in der Milch nicht eingehalten. Laut den Fraktionen führe der momentane Vollzug zu Einkommensausfällen und gefährde die Liquidität der Betriebe.
Sie verweisen auf eine Motion des St. Galler Mitte-Ständerats Benedikt Würth, die im Ständerat angenommen wurde. Diese verlangt, den Vollzug des Bundes bis zum Inkrafttreten der PFAS-Strategie samt Härtefallregelungen auszusetzen. Die drei Fraktionen wollen, dass der Kanton die Weisung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ebenfalls aussetzt.
Kritik üben sie auch an den Bodenuntersuchungen des kantonalen Amts für Umwelt. Diese könnten für Grundeigentümer und Pächter Wertverluste, Haftungsfragen, Sanierungspflichten oder Finanzierungsprobleme bedeuten. Die Regierung hatte bisher darauf verwiesen, dass die seit August 2024 geltenden PFAS-Höchstwerte verbindlich seien.
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Was sind PFAS?
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) umfassen eine grosse Gruppe industriell hergestellter Chemikalien. Sie kommen aufgrund ihrer stabilen sowie wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahlreichen Anwendungen vor, etwa in technischen Beschichtungen, Verpackungsmaterialien oder Löschschäumen. Der Bund weist darauf hin, dass diese Stoffe in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut werden und sich deshalb in Böden, Gewässern sowie in der Nahrungskette anreichern können.