Donnerstag, 1. Dezember 2022
15.11.2022 17:06
Braunvieh

«Braunviehfieber in die Wiege gelegt»

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Von: Patrizia Hobi

Am 3. Dezember wird in Brunegg AG die neue Braunviehkönigin gewählt. Wir stellen Euch die sechs Kandidatinnen vor. Warum Daniela Bergmann aus Ablätschen BE bei der Wahl teilnimmt und welchen Bezug sie zum Braunvieh hat, lest Ihr im Interview.

«Schweizer Bauer»: Wer sind Sie?
Daniela Bergmann: Ich bin 21 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich auf einem Bergbauernbetrieb in Abländschen BE. Vor drei Jahren habe ich meine Lehre als Landwirtin erfolgreich abgeschlossen. Seitdem habe ich eine Sommersaison im Gartenbau gearbeitet und war dieses Jahr den zweiten Sommer z Alp. Im Winter war ich entweder im Service oder in einem Sportgeschäft tätig. Momentan arbeite ich bei meinem Bruder im Scherteam und zuhause auf dem elterlichen Betrieb, bevor ich im Dezember wieder im Sportgeschäft arbeiten werde.

Sie stehen zur Wahl als Braunviehkönigin. Was für einen Bezug haben Sie zum Braunvieh?
Schon seit klein war ich immer zuhause auf dem Hof und half mit, wo ich konnte. Dadurch kam ich bereits früh in Kontakt mit dem Braunvieh. Da mein Vater viele Ausstellungen besuchte und auch mit eigenen Tieren teilnahm, wurde mir das «Fieber» sozusagen in die Wiege gelegt. Im Teenie-Alter packte mich die Faszination von Braunvieh von Neuem, weil ich dann zum ersten Mal ein Rind an einer Junior Expo vorführen durfte. Seither gibt es in meiner Freizeit für mich nicht mehr viel anderes ausser Kühe und Ausstellungen.

Wo sehen Sie persönlich die Stärken des Braunviehs?
Für mich hat das Braunvieh vor allem seine Stärke im Charakter. Seine angenehme und ruhige Art fasziniert mich immer wieder von Neuem. Eine weitere Stärke ist sicher seine Robustheit und die Bergängigkeit. Gerade auf unserem Betrieb zuhause, wo die Kühe auf 1800 Metern über Meer auf die Alp gehen und das meiste Land sehr steil ist, muss die Kuh wissen, wo sie das gute Gras findet. Zusätzlich gefällt mir auch der Fett-Eiweiss-Gehalt, speziell das Verhältnis zwischen beidem. Daher gibt es beim Braunvieh auch viele Stiere, die das Kappa-Kasein BB aufweisen, was für sehr gute Käseherstellung spricht. Diese Stärke bemerkte ich in diesem Sommer sehr gut, da ich fürs Käsen zuständig war und der grösste Teil der Tiere dem Braunvieh angehörte.

Auf die neue Braunviehkönigin warten spannende Aufgaben. Worauf würden Sie sich am meisten freuen?
Auf eine spannende, erfahrungsreiche Zeit würde ich mich freuen sowie darauf, viele neue Züchter und Interessierte kennenzulernen und interessante Fachgespräche zu führen. Ebenfalls würde ich gerne das Braunvieh im Kanton Bern sowie im Inland und Ausland fördern und näherbringen.

Zum Schluss: Warum soll man ausgerechnet Sie zur Braunviehkönigin wählen?
Weil ich eine motivierte junge Frau bin und mein Herz für die Landwirtschaft schlägt. Mit meinen Erfahrungen auf der Alp und auf dem elterlichen Betrieb, weiss ich, was es heisst, mit dem Braunvieh zu arbeiten und was für die Rasse spricht und welche Vorteile sie hat. Da wir zuhause zwei verschiedene Rassen züchten, weiss ich, welche Stärken das Braunvieh hat gegenüber anderen Rassen.

Daniela Bergmann aus Abläntschen BE, steht zusammen mit 5 weiteren Kandidatinnen zur Wahl als 6. Schweizer Braunviehkönigin. Anlässlich der Schweizer Meisterschaft der Züchtergruppen Swiss Classic vom 3. Dezember 2022 in Brunegg AG gibt die amtierende Braunviehkönigin Eliane Berner ihre Krone weiter.
-> Mehr zur Wahl der Braunviehkönigin gibt es hier. 

Die Kandidatinnen für die Wahl zur Braunviehkönigin:

Anja Koch: «Rasse, die in schwierigen Zeiten besticht»
Daniela Bergmann: «Braunviehfieber in die Wiege gelegt»
Miriam Scheuber: «Schätze flexiblen Einsatz der Rasse»
Janine Bartholet: «Mit ganzem Herzen hinter Braunvieh»

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