Samstag, 22. Januar 2022
19.11.2021 10:38
Milchmarkt

Milch: A-Richtpreis unverändert

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: blu

Der Richtpreis für industrielle Molkereimilch bleibt im ersten Quartal 2022 bei 73 Rappen je Kilo. Der Einzug des Fonds Rohstoffverbilligung wird auf 4,5 Rappen festgelegt. Das hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) beschlossen.

Auf den 1. Januar 2021 wurde der Richtpreis für Milch im A-Segment um 2 Rappen auf 73 Rappen je Kilo erhöht. Die Branchenorganisation Milch (BOM) begründete die Erhöhung im November 2020 mit der gestiegenen Nachfrage von Molkereiprodukten und Käse im Inland. Die Erhöhung sei nicht auf die internationale Marktlage zurückzuführen.

«Wunsch des Parlaments unterstützen»

An der Vorstandssitzung von Ende Mai entschied die BOM, den Richtpreis bis Ende 2021 bei unverändert 73 Rp./kg Milch im A-Segment zu belassen. Einen besseren Preis wurde hingegen bei der B-Milch beschlossen. Der Berechnungsmodus für den B-Richtpreis wurde angepasst. Diese Massnahme sorgt seit dem 1. Juli 2021 für einen um mehr als 2 Rappen höheren B-Richtpreis.

Nun hat die BOM entschieden, den Richtpreis von 73 Rappen je Kilo auch für das erste Quartal 2022 belassen. Gründe für diesen Entscheid nannte die BOM nicht.

Die BOM hat auch über die Höhe des Einzugs Fonds Rohstoffverbilligung entschieden. Der Abzug wird auf 4,5 Rp. pro Kilogramm nicht verkäste Milch festgelegt. «Mit dem Verzicht auf den vollen Einzug der 5 Rappen Zulage für Verkehrsmilch unterstützt die BOM den Wunsch des Parlaments und des Bundesrats, die Situation der Produzenten von Molkereimilch zu verbessern», schreibt die Branchenorganisation am Freitag.

«Bedrohung für Milchwirtschaft»

Beraten wurden auch die Massentierhaltungsinitiative und der Gegenvorschlag des Bundesrats. Die BOM sieht beide Begehren als eine «grosse Bedrohung» für die Schweizer Milchwirtschaft. Der Gegenvorschlag schneie für die Schweizer Milchwirtschaft schlechter ab als die Initiative selbst.

Die BOM lehnt beide Vorschläge ab. «Auch wenn die Milchproduktion in der Schweiz meilenweit von einer Massentierhaltung entfernt ist, würde die Initiative unnötige und teilweise kontraproduktive Auflagen nach sich ziehen, welche die Produktion stark verteuern würde», warnt die Organisation.

Mehr zum Thema
Politik & Wirtschaft

Der ökologische Fussabdruck der Weltbevölkerung ist zu gross: Jeder dritte Befragte aus der Schweiz gibt an, im Bereich Nachhaltigkeit eine Führungsrolle übernehmen zu wollen. - unsplash Global stossen viele Firmenchefs mit…

Politik & Wirtschaft

Das Sechseläuten soll wieder zum «Volksfest» werden. - wikipedia Das traditionelle Sechseläuten in Zürich soll dieses Jahr durchgeführt werden.  Die Verantwortlichen des Sechseläutens haben entschieden, den Zürcher Anlass dieses Jahr…

Politik & Wirtschaft

Franz W. Aus Schweizer Kläranlagen entweicht erstaunlich viel Lachgas: Sie sind für rund zwanzig Prozent der schweizweiten Lachgas-Emissionen verantwortlich, wie aus einer Berechnung des Wasserforschungsinstituts Eawag hervorgeht. Gemäss der in…

Politik & Wirtschaft

Greenflation» – eine Teuerungswelle durch die Energiewende. - SNB Aus den USA schwappt die Angst vor einer «grünen» Inflation rüber. Schweizer Ökonomen bleiben vorerst aber noch entspannt. Regierungen aus aller…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE