Donnerstag, 30. Juni 2022
20.05.2022 13:28
Wallis

Wolf im Wallis erlegt

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Von: blu

In den Gemeinden Ergisch und Unterbäch im Kanton Wallis hat ein Wolf 28 Nutztiere getötet. Der Kanton am Montag das Raubtier zum Abschuss freigegeben. Nun ist der Wolf tot.

Der Wolf wurde in der in der Region Schattenberge-Augstbord von der Wildhut erlegt. Der Abschuss erfolgte innerhalb des bewilligten Bereichs, teilte der Kanton Wallis am Freitag mit.

Die Tiere wurden bei einem Wolfsangriff getötet.
zvg

Schäden weiterhin hoch

Seit Beginn der Saison wurde in der Region eine Reihe von Schaf- und Ziegenherden vom Wolf angegriffen. «Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW), die für die Regulierung geschützter Arten zuständig ist, und die Dienststelle für Landwirtschaft (DLW), die für den Herdenschutz zuständig ist, haben 28 getötete Nutztiere in geschützter Situation auf mehreren Parzellen landwirtschaftlicher Nutzflächen (LN) gezählt», liess der Kanton verlauten.

Trotz diesem Abschuss seien die durch den Wolf verursachten Schäden im Kanton weiterhin hoch. «Der Staatsrat möchte daher, dass der Bundesrat seinem Antrag auf eine ausserordentliche Regulierung so schnell wie möglich nachkommt», macht der Kanton klar.

Gemäss der revidierten Verordnung zum Bundesgesetz über die Jagd seien die Voraussetzungen für die Anordnung eines Abschusses erfüllt gewesen. Diese erlaubt den Abschluss von Grossraubtieren, wenn diese innerhalb von vier Monaten mindestens zehn Schafe oder Ziegen getötet haben. Laut dem Kanton handelte es sich um ein einzelnes Tier ohne Rudel.

Wolfsschützer empört

Dem widerspricht die Gruppe Wolf Schweiz (GWS), welche die Abschussbewilligung durch den Kanton in einer Medienmitteilung am Donnerstag scharf kritisierte. Im betroffenen Gebiet sei bekanntlich ein Rudel ansässig. In Rudelstreifgebieten seien Abschüsse von Einzelwölfen bundesrechtlich unzulässig.

Falls es in Rudelgebieten zu Schäden durch Wölfe komme, die einen Eingriff in den Bestand rechtlich erlauben, so müsse dieser über eine Regulierung des Rudels durch den Abschuss von Jungwölfen erfolgen, erklärt die GWS. Dafür sei die Zustimmung des Bundes erforderlich und es dürften lediglich 50 Prozent der im laufenden Jahr geborenen Jungtiere erlegt werden. Über diese eindeutige Regelung der eidgenössischen Jagdverordnung setze sich der Kanton Wallis mit seinem Vorgehen hinweg.

Auch missachteten die Walliser Behörden ein Urteil des eigenen Kantonsgerichts, moniert die GWS. Das Kantonsgericht habe die Behörden in einem Fall von 2018 gerügt, als diese bereits einmal widerrechtlich einen Einzelwolf in einem Rudelstreifgebiet zum Abschuss freigegeben hätten.

Vom damaligen Versprechen der Behörden, das Urteil in der weiteren Praxis zu berücksichtigen, sei leider nichts übrig geblieben, schreibt die GWS weiter. Der Fall zeige, weshalb es falsch wäre, den Kantonen die Kompetenz zur Regulierung von geschützten Arten zu geben.

2021 wurden 336 Nutztiere gerissen

Zuletzt wurden im März zwei Jungwölfe im Val d’Herens erlegt. Anfang März wurde eine Wölfin erlegt. Am 17. März folgte dann der Abschuss des zweiten Jungtiers. Die beiden Tiere hatten sich nach Angaben des Kantons in der Nähe eines Siedlungsgebietes aufgehalten. Das Wolfsrudel im Val d’Hérens bestand zuvor aus fünf Wölfen.

2021 wurden im Kanton Wallis insgesamt 22 Wölfe nachgewiesen. Insgesamt wurden vier Wolfsrudel mit Reproduktion bestätigt. Hinzu kommen je ein Wolfspaar im Val Ferret-Entremont und im Val de Bagnes. Total wurden 336 Nutztiere durch Wolfsangriffe getötet. Dabei entfielen 207 Risse auf das Oberwallis, davon 194 auf den Alpen und 13 auf den Frühjahrs- und Herbstweiden. Im Mittel- und Unterwallis wurden 129 Nutztiere gerissen. Hier waren es 105 Tiere auf den Alpen und 24 auf den Frühjahrs- und Herbstweiden.

«Von den 336 getöteten Nutztieren konnten nur 79 in geschützter Situation getötete Nutztiere für einen Abschuss angerechnet werden (64 Nutztiere im Val d’Hérens und 15 im Goms)», teilte der Kanton Wallis im Dezember 2021 mit. Der von den Wölfen angerichtete Schaden an Nutztieren wurde vom Kanton Wallis auf 123’895 Franken beziffert

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13 Responses

  1. Jeder Wolf, der nur EIN Nutztier reist, sollte sofort geschossen werden.
    Abschreckung und Reduktion des Wolfbestandes als beste Herdenschutzmassnahme!

      1. Schön war die Jagd erfolgreich !
        Es ist nicht zum Glauben dass es Leute gibt die Sympathie zu einem Tier haben können das andere Tiere auf eine so schmerzhafte Art tötet und verletzt.Die verletzten Nutztiere interessieren die Wolfsbefürworter “Tierliebhaber“ nicht.Für sie liegt die Schuld bei den Tierhaltern die ihre Tiere zuwenig schützen,solche Leute haben keine Ahnung und haben auch nicht bemerkt dass es nicht möglich ist die Nutztiere mit Zäunen zu schützen.
        Weg mit dieser Bestie!

        1. Dann müsste aber der Mensch auch zum Abschuss freigegeben werden. Ich kenne keine Spezies die andere so genüsslich quält& tötet, wie der Mensch

  2. BRAVO!!!!Nur ein toter Wolf ist ein guter Wolf!!!
    Eine unglaubliche Frechheit was wir Bauern uns von der unwissenden Wohlstandsgesellschaft bieten lassen müssen!!!

  3. Bravo!
    Jetzt bitte ausstopfen und als abschreckendes Beispiel vors Bundeshaus stellen, damit diese Leute sehen können, was passiert wenn man den Bogen überspannt.

  4. Ihr Lieben Wolfsbefürworter denkt mal ein bisschen weiter wie würdet ihr reagieren wenn der LIEBE Wolf euer Kind angreift und Tötet??????
    Aber das ist wohl euch Egal!!
    Denken ist nicht jedermanns Sache

  5. Ich habe jahrelang in einem Haus gelebt dessen Vermieter im Umschwung viele viele Schafe hatte……..wenn man 365 Tage im Jahr sieht wie es dem Besitzer und auch auswærtigen Schafshalter egal ist wie die Schafe leben…hauptsache sie nehmen zu vom Futter damit man sie nachher profitreich schlachten kann, der muss mir nichts erzæhlen von Tierliebe zu den Schafen.
    Und erlegt ein Wolf ein Schaf wird es durch den Bund noch teurer bezahlt…
    Wølfe sind keine Bestien aber haben nun Welpen mit Hunger

  6. Und auch sehr oft ist eigentlich ein grosser Hund schuld an dem Schafsriss etc….den man aber nicht erwischt da er freilauf hat nachts und ja immer ein ganz toller braver ist zuhause mit den Kindern und so….eben war auch wieder so ein Fall mit einem 1 jåhrigen Husky der irrtůmlich durch die Tůre entwischt war und schnell ůber dem Zaun 2 Schade gerissen hat.und dessen Besitzer nun den Jåger verurteilen weil der den sůssen Husky verwechselt mit Wolf erschossen hat. Was ich als richtig sehe

    1. Unglaublich, was Herr Hasler hier von sich gibt. Ein Leerlauf nach dem andern. Hat keine Ahnung von Schafhaltung, sonst würde er nicht von Profit sprechen. In Wirklichkeit geht es hier um Arbeitsverdienst und um die Ernährung der Bevölkerung. Aber Herr Hasler isst ja wohl nicht.

      1. Man (n) kann sich auch fleischlos ernähren. Wolf leider nicht. Fazit: Will man nicht, dass Nutztiere gerissen werden (dazu gehört auch das Schlachten durch den Menschen), ist Gemüse/Getreide/Hülsenfrüchte/Obstessen angesagt. Oder?

  7. Die Kommentare von Herr Hasler zeigen dass seine Sichtweise, knapp über den eigenen Gartenzaun reicht.
    Die Ansiedelung und Präsenz, des Wolfes in der Schweiz muss doch in etwas grössere Dimensionen betrachtet werden.
    Probleme, die daraus entstehen, können so nicht gelöst weden. In der gegenwärtigen Entwicklung, in dwe Wirtschaft und dem beginnenden Verteilkampf, wird der Wolf, in der Schweiz, in nächster Zeit, keine Überlebenschance haben.

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